Uludasdemir Mörsens Matchwinner gegen Vilsen / Meyer bleibt – Knake kommt

„Tor zum Aufstieg weit offen“

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Nur der Ball, nichts als der Ball zählt: Serdar Uludasdemir (vorn) war Mörsens Matchwinner beim 1:0 gegen Kreisliga-Verfolger SV Bruchhausen-Vilsen.

Mörsen - Von Gerd Töbelmann. Auf der kleinen Tribüne des SV Mörsen rieben sich die Kiebitze der anderen Top-Teams aus Neuenkirchen, Seckenhausen und Bramstedt 77 Minuten lang die Hände, denn im Spitzenspiel der Fußball-Kreisliga zwischen Mörsen und dem SV Bruchhausen-Vilsen stand es 0:0, was besonders den Gästen im Aufstiegskampf nicht richtig weiterhelfen würde. Dann jedoch schlug SVMS-Torjäger Serdar Uludasdemir mit feinem Heber zu und war beim 1:0 (0:0) der Matchwinner.

Die Konkurrenten von der Tribüne zogen ernüchtert ab. Wohlwissend, dass der Bezirksliga-Aufstieg in diesem Jahr nur über Spitzenreiter Mörsen führen wird. SVMS-Coach Rainer Gläser, dessen Vertragsverlängerung laut Spartenleiter Andreas Siegmann nur eine Formalie ist, machte nach dem Match seine eigene Rechnung auf: „Mit diesem Sieg steht das Tor zum Aufstieg weit offen. Ich denke, dass wir mit 65 Zählern am Saisonende durch sind. Mit dieser Punktzahl wird man nicht Dritter.“

Zur Erinnerung: Momentan weist sein Team bei noch acht ausstehenden Spielen 51 Punkte auf. 14 von 24 noch zu vergebenen Punkten zu holen, sollte bei der momentanen Mörsener Verfassung wahrlich nicht utopisch sein. Aber Gläser sagt auch, „dass wir weiter hart arbeiten müssen. In der spielfreien Osterzeit geht unser Trainingspensum ganz normal weiter. Wir werden die Füße nicht hochlegen.“

Kollege Jörn Meyer meinte nach der Niederlage: „Leider haben wir im Saisonendspurt unglaublich große Personalsorgen. Um im Aufstiegsrennen zu bleiben, hätten wir heute eigentlich gewinnen müssen. Aber meine Mannschaft hat sich gut gewehrt.“

Apropos Meyer: Der Vilser Coach gab bekannt, dass er auch in der kommenden Saison Verantwortung tragen wird. Ferner verriet er, dass Keeper Bennet Knake von den A-Junioren der JSG Sudweyhe (Landesliga) nach Vilsen zurückkehren wird.

Zum Spiel: Beide Teams waren bemüht, aber glasklare Torchancen waren Mangelware. In der zehnten Minute konnte Vilsens Keeper Dennis Kastendieck einen Freistoß-Hammer von Bartosz Drozdowski noch an die Latte lenken. Auf der Gegenseite verpasste Moritz Warnke nach Flanke des starken Jan-Hendrik Schwirz das mögliche 1:0 der Gäste (42.).

Nach der Pause änderte sich das Gesamtbild kaum. Die Partie wäre wohl 0:0 ausgegangen, hätte sich nicht ausgerechnet Schwirz, der beste Mann auf dem Platz, in der 77. Minute verhaspelt. Serdar Uludasdemir erkannte die Lage, schnappte sich den Ball und überwand Vilsens Keeper Thomas Henkel mit einem feinen Heber aus 20 Metern zum Tor des Tages. „So ist Fußball. Es wird Janni aber keiner den Kopf abreißen“, meinte Jörn Meyer.

Mörsen hätte durch Uludasdemir (80.) und Dekurim Stubbla (90.+1) nachlegen können, aber ein 2:0 oder 3:0 hätte dem Leistungsunterschied beider Teams nicht Rechnung getragen.

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