„Das ist überragend“

Gabel lobt Brinkumer Mentalität – und will Serie in der Bremen-Liga fortsetzen

+
„Die beste Einheit, seit ich hier bin“, hat Brinkums Maximilian Wirth (am Ball) laut Coach Mike Gabel (im Hintergrund) unter der Woche absolviert. Vielleicht rückt er dadurch gegen Geestemünde wieder in die Startelf. 

Brinkum – Mike Gabel ist ein bisschen überrascht. „Ich hätte nicht erwartet, dass wir so eine Entwicklung haben werden“, sagt der Coach des Brinkumer SV: „Wir sind schließlich in einer Übergangssaison.“ Aber in einer verdammt guten. Gabel, der im Sommer Nachfolger von Dennis Offermann geworden war, hat mit den Fußballern in der Bremen-Liga nur die ersten beiden Partien verloren, der BSV sammelte seitdem in sieben Spielen 19 Punkte. „Damit bin ich äußerst zufrieden“, freut sich Gabel im Vorfeld der Partie beim ESC Geeste-münde (Sonntag, 11.00 Uhr) und zeigt die positive Entwicklung an einem Beispiel auf: „Im letzten Spiel gegen Werder II (2:1, d. Red.) hatten wir in der 85. Minute noch so viel Power, dass wir es noch drehen konnten. Das wäre zu meiner Anfangszeit hier nicht möglich gewesen.“

Selbst einen der wenigen Rückschläge in der bisherigen Saison hat sein Team gut weggesteckt: Das Pokal-Aus gegen den klassentieferen OSC Bremerhaven (2:3). „Die Mannschaft hat eine große Mentalität – das ist überragend“, lobt Gabel: „Ich weiß natürlich, dass es weitere Rückschläge geben wird. Aber es wird unsere Aufgabe sein, diese so weit wie möglich herauszuzögern.“

Ein Punktverlust in Geeste-münde wäre als ein solcher zu werten – darum tut der Coach alles dafür, dass es nicht dazu kommt, bereitet seine Spieler optimal vor: „Ich habe den ESC schon mehrfach gesehen und weiß, was uns erwartet. Ihre Stärken liegen eigentlich im Angriff, da sie mit ihrem offensiven Spielstil aber nicht so viel Erfolg hatten, sind sie seit fünf, sechs Spieltagen etwas passiver, spielen mehr auf Konter.“ Deshalb erwartet Gabel, dass seine Mannschaft „die Mehrheit an Ballbesitz“ haben wird: „Es liegt an uns, Lösungen zu finden.“

Ob der spielende Co-Trainer Kevin Artmann dabei auf dem Platz helfen kann, ist noch unsicher. Der 33 Jahre alte Kreativmann plagt sich mit seiner alten Achillessehnenverletzung herum. Auch hinter den Einsätzen von Kapitän Jannik Bender (Aufbautraining nach Knieverletzung), Tom Gronewold und Maximilian Degenhardt (beide Sprunggelenkprobleme) stehen noch Fragezeichen. Dennoch hat Gabel aufgrund des breit aufgestellten Brinkumer Kaders viele Möglichkeiten. „Durch den Druck, den Konkurrenzkampf ist unglaublich viel Feuer drin im Training“, meint der Trainer und erklärt damit auch gleich, warum zum Beispiel Maximilian Wirth gegen Werder nur auf der Bank saß: „Maxi ist ein hochveranlagter Spieler, der aber noch nicht in jedem Spiel komplett überzeugt hat.“ Und offenbar hat diese Maßnahme bei Wirth sofort Wirkung gezeigt, der Außenbahnspieler „hat am Mittwoch die beste Einheit gezeigt, seit ich hier bin“, freut sich Gabel: „Das Niveau generell ist wahnsinnig hoch, das macht jeden einzelnen Spieler besser.“

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Geld aus Rom: Notstand für Venedig beschlossen

Geld aus Rom: Notstand für Venedig beschlossen

"Death Stranding" im Test

"Death Stranding" im Test

Islamischer Dschihad vereinbart Waffenruhe mit Israel

Islamischer Dschihad vereinbart Waffenruhe mit Israel

Was von der Wut übrig ist - Ein Jahr "Gelbwesten"-Proteste

Was von der Wut übrig ist - Ein Jahr "Gelbwesten"-Proteste

Meistgelesene Artikel

HSG Barnstorf/Diepholz vorgeführt

HSG Barnstorf/Diepholz vorgeführt

Köhnken springt in die Bresche

Köhnken springt in die Bresche

Die Mischung macht‘s

Die Mischung macht‘s

Auf Ungers Spuren

Auf Ungers Spuren

Kommentare