Jerkovic und Voß im Gleichschritt

U 18-Athleten des LC Hansa Stuhr gewinnen bei „Norddeutschen“ Gold

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Sicherte sich in Hamburg den norddeutschen Titel im Stabhochsprung mit einer Höhe von 4,30 Metern: U 18-Athlet Jannick Voß vom LC Hansa Stuhr. 

Hamburg - Die beiden U 18-Athleten Lea Jerkovic und Jannick Voß vom LC Hansa Stuhr haben einiges gemeinsam. Sie gehen mit viel Selbstbewusstsein in ihre Wettkämpfe und riskieren gerne etwas. Bei den norddeutschen Meisterschaften der Männer, Frauen und U 18-Jugend in Hamburg waren sie damit einmal mehr erfolgreich. Jerkovic sicherte sich den Titel über 1 500 Meter Hindernis in Bestzeit von 5:07,09 Minuten.

Voß gewann den Stabhochsprung mit einer Höhe von 4,30 Metern. Bei den Frauen wurde Imme Ihli (FTSV Jahn Birnkum) Vizemeisterin im Speerwurf.

„Stabhochsprung und Hindernislauf, beide Disziplinen sind schon sehr speziell“, räumt Berthold Buchwald, Trainer und Abteilungsleiter der Stuhrer Leichtathleten, ein. Die Teilnehmerfelder sind überschaubarer, das Techniktraining erfordert besondere Fachwissen. Was den Stabhochsprung angeht, weiß Buchwald Jannick Voß beim Oldenburger Sportwissenschaftler Dr. Martin Hillebrecht in besten Händen. Die beiden arbeiten seit Jahren zusammen. Zwei- bis dreimal die Woche steht für den auch als Mehrkämpfer erfolgreichen Voß Stabhochtraining auf dem Programm. In Hamburg stieg Voß bei 3,90 Metern in den Wettkampf ein, nachdem alle Konkurrenten ausgestiegen waren. Auch 4,30 Meter gelangen im ersten Versuch. Die dann aufgelegten 4,51 Meter waren diesmal noch zu hoch. „Wirkliche Konkurrenz wird Jannick bei der DM haben“, ahnt Buchwald und ergänzt: „In Süddeutschland gibt’s richtige Kracher, da sind fünf Meter möglich.“

Neuland war für Buchwald das Hindernistraining mit Jerkovic. Dabei machte ihm seine Athletin die Arbeit einfach: „Lea arbeitet sehr selbständig und konsequent.“ Letzte Zweifel, ob die Vorbereitung richtig gewesen war, beseitigte die Stuhrerin in Hamburg. Vom Start weg übernahm sie die Führung und baute ihren Vorsprung auf die Zweitplatzierte auf über fünf Sekunden aus. „Mit dieser Zeit kann sie bei der DM in Rostock vorne mitlaufen“, vermutet Buchwald.

Nahe am Titelgewinn war in Hamburg auch Imme Ihli. Im Speerwurf der Frauen lag die Brinkumerin mit 43,22 Metern in Führung, bis sie im fünften Durchgang von Leonie de Graaf (SV Friedrichsgabe, 45,34 Meter) übertroffen wurde. Trotz einer Verbesserung auf 45,13 Metern im letzten Versuch kam Ihli nicht mehr an die Konkurrentin heran. Auch die Hoffnung, noch die DM-Norm von 51,50 Metern zu schaffen, erfüllte sich für Ihli nicht.

Die norddeutsche Meisterin Lea Jerkovic präsentiert stolz ihre Urkunde und Medaille.

Auch Louis Knüpling (TSV Asendorf) nutzte im Dreisprung der Männer die letzte Chance auf die DM-Norm (15,10 Meter) nicht. Für den Asendorfer bedeuteten drei ungültige Versuche im Vorkampf das frühzeitige Aus. „Ich bin schon etwas enttäuscht“, gesteht Knüpling: „Mir fehlte etwas die Wettkampfpraxis. Ich glaube, dass ich deswegen die Norm nicht geschafft habe.“ „Es war einfach nicht sein Wochenende“, meint dagegen seine Trainerin Ute Schröder: „Er war wohl etwas übermotiviert. Nun besteht noch die Möglichkeit, dass der Bundestrainer Charles Friedek ihn für die DM nachnominiert.“ Davon ist Knüpling aber noch nicht überzeugt. „Das wird schwierig, da bereits viele Athleten gemeldet haben“, weiß der Asendorfer Athlet. Deutlich besser sein Auftritt im Sprint: Über 100 Meter steigerte sich Knüpling über Vor- und Zwischenlauf im Finale als Siebter auf 10,98 Sekunden. Über 200 Meter (22,35 Sekunden) fehlten 23 Hundertstel für den Endlauf.

Im Weitsprung der U 18 gewann der für den SV Werder Bremen startende Stuhrer Tim-Ole Silze mit einer Weite von 6,83 Metern Bronze. Zum Sieg fehlten nur sieben Zentimeter. Teamkollegin Kim-Michelle Schwenke aus Barrien wurde im Stabhochsprung der Frauen mit 3,30 Metern Fünfte.

Für eine der besten Leistungen der zweitägigen Titelkämpfe sorgte Neele Eckhardt (LG Göttingen). Die Ex-Athletin des TSV Asendorf, die bereits für die EM in Berlin nominiert ist, gewann den Dreisprung der Frauen überlegen mit der Saisonbestweite von 14,21 Metern. - el

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