Auf dem Sprung

Leonit Basha gehört zu den besten Nachwuchs-Fußballern Niedersachsens

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„Fußball ist mein Leben“, sagt Leonit Basha. Der Nachwuchsspieler des TuS Sudweyhe kämpft zurzeit um einen Platz im Kader der deutschen U 15-Nationalmannschaft. Und „für dieses Ziel gebe ich alles“, betont der Gymnasiast.

Twistringen - Von Julian Diekmann. Wenn Leonit Basha von seinem Hobby erzählt, fangen seine Augen an zu leuchten. „Fußball ist mein Leben“, erzählt der 13-jährige Nachwuchsspieler des TuS Sudweyhe (U 15) voller Leidenschaft. Und seine guten Leistungen in der Landesliga, der zweithöchsten Spielklasse seines Jahrgangs, blieben nicht lange unentdeckt – haben sich mittlerweile bis nach Barsinghausen, dem Sitz des Niedersächsischen Fußballverbands (NFV), herumgesprochen. Genauer gesagt bis zu Martin Mohs. Der Trainer des NFV hat den Offensivspieler in den erweiterten Kader der U 14-Auswahl nominiert. „Leonit hat auf jeden Fall Potenzial“, bestätigt Mohs. Mittlerweile gehört Basha in seinem Jahrgang zu den besten Fußballern Niedersachsens. Doch der Weg zum Profi-Fußballer ist steinig.

„Es macht mich natürlich stolz, dass ich aktuell zu den besten 33 Spielern in Niedersachsen zähle“, freut sich der in Twistringen lebende Gymnasiast: „Aber ich bleibe dennoch bodenständig. Fußball ist ein sehr schnelllebiges Geschäft. Ich muss in jedem Training weiter hart an mir arbeiten, mich verbessern. Sonst wirst du irgendwann früher oder später aussortiert.“

Das war bisher aber noch nicht der Fall – ganz im Gegenteil. Der Achtklässler hat alle Lehrgänge des NFV mit Bravour gemeistert. „Nur beim letzten Treffen Anfang Februar musste ich leider aus gesundheitlichen Gründen absagen. Ich hatte mir beim Skifahren das Schlüsselbein angebrochen.“ Doch schon den nächsten Lehrgang hat er fest im Blick. „In den Osterferien steht ein zehntägiges Trainingslager in Frankreich an. Ich hoffe natürlich, dass mich der Trainer dafür nominiert.“

Gegen 30.000 Spieler durchgesetzt

Dass Leonit Basha, der auch dem DFB-Stützpunkt Sulingen angehört, bisher überhaupt so weit gekommen ist, ist keine Selbstverständlichkeit, wie sein Auswahltrainer Mohs bestätigt: „Allein in seinem Jahrgang (2002, Anm. d. Red.) gibt es in Niedersachsen 30 000 Fußballer. In der gesamten Republik sind es sogar 180 000 Spieler. Und von den 30 000 hat es Leonit bisher unter die besten 33 geschafft.“ Doch noch muss sich der 13-Jährige in Geduld üben. „Der erweiterte Kader wird bis Ende der Saison noch auf 16 bis 18 Spieler schrumpfen“, informiert NFV-Auswahltrainer Mohs, der zusammen mit dem ehemaligen HSV-Coach Markus Gisdol 2011 seine Fußballlehrer-Lizenz erworben hat.

Sollte Basha bis zum Ende der Saison im „Auswahl-Topf“ bleiben, stehen für den Stürmer zwei weitere wichtige Termine auf dem Programm. Erst spielt die U 14-Auswahl des NFV das sogenannte „Norddeutsche Turnier“, anschließend ermitteln alle 21 Landesverbände des DFB den U 14-Meister. Allerdings wird der NFV-Kader dann die Anzahl von 18 Akteuren nicht überschreiten. Bei den Veranstaltungen ist auch Christian Wück vor Ort. Der ehemalige Profi-Fußballer des VfL Wolfsburg ist zurzeit Auswahltrainer der deutschen U 15-Nationalmannschaft und wird sich aus dem deutschlandweiten Pool von weit über 300 Nachwuchskickern seinen Kader für die U 15 zusammenstellen.

Der Traum vom U 15-Nationalteam

Und genau davon träumt Basha, der aktuell auch zum Talentteam des SV Werder Bremen zählt: „Ich würde mich riesig freuen, wenn ich es bis in die U 15-Nationalmannschaft schaffe. Wichtiger ist aber, dass ich regelmäßig auf hohem Niveau spiele.“ Das ist zurzeit beim TuS Sudweyhe noch möglich. Die Frage ist nur, wie lange noch. Denn nicht nur Werder Bremen buhlt um den Nachwuchsspieler. „Auch ein weiterer Bundesliga-Club hat bereits angefragt“, informiert Basha, ohne weiter ins Detail gehen zu wollen.

Ein Thema, welches auch Mohs beschäftigt. „Es ist immer schwer zu sagen, wann es der richtige Zeitpunkt ist, einen kleinen Verein in Richtung eines großen Clubs zu verlassen“, erklärt der Fußballlehrer: „Da kommen am Ende viele Dinge zusammen, es lässt sich nicht pauschalisieren. Aber wer am Ende ganz nach oben will, der muss früher oder später den Schritt in ein Leistungszentrum eines großen Vereins gehen.“

Das ist auch Benjamin Jacobeit, Bashas Trainer bei der U 15 des TuS Sudweyhe, bewusst: „Ich gehe davon aus, dass Leonit uns schon zur kommenden Serie verlassen wird. Es wäre für uns keine große Überraschung. Denn er hat eine tolle Entwicklung hingelegt. Insofern freuen wir uns für ihn, wenn er den nächsten Karriereschritt in Angriff nimmt.“ Basha sieht es ähnlich: „Mein mittelfristiges Ziel ist es, in der Junioren-Bundesliga aufzulaufen, um mich dann mit guten Leistungen für die U 15-Nationalmannschaft qualifizieren zu können.“

Zu wünschen wäre es ihm. Denn das Talent dazu hat Leonit Basha allemal. Auch wenn er bis dahin noch den einen oder anderen Stein aus dem Weg räumen muss . . .

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