Jung, dynamisch, torgefährlich: Tom Thiede spielt groß auf und tritt in Vaters Fußstapfen

Twistringens Turbostarter

„Er verkörpert fast perfekt den modernen Sechser“, lobt SCT-Trainer Uwe Küpker den erst 19 Jahre alten Tom Thiede.
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„Er verkörpert fast perfekt den modernen Sechser“, lobt SCT-Trainer Uwe Küpker den erst 19 Jahre alten Tom Thiede.

Twistringen – Von wem Twistringens Mittelfeld-Motor Tom Thiede sein fußballerisches Talent in die Wiege gelegt bekommen hat, dürfte ziemlich klar sein. Denn: Schon Anfang 2000 kickte ein Thiede – in der damaligen Bezirksoberliga – für die „Blaumeisen“. Und zwar ein gewisser Thomas Thiede, seines Zeichens der stolze Vater von Tom.

Bereits damals hieß der SCT-Coach Uwe Küpker, der auch seit Ende der letzten Bezirksligasaison erneut für Twistringen auf der Kommandobrücke steht. Der Trainerfuchs sollte die beiden Thiedes demnach gut vergleichen können. Wer ist also der bessere Kicker? Thiede senior oder Shootingstar Tom?

Küpker versucht es mit einer diplomatischen Antwort: „Beide waren und sind für ihre Teams extrem wichtig. Thomas als fleißiger Arbeiter, der die linke Mittelfeldseite erfolgreich beackert hat. Und Tom gehört bei uns mit seiner Dynamik, Schnelligkeit und Torgefährlichkeit die Zukunft. Er verkörpert fast perfekt den modernen Sechser.“

Lobeshymnen, die beim 19-Jährigen natürlich runter wie Öl gehen. Dabei hätte sich der künftige Mechatroniker vor der Spielzeit noch mit deutlich weniger Einsätzen zufrieden gegeben, wie er einräumt: „Ich hatte ja gerade erst eine langwierige Schulterverletzung mit zwei Operationen auskuriert. Außerdem ist es meine erste Serie bei den Erwachsenen. Ich hätte mich also auch anfangs zum Lernen auf die Bank gesetzt.“

Doch Küpker erkannte bereits in der Vorbereitung das große Potential des Youngsters. Anfangs sah er ihn zwar noch wie seinen Vater auf der Seite gut aufgehoben, aber davon ist längst nicht mehr die Rede. „Tom hilft uns am meisten auf der Sechs“, redet Küpker Klartext: „Er ist nicht nur schnell und torgefährlich, für seine Jugend bringt Tom zudem eine erstaunliche Körperlichkeit mit.“

Thiede junior, der seit seinem fünften Lebensjahr für den SCT gegen den Ball tritt, vernimmt es mit Freude: „Zuerst war ich mir mit der Rolle nicht sicher, aber mittlerweile gefällt mir die Position total. Hier kann ich gut Einfluss auf das Spiel nehmen und meinen Teil zum Erfolg beitragen.“

Erfolg ist ein prima Stichwort: Der Fast-Absteiger der Vorsaison thront nach vier Siegen in Folge momentan auf Platz zwei und hätte derzeit das Ticket zur Meisterrunde sicher. Wie lässt sich ein solch rapider Aufschwung erklären? Werder-Fan Thiede weiß es selbst nicht so recht: „Wirklich rechnen konnte man mit so einem Traumstart natürlich niemals. Aber bei uns stimmt total die Chemie. Viele von uns sind im selben Alter und unternehmen auch privat viel zusammen. Das ist vielleicht ein Grund. Und unser Trainerduo Uwe Küpker und Michael Schultalbers macht natürlich auch einen perfekten Job. Wir werden vor jeder Partie überragend auf den Gegner eingestellt.

Abheben wollen die „Blaumeisen“ laut Thiede allerdings trotzdem nicht: „Hier träumt niemand von der Landesliga. Es hört sich blöd an, aber bei uns denken alle nur von Spiel zu Spiel. Wenn am Ende dann die Qualifikation zur Meisterrunde herausspringt, wäre das natürlich super.“

Aber vielleicht geht der Weg von Tom Thiede ja sogar noch über die Bezirksliga hinaus. Schließlich kickte sein Vater mit Twistringen eine Klasse höher. Zumindest sein Coach würde dem Auszubildenden die Landesliga locker zutrauen. „Wenn ich ganz ehrlich bin, hat Tom doch noch etwas mehr Talent als Thomas“, schmunzelt Küpker: „Auf alle Fälle bürgt aber der Name Thiede beim SCT für hohe fußballerische und menschliche Qualität.“

Von Carsten Drösemeyer

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