Zwei krasse individuelle Fehler der Gäste leiten 3:1-Sieg für FC Sulingen ein

Twistringens Keeper Blome patzt

Zeigte eine ganz starke Partie: Sulingens Marian Pingel (li.). Foto: J. diekmann

Sulingen - Von Julian Diekmann. Während Friedhelm Famulla keinen großen Unterschied ausgemacht hatte, bezeichnete Stefan Rosenthal den Erfolg als Arbeitssieg. Doch am Ende ging das 3:1 (2:1) des FC Sulingen gegen den von Verletzungen heimgesuchten SC Twistringen aufgrund der starken ersten Halbzeit der Gastgeber mehr als in Ordnung. Gerade im ersten Durchgang der Fußball-Bezirksliga-Partie hatten die Hausherren ein Chancenplus. Doch der FCS vergab beste Gelegenheiten. Anstatt mit einer komfortablen Führung in die Pause zu gehen, musste die Rosenthal-Elf in der zweiten Halbzeit noch einmal unnötig zittern.

Dabei begann die Begegnung ganz nach den Vorstellungen des Sulinger Trainers, der in der fünften Minute schon den Jubelschrei auf den Lippen hatte. Doch Viktor Gense setzte nach einer Flanke von Bennet Lüdecke den Ball freistehend im Fünfmeterraum knapp am zweiten Pfosten vorbei. Das hätte die zwingende Führung sein müssen. Jedoch fiel nur vier Minuten danach das erste Tor der Partie – allerdings pfiff Schiedsrichter Tobias Arfmann (TSV Weyhe-Lahausen) den Abstauber von Marian Pingel ab. Sulingens Nummer 18 stand ganz knapp im Abseits. Die Gäste meldeten sich in der zwölften Minute durch Maurice Künning das erste Mal zu Wort. Sein Fernschuss ging aber weit über das Gehäuse der Gastgeber.

In der 24. Minute war es dann aber so weit mit der Sulinger Führung: Der FCS schaltete blitzschnell von Abwehr auf Angriff um, ein langer Ball erreichte Pingel, der alleine auf Keeper Jannik Blome zulief. Während Twistringens Schlussmann den Schuss noch abwehren konnte, war er beim Nachschuss von Lars Mesloh, der den Ball eiskalt aus rund sechs Metern unter die Latte gedroschen hatte, machtlos. Alles andere als machtlos war Blome aber beim 0:2 (36.). Einen Rückpass von Phil Brunkhorst wollte der Keeper im Strafraum weiterleiten. Bei seinem Pass fehlte allerdings genug Druck. Pingel setzte im Vollsprint nach und hatte wenig Probleme, den Ball aus rund fünf Metern im leeren Tor unterzubringen. Was sich Blome in dem Moment gedacht hat, bleibt wohl sein Geheimnis. „Das war unsere beste Phase des Spiels. Da sind wir endlich mal aus unserer Passivität herausgekommen“, befand Rosenthal.

Doch Twistringen ergab sich nicht seinem Schicksal, sondern kam wie aus dem Nichts zum Anschlusstreffer. Leon Timmermann nahm sich auf der rechten Seite einfach mal ein Herz, zog etwas nach innen und schlenzte den Ball aus gut 23 Metern in den Giebel der Hausherren – 1:2 (39.). Damit war die Begegnung wieder offen.

Jedoch änderte sich auch in der zweiten Halbzeit nicht viel am Spielverlauf. Sulingen blieb weiter bemüht – ohne jedoch wirklich zwingend zu werden. So plätscherte das Kreisderby im zweiten Abschnitt etwas vor sich hin, ehe Timmermann völlig unnötig Sulingens Lüdecke im Strafraum von den Beinen holte. Denn fälligen Strafstoß verwandelte der Gefoulte selbst zum verdienten 3:1-Endstand (84.)

„Wir haben gut mitgehalten“, meinte SCT-Coach Famulla: „Doch die katastrophale Fehler haben uns die Punkte gekostet.“ Rosenthal war dagegen mit dem Auftreten seiner Mannschaft „unzufrieden. Ich bin nur froh, dass wir die drei Punkte in der Tasche haben.“

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