TuS-Trainer setzt auf Passqualität / Sudweyher Schlammschlacht hat Folgen

Freund freut sich aufs Geläuf

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In Abwesenheit von Sudweyhes Toptorjägern Stephen Bohl (elf Treffer) und Nico Riekers (fünf) müssen andere beim Tabellenelften in die Bresche springen. Ein Kandidat ist Yannik Meier (im Bild).

Sudweyhe - Von Daniel Wiechert. Da fragt man sich: Warum nicht gleich so? Das Bezirksliga-Duell zwischen dem TuS Sudweyhe und dem SC Twistringen geht am Sonntag (14 Uhr) auf Kunstrasen über die Bühne. Damit bleibt den Sudweyhern eine Matschpartie wie am vergangenen Wochenende beim 0:2 gegen Bassum erspart. „Ich kann es mir immer noch nicht erklären“, sagt TuS-Trainer Wilco Freund: „Wir hätten ein ganz normales Spiel haben können. Stattdessen war es eine Glückslotterie.“

Dass dieses Mal auf Kunstrasen gespielt wird, hat einen ganz simplen Grund: Der Rasenplatz ist seit dem Bassum-Spiel ramponiert: „Es wird ein neuer Mutterboden benötigt, es muss alles neu gewalzt werden“, erklärt Freund, der sich auf das künstliche Geläuf freut: „Für uns ist das sicherlich kein Nachteil. Wir kennen den Platz aus dem Training. Ich glaube, dass wir dort unsere Passqualitäten besser durchbringen können.“

Sein Gegenüber vom SC Twistringen, Stefan Müller, schlägt dagegen keine Purzelbäume aus Freude. „Auf Kunstrasen ist es immer so ein Ding“, sagt der 52-Jährige: „Da müssen die langen Bälle in die Spitze schon genau in den Fuß kommen.“ Dass seiner Mannschaft dieser Untergrund nicht in die Karten spielt, zeigte sich beim 0:4 in Steimbke. „Wir haben nicht unbedingt die Spielertypen für den Kunstrasen“, sagt Müller: „Auch das Grätschen ist dort ja eher schwierig.“

Aufgrund dieser Gemengelage wäre der SCT-Trainer mit einem Remis in Sudweyhe zufrieden. Dass seine Mannschaft bisher die zweitwenigsten Tore von allen Bezirksliga-Teams geschossen hat, stört Müller nicht. Schließlich sammelte der Tabellenfünfte mit lediglich 22 Treffern schon beeindruckende 24 Punkte: „Ich lese immer, dass Trainern ein 5:4 lieber ist als ein 1:0. Bei mir ist das definitiv nicht so“, sagt Müller, der deshalb mit dem Image der „Minimalisten“ sehr gut leben kann.

Auch bei den Sudweyhern war zuletzt in der Offensive der Wurm drin. In den letzten vier Spielen schoss das Freund-Team lediglich zwei Tore. Und es ist nicht davon auszugehen, dass sich das direkt bessert. Denn gegen Twistringen fehlen Stephen Bohl (rotgesperrt) und Nico Riekers (gelbgesperrt). Die beiden Offensivekräfte erzielten immerhin 16 von 25 Sudweyher Saisontoren. In die vorderste Linie wird deshalb wohl Maik Behrens rücken. Das Hauptaugenmerk möchte Freund aber sowieso erst einmal auf eine kompakte Defensive setzen. „Twistringen ist extrem konterstark“, sagt der TuS-Coach: „Das mussten wir schon bei der 0:2-Niederlage im Hinspiel miterleben.“ Deshalb könne sich sein Team ein teilweise schlampiges Auftreten wie zuletzt gegen Bassum (Freund: „Da haben wir nur in Teilen verteidigt“) nicht erlauben.

Es fehlen (Sudweyhe): Stephen Bohl, Nico Riekers, Hanjo Harjes (alle gesperrt).

Es fehlen (Twistringen): Julian Fuhrmann (Leisten-OP), Dennis Kuhangel (gesperrt), Donald Rohlfs (Knöchelprobleme).

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