44:35 über Hatten-Sandkrug: Barnstorf/Diepholz erlöst sich und sein Publikum

Tschüss Heimkomplex: HSG gewinnt Kellerduell

Kreis-Diepholz - DIEPHOLZ (it/töb) · Na endlich! Nach vier Heimpleiten in Folge hat Handball-Drittligist HSG Barnstorf/Diepholz den Selbstbedienungsladen Mühlenkamphalle geschlossen und zu Hause die ersten Punkte geholt. 300 Zuschauer beklatschten gestern Abend in Diepholz den wichtigen 44:35 (20:14)-Sieg im Kellerduell gegen die TSG Hatten-Sandkrug.

„Das waren zwei sehr, sehr wichtige Punkte“, atmete auch Trainer Heiner Thiemann tief durch und verzieh seiner Mannschaft den „Wildwest-Handball“ der zweiten Halbzeit schon beim Sieger-Bier. Große Erleichterung natürlich auch bei den Spielern. „Vorher hat ja keiner offen darüber gesprochen“, sagte Haupttorschütze Jan Mohrmann (10/1), „aber mir war klar: Wenn wir gegen Hatten verlieren, dann sind wir so gut wie abgestiegen.“

Der Druck war also groß, aber angeführt von Mittelmann Saulius Liutikas ging die HSG diese richtungweisende Partie hochkonzentriert an und legte einen Traumstart aufs Linoleum: 6:2 nach sieben Minuten. Vier Tore hatte allein Liutikas beigesteuert und damit erheblich beigetragen zu einer Führung, die den Hausherren Sicherheit gab und anschließend bis auf 16:10 (22.) davonziehen ließ.

Stabilisierend wirkte sich auch der Einsatz des langjährigen Abwehr-Chefs Tomas Lenkevicius aus. Der Litauer stellte sich zum zweiten Mal in dieser Saison zur Verfügung und spielte seine angestammte Rolle im Zentrum des Mittelblocks und Tempomacher bei Ballgewinn gewohnt gut.

Die Gäste hatten bis auf „Riesenbaby“ Derk Marien und Regisseur Marco Mitschke – beide warfen bis zur Pause je fünf Tore – nicht viel zu bieten und dazu noch das Pech, Björn Schielke schon nach wenigen Minuten zu verlieren: Der Leistungsträger wurde nach einem Zusammenprall mit Malte Helmerking mit Verdacht auf Nasenbeinbruch ins Krankenhaus abtransportiert.

Nach dem Wechsel hielt sich die HSG zwar nicht an alles, was abgesprochen war, aber es reichte, um Hatten-Sandkrug über 36:22 (50.) sicher auf Distanz zu halten. Gäste-Trainer Henning Sohl sprach die Wahrheit hinterher ungeschminkt aus: „Mit solchen Leistungen haben wir in dieser Liga nichts zu suchen. Uns geht’s eigentlich auch gar nicht mehr um den Klassenerhalt, wir wollen nur nicht als Letzter absteigen.“

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