HSG Barnstorf/Diepholz fehlt beim Aufsteiger Elsfleth der Killerinstinkt – 21:23

Trügerische Sicherheit

In der Crunchtime verwarf Barnstorfs Kreisläufer Andrius Gervé in Elsfleth einen Siebenmeter.

Elsfleth – Die Auswärtsreise des Handball-Oberligisten HSG Barnstorf/Diepholz hatte schon schlecht begonnen. Beim Aufwärmen in der Halle des Elsflether TB bewegte sich Donatas Biras ziemlich unrund. Schnell war klar: Der Torhüter wird mit seinen Rückenproblemen nicht spielen. Die Gäste wollten kein Risiko eingehen. „Dafür ist die Saison noch zu lang“, erklärte HSG-Trainer Dag Rieken. Ohne den Litauer, der zuletzt mit starken Paraden das 28:24 gegen Fredenbeck festgehalten hatte, verloren die Barnstorfer mit 21:23 (12:14). Die zweite Niederlage im dritten Saisonspiel. Und zwar eine vermeidbare. „Das Ergebnis ist schon ein bisschen bitter“, bekannte Rieken: „Aber wir haben uns diese Niederlage selbst zuzuschreiben.“

Das zeigt bereits der Blick auf den Torverlauf. Denn als Jakub Anuszewski in der 45. Minute traf, führten die Gäste mit 19:16. „Das war der Knackpunkt. Vielleicht haben wir uns zu diesem Zeitpunkt zu sicher gefühlt“, sagte der 50-jährige Rieken. Danach hat seine Mannschaft auf jeden Fall „zu viele technische Fehler“ produziert und die Bälle leichtfertig verworfen: „Das hat uns den Kopf gekostet.“

So glich Elsfleths Florian Doormann nur drei Minuten später zum 20:20 (49.) aus. Als Barnstorfs Andrius Gervé dann auch noch einen Siebenmeter verwarf, schlug das Pendel endgültig zugunsten der Gastgeber aus: Im direkten Gegenstoß traf Bela Rußler für den Aufsteiger, Christopher Santen und Bastian Rambau erhöhten auf 23:20 (56.). Die HSG Barnstorf/Diepholz war geschlagen. Elsfleth sei ein „unbequemer Gegner“ gewesen, bekannte Rieken, aber „wir müssen die Chancen, die sich uns bieten, einfach besser nutzen“. Der Killerinstinkt hatte seiner Mannschaft, bei der Anuszewski mit fünf Treffern am erfolgreichsten war, an diesem Abend in Elsfleth gefehlt.

Und die nächsten Aufgaben werden nicht unbedingt einfacher. Die Spiele bei der HSG Delmenhorst (Samstag, 28. September) und der HSG Schwanewede/Neuenkirchen (Samstag, 5. Oktober) komplettierten das Barnstorfer Auswärtstriple. „Wichtig ist, dass wir die Nerven behalten“, forderte der HSG-Coach. Die bisherige Saison habe schließlich gezeigt, dass in dieser Oberliga jeder jeden schlagen könne.  wie

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