Trotz des verpatzten Saisonstarts bleibt Melchiorshausens Trainer Wilco Freund optimistisch

„Ich glaube an dieses Team“

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Melchiorshausens Trainer Wilco Freund muss noch an so mancher Schraube drehen.

Melchiorshausen - Von Arne Flügge. Zwei Spiele, zwei Niederlagen – Abstiegsplatz! Der Bremer Fußball-Landesligist TSV Melchiorshausen hat einen äußerst schlechten Start in die neue Saison erwischt. Für Trainer Wilco Freund allerdings kein Grund, jetzt die Alarmglocken zu läuten. „Ich glaube an diese Mannschaft“, sagt der 48-Jährige. Im Interview spricht der Coach über die Gründe für die beiden Niederlage und warum er absolut sicher ist, am Sonntag (16.00) beim ATSV Sebaldsbrück den ersten Saisonsieg einzufahren.

Herr Freund, muss man sich um den TSV Melchiorshausen Sorgen machen?

Wilco Freund: Nein, das würde ich so nicht sagen. Beim 0:3 zum Auftakt gegen Blumenthal war die Mannschaft noch richtig nervös, hat zu verhalten gespielt und nicht die richtige Balance zwischen Defensive und Offensive gehabt. Ich habe den Jungs gesagt, dass sie mutiger sein, mehr Druck ausüben müssen. Das hat dann gegen Oberneuland schon besser geklappt.

Trotzdem ging das Heimspiel mit 4:5 verloren.

Freund: Gegen Oberneuland darf man verlieren, das ist kein Beinbruch. Wie die Mannschaft sich verkauft hat, war in Ordnung. Das Problem war, wenn irgendetwas auf dem Platz passierte, waren wir im Umschalten zu langsam. Ansonsten sind wir schon sehr viel mutiger gewesen.

Dennoch darf man ein Heimspiel nicht verlieren, wenn man vier Tore schießt.

Freund: Das ist richtig, das muss nicht sein. Doch es ist nun mal passiert. Dennoch bin ich sicher, dass wir nun punkten werden. Im ersten Spiel war’s nicht so gut, im zweiten besser – und im dritten holen wir jetzt in Sebaldsbrück drei Punkte.

Woher nehmen Sie diese Zuversicht?

Freund: Weil ich von der Mannschaft absolut überzeugt bin, weil ich an sie glaube. Die Jungs wollen, sind gut drauf, wir haben fast alle Spieler zur Verfügung. Deshalb werden wir auch punkten.

Pardon, aber versuchen Sie gerade damit nicht nur Druck von der Mannschaft zu nehmen?

Freund: Nein. Die Mannschaft setzt sich selbst unter Druck, weil sie unbedingt will. Und sie muss lernen, damit umzugehen, gerade nach zwei Niederlagen. Doch auf Grund der guten Mischung im Kader von jungen und erfahrenen Spielern wird sie das auch hinbekommen. Da bin ich mir sicher. Von daher muss ich keinen Druck von der Mannschaft nehmen.

Sie sprachen die fehlende Balance zwischen Defensive und Offensive an. Ist das der Hauptgrund für den schlechten Start?

Freund: Unser Ziel ist es, das Spiel zu kontrollieren, was bedeutet, schnell den Ball zu bekommen, damit wir in der Lage sind umzuschalten. Nur haben wir dabei noch zu große Lücken in den Mannschaftteilen, die dem Gegner Räume ermöglichen. Hier müssen wir noch lernen, kompakter nachzurücken. Wir müssen die Aggressivität, das Gegenpressing, das nötig ist, verbessern.

Sie haben also keine Angst, dass der TSV Melchiorshausen seine hohen Ansprüche wie im Vorjahr schnell wieder revidieren muss?

Freund: Nein, überhaupt nicht, denn ich glaube an diese Mannschaft. Zudem denken wir nur von Spiel zu Spiel. Wichtig ist, dass wir in jeder Begegnung die richtige Einstellung auf den Platz bringen, aggressiv sind und versuchen, unser Spiel durchzubringen. Denn wir wollen schon noch in der Liga angreifen.

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