Brinkums Abwehr plötzlich makellos

Trotz einiger „Würfchen“ imposant

Spielte einen eindrucksvollen Part als Mittelmann, weil er sich vorne wie hinten immer wieder durchzusetzen wusste: Brinkums Stefan Schröder (im roten Trikot).

Brinkum - Von Arne Helms· Sebastian Beckmann täuschte einen Wurf an und legte herrlich auf Kreisläufer Meik Schäfer ab. Die Abwehrspieler harmonierten, als würden sie seit 20 Jahren zusammenspielen. Und Gegner TSV Daverden warf seine Bälle nahezu freiwillig ins Aus. Zu diesem Zeitpunkt – die Verbandsliga-Heimpartie der Handballer von Jahn Brinkum war elf Minuten alt und auf der Anzeigetafel leuchtete ein 7:1 auf – schien es am Sonnabend so, als wären alle Wünsche von Sven Engelmann erhört worden. 49 Minuten später stand es 27:24 (13:11) und der Jahn-Coach hatte tatsächlich kaum etwas zu meckern.

Nach zwei Niederlagen in Folge war Engelmann mit seiner Abwehr zuvor hart ins Gericht gegangen. Vorgestern aber prallte der Angriff des TSV Daverden um den wuchtigen Kreisläufer Oliver Hildebrandt am Jahn-bollwerk ab wie ein Flummi. Unglücklicherweise nahm sich die Brinkumer Offensive jedoch nach einer Viertelstunde ihre Auszeit. So verwarfen Ralf Warfelmann und Thomas von der Heyde gleich drei Siebenmeter, und das Passspiel wirkte plötzlich wie gehetzt. Nach 27 Minuten führten die Gastgeber nur noch mit 13:11. „Da hat sich jeder sein Würfchen genommen, und wir sind sechs Minuten ohne Tor geblieben“, runzelte Engelmann die Stirn.

Auf einen 1a-Start und die Defensive war dafür auch in der zweiten Halbzeit Verlass, so dass Jahn durch Carsten von der Heyde auf 18:14 (36.) davonzog. „So stelle ich mir das vor, auch auswärts. Ich hoffe, die Spieler haben verstanden, dass wir nur über die Abwehrarbeit ins Spiel kommen können“, blickte Engelmann bereits mit einem Auge auf den Kracher bei Spitzenreiter HSG Bützfleth/Drochtersen (30. Januar). Sollte sein Team in der Lage sein, die Aggressivität am Halbkreis vor Keeper Aschkan Sadeghi auf hohem Niveau einzufrieren, kommt Jahn auch als Titelkandidat wieder in Frage. Engelmann möchte das zwar so nicht formulieren, sagt aber: „Natürlich habe ich den Willen mit zu bestimmen, wer aufsteigt. Und ich persönlich – als Trainer – möchte gerne eine Klasse höher spielen.“

Dazu wird es dann noch mehr Konstanz bedürfen, denn Daverden hatte durchaus die Chance, das Match zu wenden. „Bei 18:18 können wir in der 44. Minute sogar auf einen Treffer weggehen, machen dann aber wieder zu viele technische Fehler“, moserte TSV-Trainer Thomas Panitz. Brinkums Linksaußen Maik Bhola hingegen zog die Bälle fast magisch an und jagte sie Harald Lüthje, Daverdens in kurzem Trikot und kurzer Hose spielenden Torwart, so erfolgreich um die Ohren, dass es schnell 25:20 (55.) stand – die Vorentscheidung.

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