SV Heiligenfelde, FC Sulingen und TSV Wetschen

Trio auf der Jagd nach dem Titel in der Bezirksliga

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Will Meister werden, schiebt die Favoritenrolle aber zum TSV Wetschen: Sulingens Coach Stefan Rosenthal.

Sulingen/Wetschen/Heiligenfelde - Von Carsten Drösemeyer. In der Fußball-Bezirksliga läuft derzeit alles auf einen Dreikampf zwischen Klassenprimus TSV Wetschen und dem Verfolger-Duo FC Sulingen/SV Heiligenfelde hinaus: Nach 17 Partien führt Wetschen das Feld mit 36 Zählern an, gefolgt vom FC Sulingen (35 Punkte) sowie den Heiligenfeldern, die momentan auf 33 Zähler kommen. Doch wer hat am Ende die Nase vorne? Hier die Stärken und Schwächen des Trios:

TSV Wetschen

Stärken: Die Wetscher gefielen bislang durch enorme Geschlossenheit. Obwohl in Nils Unger ihr mit Abstand bester Goalgetter zu seinem Heimatverein TSV Brockum zurückkehrte, konnte der TSV dieses Manko kompensieren. So sprang gerade das Duo Finn Raskopp/Steffen Winkler für den langjährigen „Mr. Wetschen“ in die Bresche. Winkler traf bereits neunmal, und Raskopp schlug achtmal zu. Weitere Pluspunkte des aktuellen Spitzenreiters: In Tim Becker/Lucas Weyer verfügt der TSV über das beste Torhüter-Gespann der Bezirksliga, der Oberliga-Erfahrungsschatz von Abwehrchef Sören Sandmann ist Gold wert – und die aus Lars Schulze und Philipp Nüßmann bestehende Doppelsechs gilt als kaum zu knacken.

Dazu kommen noch die ständigen Standard-Geniestreiche von Mittelfeld-Ästhet Erdal Ölge, sodass Wetschen zu Recht von der Landesliga-Rückkehr träumen darf.

Schwächen: Sind kaum zu erkennen. Einziges Fragezeichen: Können Winkler und Raskopp über die gesamte Saison hinweg Ausnahmekönner Unger ersetzen? Falls ja, dürfte der Titelgewinn nur über die Schützlinge von Coach Thomas Otte führen.

Stapelt noch tief: Wetschens Coach Thomas Otte sieht sein Team nicht als Topfavoriten auf den Titel.

So sieht es der Trainer: „Ich sehe uns nicht als Favoriten“, blockt Otte gewohnt bescheiden ab: „Aber für uns spricht momentan, dass ein Rädchen ins andere greift. Wir sind ein echtes Team. Das ist ein wirklicher Pluspunkt.“

FC Sulingen

Stärken: Die Sulestädter brillierten bisher durch unfassbare Konstanz. Patzer gegen die vermeintlichen Underdogs muss man mit der Lupe suchen. Und der FC weist einen auch in der Breite exzellent besetzten Kader auf. Selbst gravierendes Verletzungspech steckte Sulingen ungerührt weg und fand Lösungen. Zudem scheint Marian Pingel als Mittelstürmer seine Traumposition gefunden zu haben und markierte schon stolze 13 „Buden“.

Schwächen: So souverän der FC gegen „die Kleinen“ auftrat, in den Spitzenspielen fehlte Sulingen bislang die nötige Abgezocktheit. Sowohl gegen Wetschen als auch Heiligenfelde hieß es am Ende aus Sicht der Nordsulinger 2:3.

So sieht es der Trainer: „Wir wollen liebend gerne Meister werden“, redet Coach Stefan Rosenthal Klartext: „Aber ich sehe Wetschen einen Tick vor uns. Immerhin haben vier Wetscher Spieler bereits in der Oberliga gekickt. Das ist ein Riesenvorteil.“

SV Heiligenfelde

Stärken: Der SVH stellt in der Offensive das Nonplusultra dar: Das Quartett Björn Isensee/Tobias Dickmann/Janek Piontek/Joshua Brandhoff ist in der Bezirksliga einfach nicht zu toppen. Vor allem „Königstransfer“ Brandhoff dürfte im neuen Jahr noch oft den Unterschied ausmachen. Bisher traf er elfmal ins Schwarze, am Ende der Saison sind 30 Treffer keine Utopie.

Setzt auf die spielerische Komponente: Heiligenfeldes Trainer Torben Budelmann.

Schwächen: Da Abwehrchef Frank Weseloh aufgrund muskulärer Probleme ab und an ausfiel, fehlte Heiligenfelde häufiger die Konstanz in der Defensive. So kassierte der SVH gegen Drakenburg (0:4) und Nienburg (0:3) bittere Heimpleiten und „verschenkte“ die Tabellenführung. Sollte „Uschi“ in 2020 allerdings von Verletzungen verschont bleiben, ist mit Heiligenfelde ganz sicher noch zu rechnen.

So sieht es der Trainer: „Am Ende werden Kleinigkeiten über die Meisterschaft entscheiden“, ist sich Heiligenfeldes Coach Torben Budelmann ganz sicher: „Ich hoffe im Titelkampf einfach auf unsere spielerische Leichtigkeit. Wenn wir die beibehalten, dann muss man uns erst einmal schlagen.“

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