Stuhrs Mario Lawendel erfüllt sich in Frankfurt einen Traum / Sandra Ehlers Sechste

Triathlon-Tortur in knapp zehn Stunden

Bei seinem Zieleinlauf brach bei Mario Lawendel unbändige Freude über seine Zeit von unter zehn Stunden heraus.
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Bei seinem Zieleinlauf brach bei Mario Lawendel unbändige Freude über seine Zeit von unter zehn Stunden heraus.

Kreis-Diepholz - STUHR/WEYHE · Mit tausenden von Trainingskilometern hatten sich drei Stuhrer und zwei Weyher Triathleten auf den Frankfurter Sparkasse Ironman vorbereitet.

Nach 226 harten Wettkampfkilometer wurden vier von ihnen mit einem glücklichen Finish auf dem „Römer“ belohnt. Für den Schnellsten von ihnen erfüllte sich dabei ein Lebenstraum: In seinem erst zweiten Rennen über die Ironmandistanz unterbot Tri-Wolf Mario Lawendel vom LC Hansa Stuhr in 9:52:34 Stunden deutlich die Zehnstundenmarken.

„Der gemeinsame Schwimmstart von über 2 000 Athleten muss für die Zuschauer wirklich ein toller Anblick gewesen sein. Aber mittendrin in diesem Piranha-Becken geht es knallhart zu. Es wird geboxt, getreten und übereinander geschwommen“, erfuhr Mario Lawendel morgens um sieben im Langener Waldsee. Durch mehrstündigen Regen und Sturmböen wurde dann auch der Radsplit zu einer nassen und zudem gefährlichen Angelegenheit, die Folge waren außerordentlich viele Pannen und Stürze. Davon blieb Lawendel verschont. „Als ich auf die Laufstrecke ging, gab es dann nur noch einen Gedanken: Ich muss den Marathon „nur“ in 3:36 Stunden absolvieren, um mir meinen Traum zu erfüllen.“ Obwohl die Kilometer am Ende immer länger wurden und der Blick immer häufiger zur Uhr ging, war Lawendel dann sogar noch deutlich schneller. Die Momente des Zieleinlaufes dürften dem frischgebackenen Familienvater unvergesslich bleiben.

Eine Zeit weit unter zehn Stunden hatte sich auch Jan Neubauer zum Ziel gesetzt. Die wäre trotz Achillessehnenproblemen auch durchaus möglich gewesen, bis ein Raddefekt alle Hoffnungen zunichte machte: „Nur dank eines sehr hilfsbereiten Zuschauers, ebenfalls Triathlet, der mit dem Auto nach Hause fuhr, um mir ein Hinterrad zu holen, konnte ich überhaupt weitermachen. Das hat wohl knapp 30 Minuten gedauert.“ Danach hieß es für den Stuhrer: Hauptsache finishen, und das gelang nach 10:20:40 Stunden.

Ein tollen Wettkampf absolvierte der Rookie im Stuhrer Team. „Ich habe mir im Rennen immer kleine Ziele gesetzt. So bin so vom Kopf her immer total wach geblieben und hatte nie Zweifel, dass ich es packen würde“, beschreibt Philipp Rahier seine Taktik, mit der auch er seinen Zieleinlauf nach 11:22:40 Stunden genießen konnte.

Für Sandra Ehlers vom SC Weyhe hatte in Frankfurt ebenfalls ein gutes Finish oberste Priorität. „Natürlich hätte ich meine Zeit von Klagenfurt gerne getoppt, bin aber nicht wirklich davon ausgegangen. Denn leider war die Zeit für das umfangreiche Training nicht so gegeben wie beim ersten Mal.“ Doch wie vor zwei Jahren waren beim Zieleinlauf alle vorangegangenen Anstrengungen vergessen: „Der erste Tritt auf den roten Teppich löst ein unheimliches Glücksgefühl aus. Dabei jubelt einem die Menschenmenge zu.“

Während zeitgleich in Roth die offizielle ITU-Europameisterschaften stattfanden, kam Ehlers im Rahmen der in Frankfurt ausgetragenen Ironman-Europameisterschaft mit ihrer Zeit von 11:16:56 Stunden in ihrer Altersklasse W 35 auf einen ausgezeichneten sechsten Rang.

Frankfurter Ironman-EM, M 25: 22. Mario Lawendel 9:52:34 Stunden. M 30: 100. Jan Neubauer 10:20:40 Stunden, 205. Philipp Rahier 11:22:40 Stunden. W 35: 6. Sandra Ehlers 11:16:56 Stunden. · el

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