Silbersee-Triathlon: Noch machen Blaualgen dem Veranstalter zu schaffen

Tri-Wölfe sehnen sich nach niedrigeren Temperaturen

Auch beim Sprint der Damen wird es im Silbersee zu harten Positionskämpfen kommen. - Foto: el

Stuhr - Jan Neubauer hatte es geahnt. Der große Run auf die Startplätze beim 23. swb-Silbersee-Triathlon setzt erst in den letzten Wochen vor dem Wettkampf ein. „Wir haben jetzt nur noch ca. 30 Restplätze auf der olympischen und der Volksdistanz“, teilte der Organisationsleiter von den Tri-Wölfen des LC Hansa Stuhr mit. Mit den Tri-Wölfen hoffen auch die erwarteten 1000 Athleten, dass die derzeit für den Silbersee ausgesprochene Blaualgenwarnung bis zum 31. Juli aufgehoben wird.

Die Teilnehmerliste des 23. swb-Silbersee-Triathlon ist gespickt mit bekannten Namen. Kein Wunder, geht es doch in diesem Jahr auf der olympischen Distanz wieder um den Titel des Niedersachsenmeisters. Hinzu kommen die Landesliga-Teams. Im Sprint werden die Bremer Landesmeister gesucht. Und dann warten auf die Besten über 2500 Euro an Prämien.

In den vergangenen Jahren standen mit Maren Rösner (Tri-Team Schwarme) sowie dem jetzt für Hannover 96 startenden Ex-Stuhrer Philipp Fahrenholz wiederholt heimische Athleten auf dem Siegerpodest. Maren Rösner wird diesmal nicht dabei sein. „Ich befinde mich nicht im Training und mache dieses Jahr keine Wettkämpfe, da ich durch das Referendariat sehr eingespannt bin“, erklärte die angehende Lehrerin. Umso mehr fiebert Philipp Fahrenholz, im Vorjahr enttäuschter Gesamtachter, dem Wettkampf entgegen: „Den ersten Saisonhöhepunkt mit der DM in Heilbronn habe ich zwar in den Sand gesetzt, dafür liefen die Wettkämpfe in der Bundesliga sehr gut. Ich bin jedenfalls top motiviert, meine Schmach aus dem letzten Jahr wieder wegzumachen.“ Keine einfache Aufgabe in Anbetracht der Konkurrenz, angeführt von Vorjahressieger und Profi-Athlet Christian Hörper (1. TCO „Die Bären“ Oldenburg). Zu den Favoriten zählt auch Achim Groenhagen, der Anfang Juni mit seinem AK-Sieg beim Ironman 70.3 im Kraichgau ein Topresultat erzielte. Hoffnungen auf einen weiteren Landesmeistertitel kann sich Tri-Wolf Oliver Sebrantke machen. Zumindest nach der ersten Disziplin dürfte allerdings das Huchtinger Schwimmass Fabian Günther das Feld anführen. Als ältester Starter ist erneut Manfred Hinzmann dabei. Der Stuhrer wurde zuletzt Ende Juni in Düsseldorf auf der Sprintdistanz Deutscher Meister der Altersklasse M 75. Bei den Frauen ist Vorjahressiegerin Anke Schmitz-Elvenich (Bremerhaven) Favoritin.

Im Sprinttriathlon könnte sich Henrik Endl einen weiteren Bremer Meistertitel sichern. Mitfavoriten um den Gesamtsieg sind zudem Christian Siedlitzki (LAV Verden), Tabea Fricke (Hannover 96) und Kyra Frenz (TuS Rotenburg).

Neben den Cracks werden beim swb-Silbersee Triathlon auch zahlreiche Triathloneinsteiger vor allem im Volkstriathlon und in den Staffelwettbewerben erwartet.

In Anbetracht der Starterfelder haben die Tri-Wölfe keinerlei Sorge, dass es wieder sehr attraktive Rennen geben wird. Mehr Kopfzerbrechen bereitet Jan Neubauer dagegen die Situation bei den Helfern: „Uns fehlen noch über 50 Helfer in allen Bereichen, wir brauchen dringend weitere Unterstützung.“

Interessierte sollten sich möglichst bald über die Homepage www.silbersee-triathlon.com als Helfer melden. Schließlich erwarten alle, dass die derzeit vorhandenen Blaualgen, die die Wasserqualität beeinträchtigen, am Sonntag kein Thema sind. Dafür wünschen sich die Tri-Wölfe ausnahmsweise alles andere als Triathlonwetter, nämlich Regen und sinkende Temperaturen. - el

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