Tri- und Quadrathlet vom SC Weyhe feiert in Hannover-Limmer größten sportlichen Erfolg

Schmelzer holt DM-Gold und WM-Bronze

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Bewies auch mit dem Kajak seine Klasse: Der 56-jährige Thomas Schmelzer vom SC Weyhe.

Weyhe - Monika Schmelzer machte sich Sorgen um ihren Ehemann. Ob er sich da nicht ein bisschen zu viel zugemutet hatte. Doch der Daumen von Thomas Schmelzer zeigte bei jeder Runde, an der er an seiner „besseren Hälfte“ vorbeizog, optimistisch nach oben: Alles klar. Nach exakt 9:07:19 Stunden hatte der Tri- und Quadrathlet vom SC Weyhe seinen bislang größten sportliche Erfolg unter Dach und Fach. Beim Wasserstadt-Quadrathlon in Hannover-Limmer, der zugleich als deutsche und Weltmeisterschaft ausgetragen wurde, holte sich Schmelzer auf der Langdistanz den DM-Titel und zugleich WM-Bronze in seiner Altersklasse M 50.

Die Quadrathleten sind innerhalb der Triathlonszene eine verhältnismäßig kleine Gruppierung. Der Triathlon wird dabei um das Kajakfahren als dritte Disziplin ergänzt. Damit ist der Wettkampf etwas für Spezialisten, man kennt zumindest auf nationaler Ebene seine Konkurrenten.

Rund 30 Quadrathleten gingen insgesamt in Limmer an den Start. In seiner Altersklasse der 50- bis 59-Jährigen hatte Schmelzer zwei Favoriten um den DM-Titel ausgemacht, doch die suchte er beim Schwimmstart vergeblich. Nach 3,8 km im Lindener Stichkanal in 1:19:48 Stunden ging Schmelzer als Zweiter hinter dem am Ende siegreichen Tschechen auf die 90 km lange Radstrecke und absolvierte diese in ordentlichen 3:03:53 Stunden. Auch die fünf Runden zu je vier Kilometern mit dem Kajak im Leineabstiegskanal bewältigte der 56-Jährige im 2:22:21 Stunden konstant, lediglich der spätere Zweitplatzierte Brite zog vorbei. Die größten Probleme erwartete der Weyher beim finalen Halbmarathonlauf durch die Herrenhäuser Gärten. Nicht genug, dass die Temperaturen inzwischen hochsommerlich waren. Schmelzer hatte beruflich bedingt weniger trainiert. Wenige Tage zuvor war sein Start zudem aufgrund einer beim Triathlon in Bokeloh zugezogenen Blockade im Rücken noch fraglich gewesen.

Und schließlich kam noch etwas dazu: Schmelzer ist seit längerem mit zwei künstlichen Hüftgelenken unterwegs. „Um überhaupt sportliche Herausforderungen mit Endo-Prothesen zu bewältigen, muss man selbst etwas tun und vor allem es auch wollen“, bemerkt Schmelzer dazu. Bloß nicht übertreiben beim Laufen, lautete daher die eigene Vorgabe.

Ehefrau Monika nahm erleichtert zu Kenntnis, dass ihr Mann seine Kilometer ohne Schwierigkeiten in einer Zeit von 2:21:15 Stunden abspulte. „Ich dachte, ich wäre hier die Gurke“, schmunzelte der Weyher mit Rückblick auf seinen erfolgreichen Wettkampf. Das Ergebnis mit DM-Gold und WM-Bronze übertraf bei weitem die eigenen Erwartungen.

el

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