Schmidt und Spieler angefressen / Recker zieht interne Lösung vor / Otte reizt Aufgabe

Trennung von Trainer Müller erhitzt mächtig die Gemüter

Kreis-Diepholz - Von Matthias BorchardtWETSCHEN · Sportlich gesehen läuft’s beim Fußball-Bezirksligisten TSV Wetschen besser denn je – als Tabellenzweiter steuert die Mannschaft auf Meisterschaftskurs. Doch die bevorstehende Trainer-Ablösung von Stefan Müller nach der Saison hat mächtig Staub aufgewirbelt. Wie bereits berichtet, übernimmt der derzeitige Landesliga-B-Junioren-Coach Thomas Otte vom JFV Rehden/Wetschen/Diepholz (RWD) den TSV Wetschen zur neuen Serie.

Wetschens Co-Trainer Sebastian Schmidt ist ziemlich angefressen über die bevorstehende Trennung von Stefan Müller: „Das ist Dorfgespräch Nummer eins, keiner kann es verstehen. Das ist eine Entscheidung vom Vorstand. Wir spielen die beste Saison der Vereinsgeschichte, und dann kommt so etwas, das ist schon sehr überraschend. Die Truppe ist top, so gut habe ich sie noch nicht gesehen.“ Ob er nach der Spielzeit weitermacht, lässt er offen: „Ich bin unsicher wie viele Spieler auch. Es müssen noch einige Gespräche geführt werden.“

Auch Abwehrchef Marcus Pfannenschmidt weiß noch nicht, wie es weitergeht: „Es ist noch alles offen. Ich war von der Entscheidung schon überrascht. Für Stefan Müller tut es mir leid. In der Mannschaft steckt Qualität, und der Zusammenhalt ist richtig gut.“ Der 29-Jährige wird auch in den kommenden Begegnungen alles geben, damit am Ende Platz eins oder zwei herausspringt: „Wir spielen Fußball, um zu gewinnen.“ Was passiert, wenn der TSV Wetschen Meister wird? „Wenn alle bleiben, würde ich auch Landesliga spielen“, unterstreicht Marcus Pfannenschmidt.

Mittelfeldakteur Marcell Katt hätte gern mit dem jetzigen Coach weiter gearbeitet: „Wir sind doch erfolgreich. Warum der neue Weg nicht mit Stefan Müller gegangen wird, verstehe ich nicht.“ Das fragt sich auch Sebastian Schmidt: „Stefan kann auch mit jungen Leuten arbeiten.“

Klaus Recker, Vorsitzender des TSV Wetschen, steht zu der Vorstandsentscheidung: „Wir haben mit Stefan Müller keinen Streit, aber wir ziehen eine interne Lösung mit Thomas Otte vor.“ Er weiß, dass er jetzt mit seinen Vorstandskollegen gefordert ist: „Wir werden mit den Spielern sprechen. Es kann eine große Abwanderung an Akteuren geben. Wir setzen aber auf unsere jungen Spieler, sie sind unsere Zukunft.“

Der Vorstands-Boss räumt Fehler bei der Bekanntgabe des Trainerwechsels am Sonnabend vor dem Topspiel beim Spitzenreiter SC Uchte (0:0) ein: „Die Situation ist für mich auch nicht befriedigend – so wie es abgelaufen ist.“

Thomas Otte musste bei der Trainer-Anfrage nicht lange überlegen: „Die Aufgabe hat mich gereizt, zumal der Heimverein auf mich zugekommen ist. Ich finde es gut, dass der TSV Wetschen noch mehr auf die Jugend setzen will.“

Der 48-Jährige trainiert seit 14 Jahren verschiedene Jugendmannschaften, zunächst beim TSV Wetschen und nun beim Juniorenförderverein Rehden/Wetschen/Diepholz (RWD). Mit den Landesliga-B-Junioren des JFV Wetschen trainiert der C-Lizenz-Inhaber dreimal in der Woche und belegt den dritten Platz.

Der Versicherungskaufmann freut sich auf die neue Aufgabe, kündigt bereits an: „Es wird kein radikaler Schnitt gemacht. Ich kenne die Mannschaft, das Gerüst habe ich im Kopf. Die Gespräche mit den Spielern laufen noch.“

Auf alle Fälle warten auf die Verantwortlichen noch turbulente Tage, es gibt einiges zu klären. Stefan Müller rechnet mit einer „Trotzreaktion“ der Mannschaft und sagt: „Ich werde den Erfolg genießen.“

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