Sulingens Brinkmann reist mit Sorgen zu Ramlingens Becker

Treffen der Trainer-Freunde

Sulingen - Eigentlich hätte David Schröder am Sonntag zwischen den Pfosten des TuS Sulingen stehen sollen. Doch der Polizeischüler hatte am Samstag zuvor die halbe Nacht durchgebüffelt – und morgens schlichtweg den Wecker überhört.

Dadurch verpasste der Torwart des Landesligisten den Treffpunkt für die Fahrt zum TSV Mühlenfeld, preschte (ohne Blaulicht, vermutlich aber nicht immer mit dem Blick fürs Tempolimit) der Mannschaft hinterher, kam pünktlich an – doch Trainer Walter Brinkmann ließ angesichts dieses Stresses für Schröder lieber Marc Jamieson den Vortritt. „Auch Verschlafen kann passieren“, weiß TuS-Trainer Walter Brinkmann jetzt –  doch für eine Sanktion musste er doch zu sehr über diesen Fauxpas schmunzeln. Also gibt's keine Suspendierung, und sie wäre auch fatal: Denn da Keeper-Kollege Marc Jamieson morgen arbeiten muss, ist Schröder im Auswärtsspiel ab 14 Uhr beim SV Ramlingen-Ehlershausen gesetzt.

Ohnehin hat Brinkmann schon genug Sorgen. Denn der Einsatz von Kapitän Dennis Neumann ist nach dem Mühlenfeld-Spiel fraglich. „Der Junge bekommt immer was auf die Socken, aber diesmal hat sein Knie reagiert und ist angeschwollen“, seufzt der TuS-Coach. Zudem bangt er um den Einsatz von Stürmer Mehmet Koc, der die jüngste Trainingseinheit mit einem dicken Knöchel beendet hat. „Wenn beide ausfallen, habe ich hinterher keinen Grund zum Jubeln“, ahnt Brinkmann. Stattdessen würde er seinem Kollegen Kurt Becker gratulieren – könnte dies aber gut verschmerzen. Denn erstens „ist Kurt ein guter Trainer-Freund von mir geworden“, berichtet Brinkmann: „Wir telefonieren fast jede Woche und tauschen uns über die Gegner aus.“ Zweitens ist ihm der 1:0-Sieg im Hinspiel noch ein bisschen unangenehm: „Wir haben absolut glücklich gewonnen.“

Es war eine dieser vielen knappen Niederlagen für Beckers Ramlinger, die mehrere Konkurrenten vor der Saison größtenteils als Liga-Favoriten gehandelt hatten und die nun auf dem vorletzten Tabellenplatz stehen. Aufsteiger Sulingen ist nach der Hinserie hingegen voll im Soll, steht als Siebter über dem Strich. „Mindestens ebenso wichtig ist, dass wir viel gelernt haben“, stellt Brinkmann klar: „Wir können die Stärken der Gegner jetzt besser einschätzen.“ Beste Voraussetzungen also für eine gute Rückrunde. · ck

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