„Württemberg-Cup“: Brinkum 1:1 gegen Melchiorshausen

Trebins Traumtor nur einen Punkt wert

Moralische Unterstützung: Top-Sprinterin Anna-Lena Freese (li.), Freundin von Torben Drawert (daneben), drückte den Stuhrern gestern die Daumen. - Foto: Töbelmann

Ristedt - Von Gerd Töbelmann. Auch die gestrige Nässe hielt die Fans des Ristedter Fußball-Turniers um den „Württemberg-Cup“ nicht vom Besuch ab. 300 waren gekommen, um die ersten Spiele der Gruppe B zu verfolgen. Dabei trennten sich die Bezirksligisten TV Stuhr und SV Heiligenfelde 1:1. Das Duell der beiden Bremen-Ligisten Brinkumer SV gegen Aufsteiger TSV Melchiorshausen endete ebenfalls mit 1:1.

TV Stuhr - SV Heiligenfelde 1:1 (0:0): In der ersten Halbzeit wurde den Zuschauern nur Magerkost geboten. Ein Erklärungsversuch von SVH-Trainer Walter Brinkmann: „Wir haben schon unendlich oft gegen Stuhr gespielt. Und ganz oft hat diejenige Mannschaft das Spiel gewonnen, die mit 1:0 in Führung gegangen ist. Deshalb war erst einmal Sicherheit allererste Priorität. Ich gebe aber auch zu, dass der Offensivwille nicht so stark ausgeprägt war. Insgesamt war es ein gerechtes Ergebnis.“

Das sah Kollege Stephan Stindt etwas anders: „Ich denke, dass wir die Mehrzahl der Chancen hatten und ein 1:0 verdient gehabt hätten. Das Gegentor in der Schlussphase ärgert mich mächtig.“

Dabei erhielten die Stuhrer weibliche Unterstützung. Anna-Lena Freese, die verletzte deutsche Top-Sprinterin und Freundin von TVS-Stürmer Torben Drawert, drückte dem Stindt-Team die Daumen. Angesprochen auf die gerade beendete Leichtathletik-EM meinte Freese nur kurz: „Ich habe mir keine Minute im Fernsehen angeschaut.“ Eine Freese ohne Verletzung wäre sicherlich in Amsterdam und danach womöglich auch bei Olympia in Rio an den Start gegangen.

Nach der langweiligen ersten Halbzeit wurde es danach besser. Die beste Stuhrer Chance vergab Robin Verzagt mit einem nicht gut genug ausgeführten Lupfer (44.). Nach Chancen von Daniel Horeis (Stuhr/50.) und Björn Isensee (SVH/59.) sorgte Fynn Rusche in der 65. Minute für das Stuhrer 1:0. Nach Foul an Verzagt behielt er vom Punkt die Nerven und verwandelte sicher.

Auf der Stuhrer Bank wähnten alle, wohl auch Anna-Lena Freese, ihr Team im Ziel. Doch zwei Minuten vor dem Ende die kalte Dusche. Nachdem Jenno Bülders ausgerutscht war (sein einziger Fehler als Verteidiger), schnappte sich Isensee den Ball, umkurvte auch noch Keeper Kevin Keßler und schob aus spitzem Winkel zum 1:1-Endstand ein.

Brinkumer SV - TSV Melchiorshausen 1:1 (0:1): Schrecksekunden hatte Brinkum schon weit vor dem Anpfiff zu verkraften, denn Offensivmann Marcel Dörgeloh und auch Mittelfeldspieler Lars Tyca drohen wegen einer Schambeinentzündung längere Pause. „Ich gehe sogar davon aus, dass beide bis Weihnachten fehlen“, meinte BSV-Trainer Kristian Arambasic kopfschüttelnd.

Und auf dem Platz folgte schnell der nächste Schock, denn in der dritten Minute brachte Tim Cohrs den Bremen-Liga-Aufsteiger mit 1:0 in Führung. Brinkum hatte das Match bei Dauerregen natürlich optisch im Griff und erspielte sich auch Chancen. Aber der Ausgleich fiel erst in der 45. Minute durch Neuzugang Tom Trebin, der aus 16 Metern in den Winkel traf. „Das war das bisher schönste Tor des Turniers“, meinte Platzsprecher Henry Stöver.

Danach drängte Brinkum zwar auf den Siegtreffer, aber der wollte dem Titelverteidiger nicht gelingen. „Wenn wir in der einen oder anderen Situation noch cooler im Abschluss sind, können wir das Ding sogar gewinnen. Aber insgesamt bin ich froh, dass wir uns heute viel besser verkauft haben als im vergangenen Jahr. Diesmal hat der Kampf gepasst“, meinte Melchiorshausens Spartenleiter Heiner Böttcher. Und BSV-Trainer Arambasic bilanzierte: „Nach der Pause hatten wir das Spiel in der Hand, aber Melchiorshausen hat echt gut verteidigt.“

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