Brinkum 3:4 bei Leschnik-Premiere

Trauer trotz toller Aufholjagd

Das war die Krönung der Brinkumer Aufholjagd: Torschütze Ugur Saatci (li.) und Kevin Müller feiern das 3:3.

Kreis-Diepholz - Von Gerd TöbelmannBRINKUM · Für neutrale Beobachter war das gestrige Bremenm-Liga-Match des Brinkumer SV gegen den FC Bremerhaven ein Hochgenuss, denn es gab sieben Tore zu bestaunen. Für Brinkum indes war’s ein Graus, denn die Gastgeber machten aus einem 0:3 ein 3:3 – um dann doch mit 3:4 (0:2) zu verlieren.

Nicht nur die Brinkumer Spieler waren geknickt – auch Trainer Florian Leschnik hätte sich seine Premiere als Chef, zwei Wochen nach der Spieler-Revolte gegen Vorgänger Holger Zander, anders vorgestellt: „Das ist bitter, dass wir das Ding nach dieser tollen Aufholjagd noch verlieren. Aber das Spiel hat auch gezeigt, dass die Moral stimmt und das kein blutleerer Auftritt war. Wir haben jederzeit taktische Disziplin gezeigt.“ Leschnik musste aber auch einschränken: „Bis auf die letzten zwei Minuten in der ersten Halbzeit.“

Als alle schon mit einem torlosen Gang in die Kabinen rechneten, schlugen die Bremerhavener zweimal eiskalt zu. Nach Fehler des ansonsten guten Steffen Prigge erzielte Haci Karaca das 1:0 (45.). In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit versetzte Muharem Nicevic den Brinkumer nach toller Vorarbeit von Nehat Shalaj mit dem 2:0 den nächsten Tiefschlag.

Leschnik lobte zwar die Disziplin seiner Truppe, aber Fakt war auch, dass Bremerhaven spieltechnisch eine Klasse besser war. Der BSV konnte sich in etlichen Szenen bei Keeper Niclas Bertram bedanken, nicht früher in Rückstand geraten zu sein.

Gleich nach der Pause erhöhte erneut Karaca nach einer Ecke auf 3:0 – Brinkum schien einer deftigen Packung entgegenzuschliddern. Doch die Mannschaft riss sich am Riemen. Das klappte auch deshalb, weil der FCB anfing, Brinkum „verarschen“ zu wollen. Mit abnehmender Kraft ging dieser Schuss für die Seestädter aber nach hinten los.

▪ „Alle rennen

▪ nach vorn“

Brinkum fand wie ein Phönix aus der Asche zurück ins Match. Daniel Horeis traf nach Ecke volley zum 1:3 (57.), Nico Dörgeloh schoss nach feinem Zuspiel von Ugur Saatci das 2:3 (75.), und Saatci selbst schaffte nach schnell ausgeführtem Freistoß den zügigen 3:3-Ausgleich (76.). Bremerhaven war ohne Zweifel angeknockt und schien die Strafe für das teilweise arrogante Auftreten zu kassieren.

Doch Brinkum war zu gierig. Abwehrchef Andreas Liebhard brachte es später auf den Punkt: „Nach dem 3:3 rennen alle nach vorn, um das Siegtor zu schießen. Wir hätten das Spiel erst einmal beruhigen sollen.“

Nur zwei Minuten nach dem Ausgleich gelang Jannis Kurkiewicz das 4:3 für Bremerhaven. Brinkum drückte danach zwar mit Macht auf den Ausgleich, doch außer einem gefährlichen Liebhard-Kopfball in der Nachspielzeit sprangen dabei keine Hochkaräter mehr heraus.

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