Weder Zu- noch Abgänge beim Fußball-Bezirksligisten

„Transfermarkt“ ohne Twistringen

So schmeckt die Vorbereitung: Die SCT-Mannschaft um Saimir Dikollari (links) und Philipp Meyer (rechts) ackert unter anderem am Bassumer „Utkiek“ – im beliebten Naherholungsgebiet standen für die Twistringer „schöne“ Lauf- und Sprintübungen auf dem Programm. Berg rauf, Berg runter. Und Coach Uwe Küpker hielt es per
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So schmeckt die Vorbereitung: Die SCT-Mannschaft um Saimir Dikollari (links) und Philipp Meyer (rechts) ackert unter anderem am Bassumer „Utkiek“ – im beliebten Naherholungsgebiet standen für die Twistringer „schöne“ Lauf- und Sprintübungen auf dem Programm. Berg rauf, Berg runter. Und Coach Uwe Küpker hielt es per

Zu den Saisonvorschauen der einzelnen Mannschaften erscheint in dieser Zeitung auch immer ein Bild der Neuzugänge. Beim SC Twistringen nicht. Der Grund ist ganz einfach: Es gibt keine!

Twistringen –Trainer Uwe Küpker hat sich ganz bewusst dazu entschieden, den Kader des Fußball-Bezirksligisten nicht zu verändern – im Glauben, dass seine Mannschaft noch weiter zusammenwächst und eine gute Saison hinlegt. „Wir hatten im vergangenen Jahr eine Blutauffrischuing, einen Umbruch. Da sind viele dazugekommen – und jetzt sind sie eben nur etwas älter. Wir haben deshalb gar nicht großartig gesucht“, erklärt der SCT-Coach und fügt mit Blick auf die lange Corona-Zwangspause an: „Wichtig ist jetzt einfach, die Jungs ans Spielen zu kriegen.“

Der Twistringer Kader für die anstehende Serie umfasst 21 Spieler – in den nächsten Monaten werden es jedoch nur 20 sein. Marcel Avdulli hat sich im Training einen Kreuzbandriss zugezogen und fällt lange aus. Es gibt aber einige Kandidaten, die seine Position rechts in der Viererkette übernehmen könnten: Marvin Schwenker, Rene Brinkmann oder auch Marco Obst. Zunächst nicht zur Verfügung steht zudem Enrico Rigoletto Müller, der aus beruflichen und privaten Gründen laut Küpker derzeit wenig Zeit für Fußball habe. Seinen Pass lässt der frühere Rehdener Regionalliga-Jugendspieler erst einmal in Twistringen. Ob und wann er wieder einsteigt, ist jedoch offen. Dafür ist Phil Brunkhorst nach längerer Verletzungspause (Adduktorenprobleme) wieder zurück. „Ein ganz wichtiger Mann für die Viererkette“, betont Küpker.

Lieber große Liga

Um für eine nicht auszuschließende erneute Corona-Zwangspause gewappnet zu sein, spielt auch die Fußball-Bezirksliga mit „Diepholzer“ Beteiligung in der kommenden Saison wieder mit zwei Achter-Staffeln. Twistringens Trainer Uwe Küpker kann sich mit diesem Modell nicht wirklich anfreunden. „Wir sind der südlichste Club in unserer Staffel – und nur gegen Mannschaften aus dem Norden zu spielen, ist nicht so reizvoll. Eine richtige Liga mit 16 Teams und Duellen auch gegen den FC oder TuS Sulingen II oder den TuS Lemförde wäre mir deutlich lieber.“ Eine Option wäre es laut Küpker gewesen, bereits Anfang und nicht erst Mitte August loszulegen – und dann mit einer großen Liga.

Der Rest bleibt zusammen und bildet ein Team, das „zu 80 Prozent“ aus Twistringen oder der Umgebung kommt“ (Küpker), jung und hungrig ist und einiges erwarten lässt. „Sudweyhes Trainer ,Benni‘ Jacobeit hat nach unserem 3:0-Sieg letztes Jahr im Herbst gesagt: ,Da hat uns deine wilde Horde aber ganz schön vorgeführt.‘ Und ich denke, wilde Horde passt eigentlich ziemlich gut“, meint Küpker und schmunzelt. Für ihn werde es hauptsächlich darum gehen, eine Balance herzustellen zwischen dem jugendlichen Offensivdrang und einer gewissen defensiven Sorgfalt: „Wir wollen weiter attraktiven Fußball zeigen, klar. Aber wir müssen lernen, auch mal auf Ergebnis zu spielen. Da bin ich dann gefragt. “

Spätestens zur Rückserie werden noch weitere Jungs dazustoßen, die sich beweisen wollen – aus der Landesliga-A-Jugend der JSG Twistringen, die in diesem Sommer (weil fast alle im jüngeren Jahrgang waren) keine Talente in den Erstherren-Kader spült. Aber eben in naher Zukunft. „Von ihnen werden in absehbarer Zeit welche mittrainieren und vorsichtig eingebaut“, kündigt Küpker an: „Das ist eine super Mannschaft.“ Und sollte die Personalnot mal groß sein, „haben wir ja auch noch unsere zweite Herren, wo Timo Rathkamp als Trainer einen sehr guten Job macht“. Auch von dort könnten bei Bedarf Verstärkungen kommen.

Insgesamt denkt Küpker, dass sein Team – weil unverändert und eingespielter – stärker ist als in der abgebrochenen Vorsaison. „Das hoffe ich. Der Sprung aus der Jugend in den Herrenbereich war für viele gewaltig. Das kennt man ja. Aber jetzt ist der Welpenschutz weg – und die Jungs müssen ihren Mann stehen.“ Der SCT-Coach ist guten Mutes, dass dies gelingt und bei vielen der nächste Entwicklungsschritt folgt. Dennoch gibt er als Saisonziel „nur“ einen Platz in der oberen Tabellenhälfte der Achter-Staffel aus. Seine Begründung: „Sudweyhe und Seckenhausen werden wieder hoch gehandelt. Danach kommt Heiligenfelde – und die Fünf dahinter sind etwa auf einer Linie.“

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