„Trainingsbeteiligung ist miserabel“

Klausmann hadert mit der Mentalität

Melchiorshausen - Die Luft beim TSV Melchiorshausen ist raus. „Alles andere wäre eine Lüge“, bestätigt Coach Reiner Klausmann. Sein Club schleppt sich dem Ende einer enttäuschenden Saison in der Bremer Fußball-Landesliga entgegen. „Natürlich sind wir nicht zufrieden, vor allem nach dem guten Saisonstart hatten wir uns mehr erhofft“, sagt Spartenleiter Heiner Böttcher: „Wir wollten weiter oben stehen.“ Letztes Jahr beendeten sie die Saison auf Rang fünf, dieser Platz ist derzeit neun Punkte weg – bei noch drei Partien und 33 Toren Rückstand nicht mehr erreichbar.

Der TSV steckt seit Wochen im Tabellen-Mittelfeld fest – durch zuletzt zwei Pleiten geht nach oben nichts mehr, nach unten kann auch nichts anbrennen. „Ich hatte mir zuletzt schon noch einen Schub gewünscht, so dass wir vielleicht noch Fünfter hätten werden können, aber mit unserer miserablen Trainingsbeteiligung kann man nichts bewegen. Das ist nicht landesliga-tauglich“, sagt Klausmann.

Hergeschenkt wird natürlich trotzdem nichts. Für das Spiel beim Tabellenvierten OT Bremen (Sonntag/15.00 Uhr) ist die Devise klar. „Wir können und wollen ihnen Paroli bieten. OT hatte eine ähnlich schwankende Saison wie wir. Daher glaube ich, wer am Sonntag das erste Tor machen wird, wird auch gewinnen“, sagt Klausmann, für den sich zumindest im Tor die Personallage entspannt hat. Keeper Jens Ruscher ist aus den Flitterwochen zurück, wird somit im Kasten stehen. Allerdings ist für Yannik Funck die Saison gelaufen, der Mittelfeldspieler hat sich eine Sehne im Oberschenkel gerissen.

Für Klausmann („Ich bin froh, wenn die Saison um ist“) ist es die drittletzte Begegnung als Hauptverantwortlicher auf der TSV-Bank, danach übernimmt Wilco Freund. Der scheidende Coach hat ein Mentalitätsproblem ausgemacht: „Das ist heutzutage einfach eine ganz andere Generation, die den Fußball anders lebt. Ich kann mich in meiner langen Fußballzeit nicht an ein Training erinnern, in dem ich gefehlt habe.“ Auch die Identifikation mit den Vereinen sei früher eine andere gewesen, sagt Klausmann: „Wenn wir nicht die gemeinsamen Essen nach den Spielen hätten, hätten wahrscheinlich einige der Spieler noch nie unser Vereinsheim von innen gesehen.“

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