Training ist härter: HSG Barnstorf/Diepholz fertigt Oldenburg 40:26 ab / Virus ohne echte Folgen

Spitzenreiter für 24 Stunden

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Ulf Grädtke liegt quer in der Luft. Der Barnstorfer Kreisläufer war zwar angeschlagen, erzielte aber dennoch vier teilweise sehenswerte Tore.

Diepholz - Von Gerd Töbelmann. Jetzt hat Handball-Oberligist HSG Barnstorf/Diepholz dem zuvor lange führenden ATSV Habenhausen nach dem Sieg im direkten Duell die nächste Denksportaufgabe gestellt: Nach dem gestrigen 40:26 (21:10) vor 400 Zuschauern in eigener Halle gegen den TvdH Oldenburg übernahm die HSG die Spitze – Habenhausen muss heute in Friedrichsfehn nachlegen, um Barnstorf wieder abzulösen.

„Gut, dass uns sowas gegen einen Tabellenvorletzten passiert“, sagte Barnstorfs Trainer Mario Mohrland vor dem Match und meinte damit die kurzfristigen Absagen. Die Stammspieler Martin Golenia (Abwehrchef) und Finn Richter (Linksaußen) hatte ein Magen- und Darmvirus niedergestreckt. Neuzugang Constantin Pasenau (kam aus Vilsen) war zwar bei bester Gesundheit, durfte aber nicht auf die „Platte“, weil seine Spielgenehmigung nicht vorlag.

Was aber egal war. Um es mal krass auszudrücken: Im Training geht es bei den Barnstorfern sicherlich härter zur Sache. „Das war irgendwie der erhoffte Spielverlauf für meine Mannschaft. Schon in der ersten Halbzeit haben wir alles klargemacht“, meinte Mohrland später. Barnstorf führte schnell mit 4:0 (5.) und legte dann einen 11:1-Lauf zur 18:7-Vorentscheidung (23.) hin.

Dass schon früh alles klar war, lag vor allem an zwei Protagonisten: Donatas Biras und Raul Ferent. Barnstorfs Keeper entschärfte zwölf Würfe und zusätzlich einen Siebenmeter – in 30 Minuten wohlgemerkt. Allerdings muss auch erwähnt werden, dass die Qualität einiger Würfe der Gäste nicht gerade sonderlich hoch war.

Und dann war da auch noch der Rumäne Ferent. Der 31-Jährige steht als Linksaußen gewöhnlich im Schatten von Finn Richter, nutzte aber gestern dessen Krankheit und warf in Halbzeit eins sieben seiner insgesamt acht Treffer – so viel wie noch nie im HSG-Dress. „Hat wirklich gut geklappt, aber die Anspiele von Tobias Meyer waren auch sehr gut“, sagte Ferent später ganz bescheiden. „Raul hat seine Chance heute wirklich gut genutzt. Das war eine überragende erste Halbzeit von ihm“, gab’s ein Sonderlob vom Trainer.

In der zweiten Halbzeit jedoch schlichen sich bem neuen Spitzenreiter „Kinderkrankheiten“ ein. Und damit meinte Mohrland die Tatsache, „dass wir unser System zu oft verlassen haben, weil jeder zu eigensinnig auf Torejagd gegangen ist.“ Anbrennen konnte indes nichts mehr, denn dafür war das Kellerkind aus Oldenburg zu schwach.

So glich die Partie in Ansätzen einer Wildwest-Veranstaltung, wobei Barnstorf zwar scharf schoss, aber zu selten traf. In die Tasche musste gestern noch Rechtsaußen Laurynas Palevicius greifen, der den 40. Treffer markierte und damit eine Kiste „Helles“ springen lassen musste.

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