Training ist derzeit fast unmöglich

„Das macht alles keinen Spaß mehr“

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Pinheiro

Syke - Von Arne Flügge und Daniel Wiechert. Der wochenlange Regen hat die Fußballplätze tief, pitschnass und weitgehend unbespielbar gemacht. Gleich reihenweise fallen Spiele aus. Auch am Wochenende droht vielen Clubs eine Zwangspause. Anstatt der üblichen Vorschauen auf die einzelnen Partien in der Landes- und Bezirksliga gehen wir einmal den Fragen nach: Wie halten sich die Teams fit? Kann überhaupt trainiert werden?

Landesligist TuS Sulingen hat das Glück, einen Kunstrasen zu haben. Es kann trainiert und gespielt werden. Allerdings muss Sulingen am Sonntag (14.00) auswärts bei der SG Hameln 74 ran – und deren Abteilungsleiter Frank-Uwe Schmidt sagt: „Alle Rasenplätze in Hameln sind bis auf Weiteres gesperrt, und ich glaube nicht, dass sich da etwas ändern wird...“

Auch der TSV Wetschen, der zuletzt gar nicht trainieren konnte, kann sich wohl am Sonntag (14Uhr) die Reise zum SV Ramlingen-Ehlershausen sparen. „Die Partie ist extrem gefährdet, sie wird höchstwahrscheinlich nicht stattfinden“, erklärt Ramlingens 2. Vorsitzender Andreas von der Becke.

In der Fußball-Bezirksliga sieht es nicht viel besser aus. „Wir können nur in der Halle trainieren oder auf der Straße laufen – mehr geht nicht“, meint Friedhelm Famulla, Trainer des SV Mörsen-Scharrendorf, vor dem Heimspiel morgen (14 Uhr) gegen den SV Heiligenfelde: „Es ist schwer, die Jungs bei Laune zu halten.“ Ganz anders ist die Gemütslage bei Walter Brinkmann. Zwar ist die Sportanlage gesperrt, „doch wir haben den alten Schulplatz wiederentdeckt. Der hat einen sandigen Untergrund und ist auch bei Dauerregen trainierbar“, freut sich der SVH-Trainer. Da an den Platz auch noch eine Halle grenzt, „haben wir Top-Voraussetzungen und wollen spielen.“

Diese Möglichkeiten hätte auch die SG Hoya gern. Doch Pustekuchen. „Wenn wir etwas machen können, dann nur rund um den Platz herum. Ein paar Mal waren wir in der Soccer-World in Arsten. Doch insgesamt gerät die Mannschaft total aus dem Rhythmus“, sagt Co-Trainer Florian Steinbach. Hoyas Heimspiel gegen den SC Twistringen fällt aus. Sehr zum Ärger auch von Stefan Müller. „Das ist für alle eine beschissene Situation. Das macht alles keinen Spaß mehr“, meint der SCT-Trainer, der mit seinem Team nur in die Halle nach Bassum ausweichen kann.

Sein Trainerkollege aus Bassum kennt Müllers Gefühle: „Die Trainingsarbeit ist schon beschwerlich. Es ist schon eine Woche her, dass wir mal auf den Platz gehen konnten. Am Dienstag war ich kurz dort, aber da brauchst du Schwimmflossen, wenn du auf dem Rasen etwas machen willst“, sagt Andreas Merdon. Er geht davon aus, dass das Heimspiel am Sonntag (14.00) gegen Marklohe ausfällt.

Um die Plätze nicht „komplett umzuflügen“, lässt Dirk Meyer, Trainer des TV Neuenkirchen, zwischen den Fußball-Feldern trainieren. Oder das Team weicht in die Halle nach Scholen aus. Gerade für Meyer als neuer Coach „völlig unbefriedigend“, da er versucht, neue Dinge umzusetzen. Das Spiel droht morgen (14 Uhr) in Drakenburg auszufallen.

Wie auch das für Sonntag (14 Uhr) geplante Heimspiel der SG Diepholz gegen Landesbergen. „Man schaut nur nach draußen, wie es aussieht. Momentan geht bei uns gar nichts“, sagt SG-Trainer Jörg Behrens, der in die Mühlenkamphalle ausweicht.

Weitaus besser gelaunt ist Stephan Stindt: „Egal, ob im August oder jetzt – aufgrund unseres Kunstrasenplatzes können wir den ganz normalen Rhythmus beibehalten. Wir wissen schon, dass das großer Luxus ist“, sagt der Trainer des TV Stuhr. Somit wird das Heimspiel am Sonntag (14 Uhr) gegen den FC Sulingen auch stattfinden.

Der wird erfinderisch: „Wir waren zuletzt zwei Mal im Fitnessstudio, haben Bodypump und Workout gemacht“, sagt FC-Trainer Pedro Pinheiro. Die Arbeit mit dem Ball sei dagegen deutlich zu kurz gekommen. Pinheiro ist deshalb Befürworter einer Generalabsage: „Das wäre am gerechtesten. Denn Vereine mit Kunstrasen haben einen Riesen-Vorteil.“

Uwe Behrens mag dem nicht widersprechen. Der Trainer genießt mit dem TuS Sudweyhe ebenfalls den Luxus eines Kunstrasenplatzes. Das Heimspiel am Sonntag (14 Uhr) gegen den BSV Rehden II ist nicht gefährdet. Daher äußert der Coach auch Verständnis für die Kollegen, die von einer gewissen Wettbewerbsverzerrung sprechen: „Ich muss Trainern, die das sagen, grundsätzlich Recht geben.“

In Rehden ist an einen normalen Trainingsbetrieb nicht zu denken. „Wir mussten das Pensum zuletzt deutlich runterschrauben. Eigentlich geht nur etwas auf unserem C-Platz, und der ist natürlich in erster Linie von unserer Ersten belegt“, sagt BSV-Trainer Sascha Feldt, der darauf setzt, dass sich seine Spieler individuell fit halten.

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