Neuanfang in Landesklasse

Trainerwechsel: Drogt löst Monsees ab

Trat einen neuen Job an und stieg als Trainer aus: Jens Monsees von der HSG Phoenix. Fotos: Westermann
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Trat einen neuen Job an und stieg als Trainer aus: Jens Monsees von der HSG Phoenix.

Bassum - Die Entscheidung ist ihm schwergefallen: Jens Monsees steigt beim punktlosen Handball-Frauen-Landesligisten HSG Phoenix nach einer Serie als Trainer aus. „Ich hätte gern weitergemacht, da mir die Mannschaft ans Herz gewachsen ist. Es ist schade, aber ich habe mich beruflich verändert“, unterstreicht der Leiter Projektmanagement Windenergie.

Da dem 47-Jährigen bei seinem kurzfristigen Amtsantritt im September vergangenen Jahres nur ein dünner Kader zur Verfügung stand (mehrere Leistungsträgerinnen waren nicht mehr dabei), musste er bei den Spielen immer wieder improvisieren. Er füllte die Mannschaft mit Spielerinnen aus der Zweiten und Dritten sowie der Landesliga-B-Jugend auf. Es reichte allerdings nicht, die HSG Phoenix verließ die Halle in 17 Partien 17-mal als Verlierer. „Ich bin stolz auf die Mädels, dass sie trotz der Niederlagenserie weitergemacht haben. Wir haben das Beste aus der Situation gemacht, uns zusammengerauft. Wir hatten auch Spaß“, sagt der in Bassum wohnende Monsees. Er coachte zusammen mit Mareen Kunze auch die weibliche B-Jugend der HSG Phoenix, landete mit ihr auf Platz zwei in der Landesliga.

Bekanntlich hatte die HSG Phoenix in der Serie 2018/19 unter dem damaligen Coach Christoph Schweitzer mit 14:30 Punkten den elften Platz belegt, musste in die Relegation. In einer Fünfer-Gruppe erreichte sie Rang vier und stieg aus der Landesliga Bremen ab. Da aber in der Landesliga der Region Weser-Ems ein Platz noch frei war, nahm die HSG Phoenix nach einer Anfrage das Angebot an und versuchte in einem neuen Gebiet ihr Glück. „Die Landesliga Weser-Ems ist stärker. Die Mannschaften waren einfach besser“, urteilt der gebürtige Bremer rückblickend. Positiv auf sich aufmerksam machten beim Schlusslicht Rückraumspielerin Lina Horstmann (54 Tore erzielt) und Kreisläuferin Lale Kuhangel, die gleichzeitig Abwehrchefin in der Mitte war. Auch die B-Jugendliche Antonia Hanke bot bei ihrem Mitwirken ordentliche Leistungen in der zweiten Reihe.

Der Wunschkandidat übernimmt: Sascha Drogt trainiert in der Saison 2020/21 die Frauen der HSG Phoenix.

Aufgrund der Corona-Pandemie hat der Handball-Verband Niedersachsen (HVN) die Spielzeit 2019/20 abgebrochen und für beendet erklärt. Es gibt nur Aufsteiger und keine Absteiger. Die HSG Phoenix hätte weiter in der Landesliga spielen können. „Wir haben uns in enger Abstimmung mit dem Vorstand aber gegen unser Startrecht in der Landesliga entschieden, da wir nur mit Glück die zweite Saison in Folge den Klassenverbleib erreicht haben“, erläutert die Mannschaftsverantwortliche Mareen Kunze (mit 59/38 Treffern beste Werferin beim Tabellenletzten) und ergänzt: „Wir hätten gern mit Jens weitergearbeitet, haben aber vollstes Verständnis für seine Beweggründe.“

Die Spielerinnen der HSG Phoenix konfrontierten den Vorstand mit Trainervorschlägen. Und einer dieser führte zu einem alten Bekannten: Sascha Drogt. „Drogts berufliche Situation hat sich mittlerweile etwas entspannt, sodass er sich sehr freute, als wir ihm den Trainer-Posten anboten. Er übernimmt die Damen zur Saisonvorbereitung“, sagt Vorstandsmitglied Jan-Niklas Glomb. Drogt hatte bis zu seinem Jobwechsel im Januar die Herren der HSG Phoenix in der Landesklasse trainiert. Er ist mit den Abläufen im Verein bestens vertraut. „Sascha ist unser Wunschkandidat gewesen und eine bessere Lösung als eine externe“, betont Vorstandsmitglied Jörn Köhnenkamp.

Drogt blickt zuversichtlich nach vorn: „Ich freue mich auf die neue Herausforderung und meine Rückkehr zur HSG Phoenix. Die meisten Spielerinnen der Mannschaft kenne ich bereits recht gut, und ich habe schon einige Spiele der Mannschaft gesehen. Das erleichtert mir den Einstieg ungemein.“ Nach den Abstiegen aus der Oberliga (Serie 2017/18) und der Landesliga versucht er nun mit einigen Nachwuchstalenten einen Neuanfang in der Landesklasse. „Wir haben beim HVN einen Antrag gestellt, fühlen uns in der Landesklasse besser aufgehoben“, verrät Köhnenkamp. Er hofft, dass die HSG Phoenix der Region Mitte-Niedersachsen zugeordnet wird und nicht der Region Weser-Ems.

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