Trainer des TuS Sulingen erwartet Heimspiel mit „Hochgeschwindigkeitsfußball“

Volldampf am Freitagabend: Brinkmann freut sich drauf

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Einer der schnellen Sulinger: Salam Garaf (rechts) dürfte morgen Abend daheim unter Flutlicht auf Revanche für die Hinspielniederlage gegen den VfL Bückeburg brennen.

Sulingen - Walter Brinkmann lehnt sich nie sonderlich weit aus dem Fenster. Mit Blick auf morgen Abend macht der Trainer des TuS Sulingen aber eine Ausnahme. Wenn seine Mannschaft ab 20 Uhr den Landesliga-Vierten VfL Bückeburg empfängt, „kann ich jedem, der Fußball mag, nur empfehlen, uns auf unserem Hochgeschwindigkeitsplatz zu besuchen“, bewirbt Brinkmann das Duell auf dem Kunstrasen des Sulinger Sportparks: „Meine Jungs lieben hohes Tempo, und die Bückeburger auch.“ Gut möglich also, dass die Nackenmuskulatur der Fans durch stetes Links- und Rechtsgucken ähnlich strapaziert wird wie beim Tennis.

Doch auch aus anderen Gründen freut sich Brinkmann auf die nächste Herausforderung. Erstens „können beide Seiten aufgrund ihrer Tabellensituation relativ entkrampft zu Werke gehen – obwohl es uns ja reizt, mit einem Sieg bis auf drei Punkte an ihnen dran zu sein“. Zweitens, weil „Bückeburg ein sehr solide geführter Verein ist, der in sieben der letzten zehn Jahre immer höherklassig gespielt hat und mit dementsprechend erfahrenen Leuten gute Qualität mitbringt“. Drittens, weil er dieser Qualität fast in bester Besetzung gegenübertreten kann. Mit Ausnahme der Langzeitverletzten Till Linsenhoff und Tomasz Tomasik muss der TuS-Trainer nur auf Jan Rieckhof (Trainingsrückstand nach Grippe) und den privat verhinderten Keeper David Schröder verzichten. „Also hat sich die Frage, wer im Tor steht, zugunsten von Marc Jamieson selbst beantwortet“, stellt Brinkmann klar.

Ansonsten hat er wenig Gründe, seine Stammformation zu verändern – trotz der jüngsten 1:2-Niederlage beim Vorletzten in Alfeld. Doch die ist aufgearbeitet, schließlich lag ja wegen des ausgefallenen Spiels in Tündern ein spielfreies Wochenende dazwischen. Einerseits gut zum Wundenlecken und Aufholen „für diejenigen, die krank waren und deshalb die eine oder andere Trainingseinheit verpasst haben“, räumt Brinkmann ein. „Andererseits ärgert mich, dass der Termin sofort hinten drangehängt wurde.“ Dadurch müssen die Sulinger nun am 14. Dezember nach Tündern – „als ob unsere quasi seit Juli laufende Hinrunde nicht schon lange genug wäre“, seufzt Brinkmann.

Fast so lange liegt die 2:3-Hinspielniederlage am 15. August gegen Bückeburg zurück – ebenfalls an einem Freitagabend. Manuel Meyer und Salam Garaf trafen für den TuS, Offensivmann Garaf sah in der Nachspielzeit allerdings die Rote Karte. „Wir haben also noch etwas gutzumachen“, weiß Brinkmann, der sich durch das Studium verschiedener Videos eines Schaumburger Regionalsenders akribisch auf den morgigen Gegner vorbereiten will. Eins weiß er aber schon jetzt: „Wir dürfen möglichst keine Standardsituationen zulassen – denn das ist eine ihrer Stärken.“ Und natürlich die Schnelligkeit – aber das gilt ja für beide Seiten.

ck

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