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Trainer Stindt nach Stuhrer Pleite gegen Drispenstedt stinksauer auf sein schwaches Team

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Von: Fabian Terwey

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Fabian Bischoff
Der Gegner lauert im Rücken: Stuhrs Fabian Bischoff bei der Ballannahme. © Terwey

Der TV Stuhr hat am Sonntag eine empfindliche Heimpleite kassiert. Trainer Stephan Stindt hatte beim 2:4 gegen den SC Drispenstedt viele Mängel im Spiel seiner Mannschaft erkannt.

Stuhr – Mit hängenden Köpfen schlichen die Spieler des Fußball-Bezirksligisten TV Stuhr vom Rasen. Die 2:4 (2:1)-Heimniederlage gegen den SC Drispenstedt hatte ihnen und ihrem verärgerten Trainer Stephan Stindt sichtbar zugesetzt. Währenddessen feierten die Gäste mit zehn mitgereisten Anhängern ihre ersten Punkte in der Abstiegsrunde mit einer Laola-Welle.

„Sehr traurig und erschreckend. Eine verdiente Niederlage, ein ganz schlechtes Spiel von uns. Wir hatten kein Passspiel, kein Zweikampfverhalten, kein Laufspiel und keine Motivation“, zählte Stindt die Mängel seines Teams schonungslos auf. Angreifer Torben Drawert sah es ähnlich: „Wir waren nicht bissig genug in den Zweikämpfen. In der zweiten Halbzeit haben wir uns ein wenig gesteigert. Letztlich reichte es nicht.“

„Unverdiente“ Stuhrer Führung zur Pause

Der Stürmer hatte das Stindt-Team in Führung geschossen (6.). Ein abgefälschter Schuss von Max Opitz war ihm im Strafraum vor die Füße gefallen. Die immer stärker werdenden Gäste glichen per Foulelfmeter aus (11.). Jonah Hellmers hatte seinen Gegenspieler Mohamed Kaawar bei einem Freistoß im Strafraum zu Fall gebracht. „Eine dumme Entscheidung, den Gegner im Strafraum zu schubsen“, sagte Stindt. Der Gefoulte verwandelte selbst gegen Stuhrs chancenlosen Torwart Niklas-Jonah Lührs.

Doch Stuhr schlug gegen dominierende Gäste zurück. Rechtsverteidiger Jenno Bülders legte den Ball raus auf die rechte Seite. Jesso Luca Wehrhahn schoss aus spitzem Winkel präzise zum 2:1 ins lange Eck (42.).

„Wir führen unverdient zur Pause und schaffen es nicht, den Vorsprung auszubauen oder zu verteidigen“, kritisierte Stindt. Einen Drawert-Schuss aus der Drehung fischte der glänzend aufgelegte Gäste-Keeper Christian Busche aus dem Winkel (47.), ein nächster 16-Meter-Schuss des Angreifers strich hauchzart am Pfosten vorbei (50.).

Spieler des Spiels: Faisel Rachidi

Der pfeilschnelle Angreifer des SC Drispenstedt stellte die Stuhrer mit seinen tiefen Läufen immer wieder vor Probleme und krönte seine Leistung mit dem Tor zum 4:2. 

„In der ersten Halbzeit waren wir klar besser. Bei denen waren die einzigen zwei Schüsse drin“, sagte Gäste-Trainer Christian Falk: „In den ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit haben wir uns schwer getan, uns dann aber in einen Rausch gespielt. Ein verdienter Sieg.“ Michael-Patrick Dittrich zog in den Stuhrer Sechzehner legte quer auf Mussolli Daut, und der Angreifer schob zum 2:2 ein (64.).

In der Folge traf Drawert noch zweimal den Pfosten: Zunächst drückte der überraschte Stuhrer einen lang und länger werdenden Freistoßball von Kapitän Fabian Bischoff von außen ans Aluminium (70.), dann klatschte sein Schuss aus dem Strafraum ans Gebälk (73.). Zwischenzeitlich hatte Drispenstedts Doppelpacker Daut eine Flanke zum 3:2 gegen die Laufrichtung des herausgeeilten Lührs ins Tor gedrückt (71.). Eine nächste Hereingabe schob Faisel Rachidi zum 4:2 ein (88.) – die Entscheidung. Stuhr steht nun an der Kante zu den Abstiegsplätzen. „Aber wir haben noch ein paar Spiele und die Möglichkeit, Punkte zu holen“, sagte Drawert. Stindt meinte: „Mit so einer Leistung holen wir allerdings keinen einzigen Punkt mehr.“

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