Trainer sagt zu / Geisler bleibt Spieler

Dirk Meyer übernimmt Neuenkirchen

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Dirk Meyer war zuletzt häufiger Zuschauer in Neuenkirchen. Ab der Rückrunde wird der 38-Jährige nun Trainer des Fußball-Bezirksligisten.

Kreis-Diepholz - Von Arne Flügge. Neuenkirchen Kreis-Diepholz - Von Arne Flügge. Michael Geisler wird seinen Job als Spielertrainer des Fußball-Bezirksligisten TV Neuenkirchen mit Ende der Hinrunde einstellen. Der selbstständige Geschäftsmann will künftig mehr Zeit für seine Familie haben. Und das aus einem schönen Grund: Ehefrau Jasmin erwartet im Februar ein Kind. Beruf, Trainerjob und Familie – das lässt sich auf Dauer nicht mehr zum Wohle aller vereinbaren.

„Die Verantwortung als Trainer hat mich schon ein bisschen aufgefressen“, räumt der 37-Jährige ein. Daher hat Geisler bereits vor Wochen den Club gebeten, einen neuen Trainer zu verpflichten. Und jetzt ist es amtlich: Dirk Meyer wird den TVN ab der Rückrunde übernehmen. Geisler bleibt der Mannschaft aber als Spieler erhalten.

In einem finalen Gespräch haben TVN-Vorsitzender Mark Heitmann und Spartenleiter Karsten Rode am späten Dienstagabend die Zusammenarbeit mit Meyer endgültig festgezurrt. Die Vereinbarung gilt für zunächst eineinhalb Jahre bis zum 30. Juni 2017. „Dirk war von Anfang an unser Wunschkandidat. Und wir sind froh, dass es jetzt geklappt hat“, sagt Rode: „Das ganze Paket passt.“

Der 60-Jährige, seit 31 Jahren Spartenleiter im TV Neuenkirchen, ist froh, dass Geisler weiterhin als Spieler zur Verfügung steht. „Er ist absolut fit. Wir brauchen ihn. Außerdem wird er mich in der Spartenleitung unterstützen. Ich weiß, dass er zeitlich sehr eingespannt ist, aber es ist schon allein sehr, sehr wichtig, wenn er mir Tipps gibt oder ich ihn bei Fragen anrufen kann.“

Für Geisler ist die Verpflichtung von Dirk Meyer die „perfekte Lösung“, wie er sagt, zumal Meyer „ein Top-Trainerteam“ und in Abwehrspieler Torben Schoof und Co-Trainer Thomas Weiner ehemalige Weggefährten aus Sulinger Zeiten vorfindet. „Er ist genau der Mann, den wir uns vorgestellt haben“, sagt Geisler, „Dirk passt absolut zum TVN. Er sieht in der Mannschaft Potenzial für die Zukunft. Und das zeigt doch, dass hier etwas wächst.“

Dem kann der künftige TVN-Trainer nur zustimmen. „Neuenkirchen hat eine richtig geile Truppe mit vielen jungen und hungrigen Spielern, aber auch – im positiven Sinne – ein paar alten Säcken, die die Mannschaft führen“, erläutert Meyer. Oberste Priorität habe für ihn natürlich der Klassenerhalt des Aufsteigers. „Wir wollen auch in der kommenden Saison noch in der Bezirksliga spielen“, sagt der 38-Jährige. Und Meyer ist diesbezüglich auch sehr zuversichtlich: „Es ist zwar noch ein weiter Weg. Aber die Truppe hat eine unglaubliche Mentalität: Kämpfen, bis zum Umfallen. Eine Mannschaft, die über Teamspirit und Einstellung kommt. Das entspricht voll meinen Vorstellungen.“

Nach dem letzten Hinrundenspiel gegen seinen Ex-Club SC Twistringen (Rode: „Das war Michaels Wunsch“) wird Geisler den Staffelstab am 15. November an Dirk Meyer weiterreichen. Offiziell steigt der langjährige Coach von Liga-Konkurrent FC Sulingen aber schon am 1. November ein, um ein intensives Gefühl für die Mannschaft und das Umfeld zu bekommen. „So habe ich ein paar Wochen Zeit, um reinzuschnuppern“, sagt Meyer, dem die rund neunmonatige Trainerauszeit gutgetan hat. „Ich habe gemerkt, dass es auch andere angenehme Dinge außer Fußball gibt. Doch jetzt hat es wieder gekitzelt. Es war die richtige Anfrage zum richtigen Zeitpunkt.“

Natürlich auch für Michael Geisler. Bleibt nur die Frage, ob er sich nach eineinhalb Jahren als Spielertrainer in Neuenkirchen schnell darauf einstellen kann, ab der Rückrunde nicht mehr das Sagen zu haben. „Kein Problem“, sagt „Michi“: „Ich spiele Fußball, um Spaß zu haben. Wenn ich auf dem Platz stehe, will ich jedes Spiel Gas geben und gewinnen. Da fällt es mir nicht schwer, mich unterzuordnen.“ Schließlich wird sein Wort als Führungsspieler auch in Zukunft sehr viel Gewicht haben. Und das soll es auch. Dirk Meyer dazu: „Michael bleibt weiterhin ein ganz wichtiger Bestandteil der Truppe. Ohne Wenn und Aber. Das war für mich auch Voraussetzung. Jetzt kann er sich ganz allein auf den Fußball konzentrieren.“ Und natürlich auch ein bisschen mehr auf seine Familie…

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