Trainer Rieken und Carsten-Frerichs froh über 32:27-Erfolg gegen ihren Ex-Verein

HSG Barnstorf/Diepholz glückt Revanche gegen TV Neerstedt

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Da können die Neerstedter Eike Kolpack (Nummer 14) und Björn Wolken nicht mehr eingreifen: Barnstorfs Kreisläufer Ulf Grädtke (r.) bot beim 32:27-Erfolg eine gute Leistung, der 31-Jährige erzielte sechs Tore.

Diepholz - Von Matthias Borchardt. Erfolgreiche Revanche für das 17:20 aus der Hinpartie: Handball-Oberligist HSG Barnstorf/Diepholz schlug am Freitagabend vor 270 Zuschauern in der Diepholzer Mühlenkamp-Halle den TV Neerstedt mit 32:27 (13:12).

Beide Mannschaften traten nicht in Bestbesetzung an. So fehlten bei den Gastgebern Cedric Quader (Knieprobleme), Laurynas Palevicius (Achillessehnenbeschwerden) und Andrius Gervé (krank). Obwohl er in den vergangenen drei Wochen aus beruflichen Gründen nur einmal trainiert hatte, kam Ulf Grädtke am Kreis zum Einsatz, und er machte ein gutes Spiel. Der sechsfache Torschütze ließ sich gleich nach der Begegnung von Physiotherapeut Rehman Ahmad behandeln, wirkte allerdings erleichtert: „Wir hatten die bessere Spielanlage und haben verdient gewonnen. Ich hätte nicht gedacht, dass ich 60 Minuten durchhalten würde.“ Dafür erhielt er von Barnstorfs Trainer Dag Rieken ein Lob: „Ulf hat sich durchgebissen und auf der Spitze der Abwehr Schwerstarbeit verrichtet.“ Der 46-jährige B-Lizenz-Inhaber freute sich auch über den Sieg gegen seinen Ex-Verein: „Ich bin zufrieden, wir haben zuletzt 3:1 Punkte geholt. Im Gegensatz zum Hinspiel haben wir vorn besser gespielt. Wir hätten zur Pause eigentlich viel höher führen müssen, haben zu viele freie Bälle vergeben. Da hätten wir uns in der ersten Halbzeit mehr Sicherheit holen können.“

Auch für Bastian Carsten-Frerichs war der Erfolg gegen seinen ehemaligen Verein etwas Besonderes: „Da ist schon ein Stück Genugtuung dabei. Unsere Angriffsleistung war gut, wir haben das Tempo hoch gehalten. Allerdings hätten wir das Spiel schon eher für uns entscheiden müssen.“

Bei den Neerstedtern fiel neben dem verletzten Torwart Christoph Kuper und Kreisläufer Malte Kasper auch noch Regisseur Tim Schulenberg (der Bremer B-Jugend-Landestrainer weilte bei einer DHB-Sichtung in Stuttgart) aus. Nach zehn Minuten musste auch noch Kreisläufer Marcel Tytus wegen Kniebeschwerden passen. „Wir haben uns teuer verkauft, aber mehr war heute nicht drin. Am Ende hat auch die Kraft gefehlt, weil wir zu wenig Wechselmöglichkeiten hatten. Wir haben zu viele Tore über den Gegenstoß bekommen. Mit taktischen Sachen hatten wir die Barnstorfer zumindest in der ersten Hälfte vor Probleme gestellt“, sagte TVN-Coach Jörg Rademacher.

In einem schnellen Spiel führten die Barnstorfer nach einem Tor von Carsten-Frerichs mit 4:3 (5.), Grädtke baute den Vorsprung auf 7:4 (13.) aus. Der 31-Jährige erhöhte sogar auf 12:8 (23.). In der Endphase der ersten Halbzeit unterliefen dem eingewechselten Kevin Heemann gleich drei Ballverluste. Die Gäste holten auf, so verkürzte Andrej Kunz (7) per Konter auf 12:13. Dass die Neerstedter zur Pause nur mit einem Tor zurücklagen, hatten sie Keeper Tristan Depenbrock zu verdanken, der nicht nur einen Siebenmeter von Kamil Chylinski abwehrte, sondern noch weitere Bälle von Tobias Meyer, Lukas Brenning und Grädtke hielt.

Nach dem Wechsel operierten die Hausherren weiter mit einer 4:2-Deckung, nahmen die Rückraumakteure Eike Kolpack (8/1) und Björn Wolken (3/1) in Manndeckung. Bis zum 18:20 (35.) durch Thomas Schützmann blieb der Tabellensiebte auf Tuchfühlung, doch dann setzten sich die Barnstorfer nach einem Doppelpack von Carsten-Frerichs auf 25:20 (46.) ab. An diesem Fünf-Tore-Vorsprung (29:24/55.) änderte sich bis zum Schluss nichts mehr. „Für mich ist die Niederlage um zwei bis drei Tore zu hoch ausgefallen“, urteilte Rademacher.

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