Start in die Saison

Viele neue Gesichter bei der SG Diepholz: Brüggemann „befördert“ acht Talente

Patrick Brüggemann (2. v. l.), Henrik Thoben (l.), Christian Alscher (3. v. r.), Sebastian Fabick, Holger Gerding (von rechts), Waldemar Lell, Prince Okonkow, Marlon Telthörster, Steffen Brünjes, Jan-Ole Fiedler, Felician Günther, Bennet Schröder, Delgesch Alo und Tamme Alscher (von links).
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Bereit für den Bezirksliga-Re-Start mit einigen Debütanten: Neu-Trainer Patrick Brüggemann (2. v. l.) betritt in der Südstaffel ebenso Neuland wie seine Co-Trainer Henrik Thoben (l.) und Christian Alscher (3. v. r.), Athletiktrainer Sebastian Fabick und Torwarttrainer Holger Gerding ( von rechts) sowie die Spieler Waldemar Lell, Prince Okonkow, Marlon Telthörster, Steffen Brünjes, Jan-Ole Fiedler, Felician Günther, Bennet Schröder, Delgesch Alo und Tamme Alscher (von links). Es fehlen: Finn Heemann und David Daniel Oduweku.

Trainer Patrick Brüggemann steht vor seiner ersten Saison als Cheftrainer der SG Diepholz. Für einen erfolgreichen Verlauf greift er auf einige Spieler zurück, mit denen er bereits in der Jugend bestens klarkam.

Diepholz – Patrick Brüggemann bringt einiges mit – nicht nur Elan, der aus dem neuen Trainer der SG Diepholz oft nur so heraus sprudelt, wenn er über Fußball spricht. Auch den nötigen Sachverstand, um aus eigenen Mitteln das Optimum herauszukitzeln, scheint der 32-Jährige im Gepäck zu haben. Anders lässt sich die Fast-Meisterschaft der bisher von ihm trainierten SG-A-Junioren in der Bezirksliga kaum erklären. Nur der Corona-bedingte Abbruch stand wahrscheinlich dem Titel des Teams mit bis dato fünf Siegen aus fünf Spielen im Weg.

Vor allem aber bringt Brüggemann aus eben jener A-Jugend reichlich Personal mit – neben seinem langjährigen Co-Trainer Christian Alscher nämlich gleich acht Nachwuchsakteure. Weil sich deren „Beförderungen“ schon im Herbst abgezeichnet hatten, musste der Projektleiter einer Kunststofffirma nicht lange überlegen, als ihm SG-Sportchef Frank Werner im Frühjahr den Trainerjob in der „Ersten“ anbot. „Es reizt mich, die Jungs weiterzuentwickeln und an den Herrenbereich heranzuführen“, gesteht der Nachfolger des berufsbedingt zurückgetretenen Jörg Winkelmann.

Integration läuft: „Ein Rad greift ins andere“

Einerseits könnte ihnen ihr seit Jahren bekannter „Chef“ den Start erleichtern. Andererseits „wurde den Jungs durch den Abbruch mehr als ein halbes Jahr der Eingewöhnung in den Männerfußball genommen“. Ob die kurze Zeit des Akklimatisierens reicht? Brüggemann ist zuversichtlich. Die Integration dieses eingeschworenen „Haufens“ in den bisherigen Kader habe jedenfalls funktioniert: „Da greift ein Rad ins andere.“

Auch die beiden externen Neuzugänge fügen sich gut ein. Steffen Brünjes, wegen seines Studiums in Vechta nach Diepholz gezogen, kommt vom Bezirksligisten VSK Osterholz-Scharmbeck. Der 21-Jährige käme als Innenverteidiger oder Sechser in Betracht. Finn Heemann kehrte vom TuS St. Hülfe-Heede zurück. „Das ist ein Spieler für beide offensive Außenbahnen“, sagt sein neuer Coach. Ebenfalls vorn mitmischen will Prince Okonkwo, der in der Vorsaison seine Chance als Zweitherren-Leihgabe nutzte und nun fest zum Bezirksliga-Team zählt.

Brüggemann lobt den „unbändigen Lernwillen“

Darüber hinaus sollen besagte „Eigengewächse“ den Konkurrenzkampf anheizen – in allen Mannschaftsteilen: Linksverteidiger Tamme Alscher (18 Jahre) und dem vorwiegend im linken Mittelfeld beheimateten Felician Günther (19) bescheinigt Brüggemann „sehr ordentliche Leistungen“. Auch die im Abwehrzentrum oder als Sechser einsetzbaren Daniel Oduweku (18) und Jan-Ole Fiedler (19) machten auf sich aufmerksam – ebenso wie Bennet Kruse (18) als weiterer Kandidat fürs defensive Mittelfeld. „Was alle gemeinsam haben, ist ihr unbändiger Lernwille“, sagt Brüggemann, hebt da aber besonders Stürmer Delgesch Alo hervor: „Das ist ein sehr wissbegieriger Spieler.“

Zumindest bis Oktober bleibt Marlon Telthörster (19) der SG erhalten, ehe der offensive Mittelfeldspieler zum Studium aufbricht.

Der 19-jährige Ex-A-Jugend-Keeper Bennet Schröder soll den etablierten Torhütern Cederick Heuer und Erik Noel Dampf machen, „aber auch von ihnen lernen“, unterstreicht Brüggemann. Dies wird er zweifellos auch von Wolfgang Pinkes und Holger Gerding, seit Brüggemanns Amtsantritt Torwarttrainer. Einen Athletikcoach haben die Kreisstädter nun ebenfalls: Sebastian Fabick scheucht den 24 Mann starken Kader nun durch die Vorbereitung. Komplettiert wird das deutlich erweiterte Funktionsteam durch Henrik Thoben. Der 30-jährige musste vor fünf Jahren beim Bezirksligisten TuS Emstekerfeld seine aktive Laufbahn verletzungsbedingt beenden, baute später in der Diepholzer Heimat seiner Frau ein Haus und ist bei der SG seit zwei Jahren im Nachwuchsbereich tätig. „Die Idee, die hier hinter dieser Mannschaft steckt, passt mit meiner Auffassung vom Fußball“, sagt Thoben. Ziemlich viele neue Gesichter also am Mühlenkamp. Gut so, denn die Saison wird lang – jedenfalls hoffentlich länger als die beiden – abgebrochenen – letzten. Und „einer allein so nebenbei kann das nicht schaffen“, stellt Brüggemann klar.

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