Start in die Saison

Knüppelharter Konkurrenzkampf beim Brinkumer SV

Yagmur Horata (von links), Redouan Kaid, Omar Kujabi, Pascal Wiewrodt, Michael Yeboah, Paul Niefer und Dennis Janssen
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Verstärkung für alle Positionen: Yagmur Horata (von links), Redouan Kaid, Omar Kujabi, Pascal Wiewrodt, Michael Yeboah, Paul Niefer und Dennis Janssen sind neu beim Brinkumer SV. Es fehlen die Zugänge Xiancheng Li und Bowen Wang.

Der Brinkumer SV peilt die Regionalliga an. Trainer Mike Gabel hat seine Mannschaft auf allen Positionen qualitativ verstärkt, es tobt ein knüppelharter Konkurrenzkampf.

Brinkum – Mike Gabel hat die Qual der Wahl. Welchen seiner Spieler sagt der Trainer vor den Partien, dass es nicht für einen Platz in der Startelf gereicht hat? So oder so: Das werden sicher keine einfachen Gespräche. Denn der Kader des Brinkumer SV ist gespickt mit hochveranlagten Fußballern, die meisten hätten einen Stammplatz bei vielen Bremen-Liga-Konkurrenten sicher. Die vielen Transfers haben ihr Übriges getan, um die Brinkumer auf jeder Position doppelt und dreifach zu besetzen.

„Ich bin mit dem Kader sehr zufrieden“, erklärt Gabel verständlicherweise: „Der Konkurrenzkampf ist sehr hoch, wir haben uns in der Breite deutlich verstärkt.“ Und verjüngt, mit vielen A-Jugendlichen. „Mit den Jungs planen wir nicht nur ein Jahr, sondern über eine längere Zeit“, verrät der BSV-Coach: „Wir sind auch zukunftstechnisch gut aufgestellt.“

Wiewrodt gegen Pfaar im Kampf um die Nummer eins

Doch die Aufmerksamkeit gilt erst einmal der Gegenwart. Der (erneute) Angriff auf die Regionalliga steht an, auch wenn Gabel offiziell erst einmal ein anderes Ziel ausgibt. „Wir wollen die Saison zu Ende spielen“, meint der 39-Jährige mit Blick auf die Corona-Pandemie. Klappt das, wird am Ende wohl entweder Brinkum oder dessen Pokal-Bezwinger Bremer SV (2:1 im Finale) in der Tabelle ganz oben stehen.

Eine Startaufstellung für den Auftakt beim TuS Komet Arsten (Freitag/18.30 Uhr/siehe Kasten) hat Gabel noch nicht im Kopf. Im Vergleich zum Turbo-Wettbewerb zum Einzug in den DFB-Pokal im Juni könnte sich die Elf durchaus verändern, schließlich sind mit Beginn der Vorbereitung nun auch die Neuzugänge dabei. Pascal Wiewrodt (TuS Komet Arsten) liefert sich im Tor einen offenen Kampf mit Marcel Pfaar, der jedoch „einen kleinen Vorsprung“ hat, erklärt Gabel: „Er ist mit den Jungs schon eingespielter.“

Das zentrale Mittelfeld ist Brinkums Prunkstück

Rechts hinten könnte Paul Niefer (Oberneuland U19) die Lücke schließen, die Julius Rahmig durch seinen Umzug in die USA hinterlässt. „Er hat eine gute Grundausbildung, muss sich aber noch ein bisschen an die Wucht und Geschwindigkeit im Herren-Bereich gewöhnen“, meint der BSV-Coach. In der Innenverteidigung, ohnehin schon „mit die beste der Liga“ (Gabel), soll der „körperlich für sein Alter schon sehr weite“ Michael Yeboah (Oberneuland U19) Druck auf die etablierten Hasan Dalkiran, Eugen Uschpol und Esin Demirkapi machen.

Auch Dennis Janssen kann dort spielen, vornehmlich ist der Neue vom Heeslinger SC allerdings im zentralen Mittelfeld eingeplant – dem Prunkstück des Brinkumer Kaders. Kapitän Jannik Bender und Hyoungbin Park waren als Stützen im Pokal gesetzt, nun kommen neben Janssen noch Li Xiancheng und Redouan Kaid (beide Oberneuland U19) hinzu. Und Gabel schwärmt von den beiden. „Redouan hat als Box-to-Box-Spieler zwar noch Defizite in der Defensive, ist aber in Sachen Spielintelligenz und Handlungsschnelligkeit schon sehr, sehr weit“, betont der Trainer. Und Xiangcheng, der zur Zeit noch mit Chinas U 19 unterwegs ist und erst Mitte September dazustoßen wird, sei trotz seines Alters bereits „ein fertiger Herrenspieler. Er ist hoch veranlagt.“

Edeljoker Artmann der Trumpf im Aufstiegsrennen?

Auch in der vorderen Reihe hat der BSV nachgelegt. Vom flexiblen Angreifer Bowen Wang (Oberneuland U19), der ebenfalls erst im kommenden Monat eingreifen wird, spricht Gabel ähnlich wie von Xiangcheng. „Die beiden gibt’s nur im Doppelpack“, meint er grinsend. Yagmur Horata (OSC Bremerhaven), der nach Monaten der Pause „erst mal richtig fit werden muss“, ist „fürs Toreschießen zuständig“, sagt Gabel. Zudem verstärkt Omar Kajubi (VfB Oldenburg) die Flügel. „Er wollte mehr Spielzeit bekommen“, erklärt der BSV-Coach die Gründe für den Wechsel eine Klasse tiefer: „Wir sind froh, dass er bei uns ist.“

Der knüppelharte Konkurrenzkampf tobt auf jeder Position. Nur für elf Spieler ist bekanntlich Platz, und dann wäre da ja auch noch Kevin Artmann. Der spielende Co-Trainer läuft in der Regel auf, wenn er denn kann. „Er ist nicht fit, aber gesund“, gibt Gabel Auskunft zu seinem talentiertesten Akteur.

Bei solch einer Kadertiefe dürfte es für den BSV-Coach zu verschmerzen sein, Artmann in einigen Spielen nicht von Beginn an aufstellen zu müssen – und ihn dann als Edeljoker zu bringen, wenn es um den Aufstieg in die Regionalliga geht.

BSV braucht den „Wettkampfmodus“ gegen diszipliniertes Arsten

Eine weitere Woche Vorbereitung wollte Mike Gabel nicht. „Es wird jetzt Zeit, dass wir anfangen“, betont der Trainer des Brinkumer SV vor dem Auftaktspiel der Bremen-Liga beim TuS Komet Arsten (morgen/18.30 Uhr). Der 39-Jährige sieht bei seinen Spielern eine gewisse Testspielmüdigkeit. „Freundschaftsspiele sind ja immer nett, aber das ist halt Training“, erklärt er: „Alle wollen, dass es jetzt wieder um etwas geht.“

Der „Wettkampfmodus“ ist bei Gabel häufig das Wort der Wahl. Er glaubt daran, dass die Brinkumer diesen schnell finden, „einen Gang höher schalten“. Beides sei „essentiell“ für einen gelungenen Auftakt, so der Coach: „Die größte Arbeit ist getan, die hatten wir in der Vorbereitung. Die Jungs haben voll mitgezogen, Dampf gemacht, sie sind bereit.“

Und eingestellt auf einen eher passiven Gegner. „Ich gehe davon aus, dass sie sich in einem 4-1-4-1-System oder mit einer Fünferkette hinten reinstellen und auf Umschaltspiel setzen werden“, sagt Gabel über die „homogene Einheit“ aus Arsten: „Sie sind super diszipliniert. Ich glaube, dass das kein leichter Gegner werden wird.“

Ex-Komet-Keeper Pascal Wiewrodt könnte zu seinem Debüt beim BSV kommen, Marcel Pfaar kehrte erst gestern aus dem Urlaub zurück, steht aber im Kader. Diyar Kücük, Richard MC-Mensah (Urlaub) und Muhammed Sanneh (Knieprobleme) fehlen hingegen.

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