Trainer Merdon will Heiligenfeldes Torjäger morgen „im Kollektiv stoppen“

Brandhoff vor Comeback – aber Bassum zittert nicht

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Torjäger Joshua Brandhoff (beim Schuss) könnte morgen nach überstandener Verletzung ins Team des SV Heiligenfelde zurückkehren.

Bassum - Von Malte Rehnert. 1:0 in Diepholz, davor 0:1 gegen Marklohe: Die Spiele des SV Heiligenfelde waren zuletzt wahrlich keine Spektakel. „Uns haben einige Offensivkräfte gefehlt. Wir haben ergebnisorientierter und etwas defensiver gespielt, das war uns zuletzt wichtiger als guter Fußball“, sagt Trainer Walter Brinkmann.

Morgen Abend beim TSV Bassum (19.30 Uhr) könnte der aktuelle Bezirksliga-Vierte aber wieder auf Attacke gehen, denn vorne gibt es dank der Rückkehrer Janek Piontek und Tobias Marquardt mehr Alternativen – und dann steht wohl auch noch das vom SVH heiß ersehnte Comeback von Torjäger Joshua Brandhoff an.

Der Offensivmann hatte schon gegen Ende der vergangenen Saison mit muskulären Problemen am Oberschenkel zu kämpfen gehabt. Brandhoff konnte keine richtige Vorbereitung absolvieren und bekam nach einigen Partien der aktuellen Spielzeit erneut Beschwerden. Doch nun scheint er bereit und fit zu sein für die Rückkehr. „Er hat ein Intensivprogramm mit Krankengymnastik gemacht und ist seit dieser Woche im Training. Ich denke, er ist gut vorbereitet. Das freut mich, denn Joshua ist extraklasse und eine absolute Bereicherung“, meint Brinkmann, der aber noch nicht genau weiß, ob er den siebenfachen Saisontorschützen tatsächlich morgen schon bringt: „Ich muss mir genau überlegen, ob ich dieses Risiko eingehe.“ Sein Plan: Entweder Brandhoff spielt von Anfang an oder gar nicht.

Bassums Coach Andreas Merdon glaubt ganz klar an Variante eins. „Gegen uns spielt alles, was laufen kann. Heiligenfelde hat ja auch ein paar ehemalige Bassumer und ist nicht weit weg.“ In solch einem Duell wolle eben keiner verlieren. Sollte Brandhoff spielen, will Bassum versuchen, „ihn im Kollektiv zu stoppen. Eine Sonderbewachung gibt es nicht“, sagt Merdon: „Bange machen gilt da nicht. Wir müssen ihn oft doppeln und dürfen ihn nicht zum Schuss kommen lassen.“ Zu sehr dürfe man sich aber nicht auf einen einzigen Heiligenfelder

Brinkmann lobt

seinen Ex-Club

fokussieren, mahnt der Bassumer Coach: „Die haben insgesamt eine sehr starke Offensive. Janek Piontek, Joshua Brandhoff und Björn Isensee – diese Achse ist eine Hausnummer. Dazu noch ein paar andere.“

Klingt fast so, als würde sich Bassum gegen diese Offensive hinten einigeln. Falsch, betont Merdon: „Wir spielen unseren Stiefel genauso weiter. Damit hatten wir bisher Erfolg – mehr, als uns viele zugetraut haben.“ Momentan ist der TSV mit 18 Punkten (nur einen weniger als Heiligenfelde) Sechster. „Eine gute Sache“, findet Merdon, „wir haben schon 18 Punkte gegen den Abstieg gesammelt, fehlen noch 22. So realistisch muss man das sehen. Die Bezirksliga ist sehr ausgeglichen.“

Während Bassum auf Dauer wohl bestenfalls im Mittelfeld auftaucht, könnte der SVH ganz oben mitmischen – glaubt Merdon: „Das ist auf jeden Fall so. Deswegen sind sie in diesem Spiel auch Favorit.“ Zumal Bassum weiter unter großer Personalnot leidet und den Kader erneut mit mehreren A-Jugendlichen auffüllen wird.

Diese Talente tun dem Verein und der ersten Herren unheimlich gut – findet Brinkmann, der selbst mal fünf Jahre Trainer in Bassum war. „Ich habe Bassum in dieser Saison schon drei, vier Mal gesehen, komme gerne her. Die Bassumer gehen einen guten Weg, sind konstant in ihren Leistungen. Sicher auch ein Verdienst des Trainerteams, das einen guten Job macht“, meint der 53-Jährige: „Am Freitag werden meine Sympathien für den Verein aber 90 Minuten lang ruhen.“

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