Trainer Langreder erklärt seinen Rückzug zum Saisonende / Fünf Kandidaten auf die Nachfolge

Bassum muss schon wieder suchen

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Im Sommer ist Schluss: Am Saisonende wird Thomas Langreder seinen Trainerstuhl beim Fußball-Bezirksligisten TSV Bassum räumen.

Bassum - Die sportliche Situation mit hartem Abstiegskampf ist schon anstrengend genug, da hätten sie es beim TSV Bassum abseits des Platzes gerne etwas ruhiger gehabt. Doch den Verantwortlichen des Fußball-Bezirksligisten stehen intensive Wochen bevor. Sie müssen einen neuen Trainer suchen, denn der aktuelle Coach Thomas Langreder hört am Saisonende auf – nach nur einem Jahr. „Die Aufgabe hier ist interessant. Aber wenn ich etwas mache, dann richtig. Ich bin sehr ehrgeizig und möchte leistungsorientiert arbeiten. Hier sehe ich den nächsten Schritt nicht so ganz“, sagt der 48-Jährige.

TSV-Spartenleiter Horst Schlottmann hätte Langreder gerne weiter in Bassum gesehen, kann den Entschluss des Noch-Trainers aber nachvollziehen. „Die Belastung, immer aus Heiligenrode zum Training und zu Spielen herzukommen, ist größer als gedacht. Zudem muss man zugeben, dass in Bassum momentan nicht gerade optimale Bedingungen herrschen – und die lassen sich leider nicht einfach ändern, indem man einen Schalter umlegt“, gesteht Schlottmann und meint etwa die unbefriedigende Kabinensituation. Erst Anfang 2016 sollen laut Schlottmann die Arbeiten an der Sporthalle, wo sich die Umkleidemöglichkeiten befinden, abgeschlossen sein. Momentan stünden (zu) wenige Kabinen zur Verfügung, ihre Taschen müssten die Fußballer mit rausnehmen und dort in einer Hütte deponieren.

Ein weiterer Punkt für Langreder, das Kapitel Bassum nach einer Spielzeit zu beenden, war der seiner Meinung nach zu hohe Gesamtaufwand. Er hat aktuell keinen Co-Trainer oder Betreuer, der ihm die eine oder andere Aufgabe abnehmen könnte. „Ich bin hier der Alleinunterhalter, muss zum Beispiel als Sanitäter auf den Platz rennen“, sagt er. Der neue Mann soll künftig personelle Unterstützung erhalten – das ist der Bassumer Plan.

Eine Bewerbung aus dem Internet

Wer ab der kommenden Saison das Sagen beim TSV haben wird, ist noch völlig offen. Gemeinsam mit dem Mannschaftsrat hat die Spartenleitung eine Liste erstellt, auf der aktuell vier Kandidaten stehen. Allesamt Namen, die im Kreis Diepholz bekannt sind. Dazu gehören dürfte zum Beispiel Frank Fischer, der im Sommer beim Bezirksliga-Rivalen SV Heiligenfelde aufhört und schon mal Trainer in Bassum war. Sven Plaumann, Langreders Vorgänger, kehrt dagegen auf keinen Fall zurück. Er hat gerade beim Kreisligisten TSV Bramstedt verlängert.

Möglicherweise kommt der neue TSV-Coach aber auch von außerhalb. Die Bassumer haben die Trainer-Börse des Niedersächsischen Fußballverbands genutzt und im Internet eine Anzeige aufgegeben. „Einer hat sich darauf gemeldet“, verrät Schlottmann, der nun Gespräche mit allen Kandidaten führen will: „Dann schauen wir mal, was dabei herauskommt.“ Möglichst in den nächsten Wochen soll es eine Entscheidung geben, denn die Spieler wollen natürlich wissen, wer ab Sommer an der Seitenlinie steht. „Es ist schon so, dass einige ihr Bleiben davon abhängig machen“, sagt Schlottmann.

Bis zum Saisonende machen aber auf jeden Fall alle weiter in Bassum, auch Langreder – mit einem klaren Ziel. „Wir wollen nur die Klasse halten, alles andere ist utopisch“, meint der Coach und fügt an: „Ich habe von Anfang an gesagt, dass es möglich ist – und dabei bleibe ich. Auch wenn es wohl bis zum Schluss eng sein wird.“ Bassum (17 Punkte aus 16 Spielen) rangiert momentan auf dem Relegationsplatz, startet als Tabellen-13. der Bezirksliga in die Rückrunde. Am 1. März (15.00 Uhr) geht es mit dem Heimspiel gegen den TV Stuhr wieder los.

Was Langreder nach seinem Jahr in Bassum macht, weiß er noch nicht. „Vielleicht gehe ich wieder häufiger zu Werder ins Weserstadion – ganz in Ruhe“, sagt er: „Vielleicht mache ich eine Pause, vielleicht höre ich auf als Trainer, vielleicht fange ich woanders an. Alles offen.“

mr

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