Trainer des TuS II läuft für Kreisligisten auf

Jäger hilft Lessen aus der Patsche

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Sascha Jäger

Kreis-Diepholz - Von Arne Flügge. LessenKreis-Diepholz - Von Arne Flügge. Sascha Jäger ist Lessener. „Durch und durch“, wie er sagt. Seit seiner Geburt wohnt er in Groß Lessen, dem Ort und natürlich seinem Fußballverein SV Lessen ist der Fußball-Trainer eng verbunden. Als hochveranlagter aktiver Kicker spielte Jäger in den vergangenen Jahren aber bei anderen Clubs. Dem BSV Rehden beispielsweise und zuletzt dem TuS Sulingen. Dort beendete der Allrounder am 8. März 2014 seine Karriere in der Landesliga-Mannschaft – und wurde kurz darauf Trainer beim SV Lessen in der Kreisliga.

Zu Saisonbeginn zog es ihn zum TuS Sulingen zurück, als er das sportlich lukrative Angebot bekam, die zweite Mannschaft, gerade in die Kreisliga aufgestiegen, zu übernehmen. Und der 31-Jährige hat Mega-Er-

„Mir tat am nächsten

Tag alles weh“

folg. Das Team liegt souverän auf Platz eins, ist seit 15 Pflichtspielen in Folge ungeschlagen – der Durchmarsch in die Bezirksliga scheint so gut wie sicher. „Ich habe eine unglaublich tolle Mannschaft“, sagt Jäger, „und meine Aufgabe beim TuS Sulingen erfülle ich mit Leib und Seele.“

Allerdings schlägt da ja noch ein zweites Herz in des Jägers Brust: der SV Lessen. Und da er wieder Lust aufs Kicken bekommen hat, holte Jäger seinen Pass vom TuS Sulingen, um dann – wenn es seine Zeit zulässt – beim SV Lessen in der Alten Herren zu trainieren und auch zu spielen. Für die Truppe ist er ab März altersmäßig spielberechtigt.

Nun begab es sich aber, dass Kreisligist SV Lessen, Konkurrent vom TuS Sulingen II, im Heimspiel gegen den SV Bruchhausen-Vilsen nicht genügend Leute hatte. Also bat Spielertrainer Magnus Wiegmann seinen Kumpel Sascha Jäger, ob der nicht einspringen könnte. Der Pass liege ja schließlich in Lessen. Jäger sagte zu und wurde in der 63. Minute beim Stande von 2:2 eingewechselt – am Ende verlor Lessen mit 2:4. „Es war eigentlich so nicht geplant. Ich wollte mich nur über Training für die Alte Herren fitmachen“, sagt Jäger: „Doch Magnus hat es bei den vielen Verletzten momentan nicht einfach. Da habe ich ein bisschen ausgeholfen.“

Seine ersten 27 Minuten nach fast eineinhalb Jahren haben Jäger schließlich auch zu schaffen gemacht. „Mir tat am nächsten Tag alles weh“, schmunzelt der Fußballer: „Ich war ja völlig untrainiert. Das sollte nicht zur Gewohnheit werden.“ Vielleicht noch einmal, wenn der SV Lessen gegen die TSG Seckenhausen-Fahrenhorst, den größten Rivalen des TuS Sulingen II im Titelkampf, spielt. „Mal schauen“, schmunzelt Jäger.

Ein wenig Training könnte der Lessen-Sulinger „tatsächlich noch gebrauchen“, grinst Magnus Wiegmann, der für die Hilfe seines Kumpels natürlich dankbar ist. „Es war ein Einsatz aus der Not heraus geboren. Aber meinetwegen könnte er ruhig öfter für uns spielen. Sascha hat Qualitäten, keine Frage. Er ist ein richtig guter Kicker.“

Ein wenig komisch, so Wiegmann, sei die Konstellation aber schon gewesen, dass er den Trainer eines Ligakonkurrenten eingewechselt hat. Wiegmann sagt aber auch: „Wir spielen zwar in der gleichen Liga, aber Sulingen gleichzeitig in einer ganz anderen. Die hauen ja alles weg.“ Auch für Jäger „war das schon etwas ungewohnt“.

Am 6. Dezember nun kommt es in der Fußball-Kreisliga zum Duell zwischen dem TuS Sulingen II und dem SV Lessen. Und vielleicht greift Magnus Wiegmann dann ja zu einer List – und wechselt einfach mal Sulingens Trainer Sascha Jäger ein...

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