Trainer erhält Hochzeitsgeschenk: Kreisoberliga-Handballer gewinnen Cup / 13 Tore von Jorn Bolte

HSG Vilsen beschenkt Schäfer

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Ballten die Siegerfaust und freuten sich über den Cup-Gewinn (hintere Reihe v. l.): Fabian Robbe, Christoph Duffe, Moris Bolte, Philip Schnichels (sitzend auf der Latte), Alexander Schmidt, Jorn Bolte, Daniel Meyer sowie sitzend von links: Stefan Duffe, Sebastian Slembeck und Jan-Christoph Beste vom Kreisoberligisten HSG Bruchhausen-Vilsen/Asendorf.

Vilsen - Als die Handballer des Kreisoberligisten HSG Bruchhausen-Vilsen/Asendorf bei der Hochzeit ihres Trainers Steven Schäfer in Liebenau Spalier standen und gratulierten, gaben sie ihm ein Versprechen: „Das Geschenk gibt es morgen beim Final-Four-Turnier. Wir holen den Cup!“ Tatsächlich ließen sie ihren Worten Taten folgen: Mit einem 34:27 (18:12)-Finalerfolg über den TuS Rotenburg II gewannen die Vilser in Sottrum den Regionspokal, fünf Jahre nach dem letzten Titelgewinn.

„Inclusive der Saisonvorbereitung sind wir seit einem Jahr im Training. Dafür wollten wir uns jetzt belohnen“, erklärte Keeper Jan-Christoph Beste. Er übernahm im Wechsel mit Torwartkollege Fabian Robbe das Traineramt, da Steven Schäfer nicht vor Ort war. Per Liveticker wurde er aber vom verletzten Sascha Ludwig stets auf dem Laufenden gehalten. Schon die Anfangsminuten des Finals verliefen verheißungsvoll. Gleich mit 5:1 gingen die Vilser in Führung. Besonders Sebastian Slembeck und Philip Schnichels nahmen dabei die Zügel in die Hand. Auch von einer Manndeckung für Jorn (am Ende 13/4Tore) und Moris Bolte (6/2) ließen sich die Vilser nicht beeindrucken. Mit einem 18:12 ging es in die Pause. Auch danach hielten sie den Kontrahenten auf Distanz und fuhren über 24:17 einen souveränen Sieg ein. „Ausschlaggebend war, dass wir als Team dicht zusammengerückt sind. Dieser Erfolg gibt uns viel Selbstvertrauen für die anstehenden Relegationsspiele um den Klassenerhalt“, betonte Beste.

Den Grundstein für den Pokalsieg hatten die Vilser, die an diesem Tag mit nur zehn Akteuren antreten konnten, im Halbfinale gelegt. Dort trafen sie auf den Gastgeber und Kreisoberliga-Meister TV Sottrum. „Wir waren sehr konzentriert, haben eine super Abwehr gespielt und nur wenige Fehler im Aufbau produziert. Das war unser bestes Spiel seit Jahren“, schwärmte Beste von seinem Team.

Gegen den Favoriten lagen die Vilser zur Pause mit 11:9 vorne. Ab dem 14:12 und einer Roten Karte für Sottrum verwandelte sich die Halle dann in einen Hexenkessel. „Die Mannschaft der HSG Phoenix und deren Fans haben uns sensationell unterstützt. Zusammen mit unseren Fans haben sie uns in der zweiten Halbzeit richtig nach vorne gepusht“, freute sich Beste. So hielten die Vilser ihren Vorsprung und siegten am Ende mit 25:19. Nach der Energieleistung gegen Sottrum konnten sich die zehn Vilser nur eine halbe Stunde erholen, ehe das Finale anstand.

Dort hätte es fast ein rein Diepholzer Duell gegeben, denn Regionsklassen-Meister HSG Phoenix schlug sich im Halbfinale gegen Kreisoberliga-Absteiger TuS Rotenburg II recht wacker, kämpfte verbissen und schnupperte lange an der Überraschung. Am Ende unterlag die Mannschaft von Holger Peters aber knapp mit 32:35 (19:20).

Finale, Vilsen - Rotenburg II 34:27 (18:12) - Br.-Vilsen/A.: Beste, Robbe - C. Duffe (1), Schnichels (3), J. Bolte (13/4), M. Bolte (6), Slembeck (4), S. Duffe (4), Meyer (3), Schmidt.

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