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Foulelfmeter, Platzverweis und viel Frust: TuS Sulingen rutscht nach 0:2 auf Abstiegsplatz

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Von: Fabian Terwey

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Hängengeblieben: Bückeburg blockt einen Kopfball von Sulingens Torjäger Chris Brüggemann (l.).
Hängengeblieben: Bückeburg blockt einen Kopfball von Sulingens Torjäger Chris Brüggemann (l.). © terwey

Kapitän Pierre-Maurice Neuse streifte sich die Binde vom Arm, warf sie seinen Teamkollegen zu und schritt bei der 0:2 (0:2)-Heimniederlage gegen den nun besser platzierten VfL Bückeburg mit hängendem Kopf vom Rasen. Schiedsrichter Alexander Jahn hatte den vorverwarnten 28-Jährigen für ein Foul in der Nachspielzeit mit Gelb-Rot vom Platz gestellt (90.+ 2). Es war der Schlusspunkt im Abstiegsrundenduell der Fußball-Landesliga – an einem äußerst bitteren Nachmittag für den TuS Sulingen.

Sulingen – „Es war mein erstes Foul – und dann bekomme ich gleich die zweite Gelbe Karte. Da hätte ich mir mehr Fingerspitzengefühl gewünscht“, kommentierte Neuse seinen Platzverweis. Zugleich räumte der Kapitän ein: „Die erste Gelbe bekomme ich fürs Meckern, weil wir einen Einwurf nicht bekommen. Da hätte ich cleverer sein können.“ Den Grund für die Niederlage im Sportpark und das damit verbundene Abrutschen auf einen Abstiegsplatz sah Neuse aber nicht beim Schiedsrichter: „Bückeburg war griffiger und heißer. Wir haben zu keiner Zeit so richtig ins Spiel gefunden. Eine schlechte Leistung und eine verdiente Niederlage.“

TuS Sulingen - VfL Bückeburg 0:2 (0:2)

Sulingen: D. Schröder - Wulferding (18. T. Klare), F. Klare (64. Rupp), Hibbeler, Hardt, Greifenberg, Fehse, Neuse, Löhmann, Schmidt (46. Niemeier), Brüggemann.
Tore: 0:1 (20.) Battaglia, 0:2 (27./Foulelfmeter) Struckmeier.
Besonderes Vorkommnis: Gelb-Rote Karte für Neuse (90.+2/Meckern, Foulspiel).
Schiedsrichter: Alexander Jahn (TSG Ahlten).

Ähnlich sah es Sulingens Trainer Thorolf Meyer: „Wir brauchen die Niederlage nicht am Schiedsrichter aufhängen. Wir müssen nichts beschönigen: Wir haben alles vermissen lassen, wir waren nicht aggressiv in den Zweikämpfen und hatten keine Durchschlagskraft.“

So verpasste es sein TuS auch im vierten Anlauf, den ersten Heimsieg in der Abstiegsrunde zu landen. Rund 70 Zuschauer – darunter etwa zwanzig Gäste-Anhänger – sahen, wie die Sulinger die Bückeburger in der Anfangsphase mit hohem Anlaufen unter Druck setzten, nach der Verletzung von Malte Wulferding jedoch den Faden verloren. Der Rechtsverteidiger musste nach Pressschlag mit seinem Gegenspieler ausgewechselt werden (18.). „Durch ist nichts. Aber mit Knorpelschäden im rechten Fuß bin ich vorbelastet. Ich spiele deshalb schon mit Einlagen, um den Fuß nicht zu stark zu belasten“, berichtete der 33-Jährige, während er in der Halbzeitpause auf die Sulinger Ersatzbank humpelte, um sich von dort die zweite Hälfte anzuschauen.

Spieler des Spiels: Josef Werner

Bückeburgs Torwart entschärfte einige Sulinger Chancen und trieb die Gäste mit seinen lautstarken Kommandos über den Platz unaufhörlich an.

Kurz nach seiner Auswechslung hatte der TuS das 0:1 kassiert (20.). Eine Flanke auf den zweiten Pfosten nutzte Bückeburgs Fabio Battaglia, um den Ball gegen die Laufrichtung von Sulingens Torwart David Schröder einzuschieben. Per Foulelfmeter erhöhte Bjarne-Niels Struckmeier auf 2:0 (27.). Bückeburgs Maurice Matz war nach Zweikampf mit TuS-Verteidiger Timo Hibbeler im Strafraum zu Boden gegangen, der Schiedsrichter hatte auf den Punkt gezeigt – sehr zum Ärger der protestierenden TuS-Anhänger hinterm Tor.

Wenig Räume für spielstarken TuS Sulingen

Die beste Sulinger Chance im ersten Durchgang hatte Pascal Löhmann gehabt. Der Angreifer hatte eine Kopfballablage von Devin Schmidt aus zehn Metern volley aufs Tor gezimmert, doch der glänzend aufgelegte Bückeburg-Torwart Josef Werner parierte – ebenso wie weitere Abschlüsse der im zweiten Durchgang zunehmend ungenauer werdenden Sulinger. „Ein verdienter Auswärtssieg“, sagte Werner: „Wir haben dem spielstarken Gegner kaum Räume gegeben. Denn sonst kann die Partie hier auch anders ausgehen.“ Das erhoffen sich die Sulinger für das nächste Heimspiel am kommenden Sonntag gegen den Heesseler SV. Neuse fehlt dann allerdings gesperrt.

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