Trainer der HSG Barnstorf/Diepholz morgen beim brisanten Duell in Neerstedt gefordert / Gervé zurück

Riekens Rückkehr zur alten Liebe

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Neerstedts Ex-Trainer Dag Rieken trifft mit der HSG auf viele alte Bekannte.

Barnstorf - Von Cord Krüger. Links oder rechts – eine andere Richtung gibt es auf den letzten Metern zu den Kabinen des TV Neerstedt nicht. „Sonst bin ich immer rechts abgebogen, jetzt muss ich links herum. Mal sehen, ob ich daran denke“, meint Neerstedts Ex-Trainer Dag Rieken schmunzelnd, der morgen erstmals mit seinem neuen Team an eine alte Wirkungsstätte zurückkehrt. Um 20.30 Uhr tritt er mit der HSG Barnstorf/Diepholz zum ewig jungen Duell beim nicht weit entfernten TVN an. Für ihn und den mit ihm zur HSG gewechselten Außenspieler Bastian Carsten-Frerichs „ein ganz besonderes Spiel“, gibt Rieken zu: „Die Aufregung und die Vorfreude sind gleichermaßen größer als sonst.“

Sechseinhalb Jahre lang trainierte Rieken die Neerstedter – mit dem Aufstieg in die Dritte Liga 2009 als Höhepunkt. Klar, dass sich der 46-Jährige auf die Rückkehr zu den Grün-Weißen freut, aber „wiedergesehen habe ich viele von ihnen schon öfter.“ Nicht nur abseits des Parketts, sondern natürlich auch im Spiel, denn der Lehrer hat den Gegner der morgigen Partie genau beobachtet. Sein Fazit: „Mein Kollege Jörg Rademacher macht gute Arbeit.“ Der 48-Jährige legt viel Wert auf Athletik und Kondition, musste aber am Samstagabend einen späten Leistungseinbruch im Derby bei der TSG Hatten-Sandkrug feststellen, der zur 30:33-Niederlage führte. „Darüber wird er nicht erfreut gewesen sein – und auch ich war mir lange sicher, dass Neerstedt den Sieg in der Tasche hat“, schildert Rieken. Doch die Sandkruger warfen das in die Waagschale, was die HSG nun in Neerstedt ebenfalls bestens gebrauchen kann: „Mit Kampf und Leidenschaft hat Hatten das Spiel noch gebogen.“

Neben diesen Tugenden fordert der Wildeshauser auch einen effektiveren Angriff als zuletzt während des Top-Spiels beim 21:21 gegen die HSG Schwanewede/Neuenkirchen: „21 Gegentore – das war gut, die Abwehrleistung hat mir gefallen. Aber 21 Tore sind natürlich viel zu wenig, selbst wenn wir gegen die beste Abwehr der Liga gespielt haben“, moniert der HSG-Coach: „Wir müssen im Rückraum mehr füreinander da sein.“ Vor allem in der Mitte registrierte er eine magere Ausbeute. Kamil Chylinski ging erstmals in dieser Saison leer aus, auch Martin Golenia und Saulius Liutikas blieben ohne Treffer. Dementsprechend richtete Rieken die Trainingswoche schwerpunktmäßig darauf aus, „vorne flexibler zu werden, gleichzeitig aber klarer zu spielen“.

Ob Arunas Srederis diese Vorgaben morgen umsetzen kann, ist fraglich. Der 29-Jährige konnte zuletzt wegen eines Magen-Darm-Infekts nicht trainieren. Sein Einsatz steht in den Sternen, der von Raul-Lucian Ferent ist definitiv ausgeschlossen: Das genaue Ausmaß seiner Verletzung im Fußgewölbe steht noch nicht fest, Näheres muss eine MRT-Untersuchung ergeben. Dafür ist Andrius Gervé wieder dabei. Der Kreisläufer hat seinen Lehrgang bei der litauischen Nationalmannschaft samt Rückreisestrapazen gut überstanden. „Am Montag haben wir ihm noch Schonung verordnet, aber Andrius ist fit – und in Neerstedt dabei“, sagt Rieken.

Gut so für die HSG, denn sie kann morgen jeden Mann gebrauchen: Die Gastgeber verfügen in Person von Eike Kolpack, Björn Wolken und Andrej Kunz über eine gefährliche Rückraumachse. Und die Gefechte zwischen Barnstorf/Diepholz und Neerstedt waren schon vor Riekens Wechsel brisant genug: Vergangene Saison hatte der Trainer seinem jetzigen Team mit dem TVN ein Unentschieden abgetrotzt und ihm im Aufstiegsrennen ein Bein gestellt. „Wir dürfen uns von der hektischen Stimmung in der Neerstedter Halle nicht anstecken lassen“, fordert der B-Lizenz-Inhaber.

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