Trainer Arambasic lobt kämpferische Einstellung

Brinkum nur beim Ergebnis am Boden

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Marcel Dörgeloh (links) brachte die Brinkumer mit einem Kopfball früh mit 1:0 in Führung.

Aus Blumenthal berichtet Gerd Töbelmann. Als der Abpfiff ertönte, schlug Brinkums Keeper Mathis Peters vor Enttäuschung lang hin und streckte alle Viere von sich. Auf der anderen Seite skandierten die Spieler des Blumenthaler SV nach ihrem 2:1 (1:1) im Hit der Fußball-Bremen-Liga immer wieder: „Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey, hey hey.“

Doch Brinkum verließ das Burgwall-Stadion am Samstag keineswegs als geprügelter Hund. Peters hatte sich noch gar nicht richtig langgemacht, da rief BSV-Offensivmann Marcel Brendel seine Kollegen zusammen und gab quasi den Ersatztrainer, da Arambasic noch bei der Presse Rede und Antwort stand. Brendels Kernansage: „Jungs, wir haben uns hier wirklich teuer verkauft. Und schließlich gibt es ja noch ein Rückspiel.“

Arambasic war natürlich auch enttäuscht vom Ergebnis, mochte seine Mannschaft aber verbal nicht ins Achtung stellen: „Wir haben voll dagegen gehalten. Deshalb bin ich auch nicht enttäuscht von unserer Leistung. Blumenthal war letztlich jedoch etwas bissiger und hat sich den Sieg verdient.“ Beim Gang in Richtung Kabine oder vielmehr Umkleide-Container rief Manager Frank Kunzendorf den Spielern noch hinterher: „Kopf hoch. Die Saison ist noch lang.“

Vor der Partie mussten die Gäste noch zwei Nackenschläge verkraften. Inouss Boure Toure war beruflich verhindert, und Esin Demirkapi fiel mit Meniskuseinriss (siehe auch Extra-Text) aus. Gerade Außenverteidiger Boure Toure wurde wegen seiner Robustheit im Zweikampf schmerzlich vermisst, da die Gastgeber immer wieder über den linken Flügel für Gefahr sorgten.

Dabei lief es am Anfang wie gemalt für den bis dato unbesiegten Tabellendritten. Schon in der fünften Minute stand Marcel Dörgeloh goldrichtig und köpfte vor gut 200 Zuschauern nach Ecke von Artur Degtjarenko das 1:0. Drei Minuten später verpasste der Eckenschütze das 2:0 nur äußerst knapp.

Die Gastgeber, die ankündigten, die Regionalliga-Lizenz beantragen zu wollen, schüttelten sich und hatten danach das Match mehr oder minder im Griff. Zunächst hielt das Brinkumer Bollwerk. Keeper Mathis Peters rettete gegen den baumlangen Kilian Lammers (26.) – Marcel Brendel warf sich in einen Schuss von Mehmet Ali Fidan (36.). Unmittelbar vor der Pause passierte es dann doch: Brinkum konnte zwei Mal nicht klären, Fidan war zur Stelle und traf am Ende einer sehr hektischen ersten Halbzeit per Lupfer zum 1:1.

Nach der Pause ging es auf dem Platz ruhiger zu. Vielleicht auch deshalb, weil die Kräfte etwas schwanden. „Mit dem Remis könnte ich sehr gut leben, aber ich denke, dass es am Ende noch kribbelig wird“, vermutete Arambasic.

Und damit lag der Brinkumer Coach komplett richtig. In der 81. Minute sah der zuvor bärenstarke Zweikämpfer Degtjarenko nach einem Foulspiel die Ampelkarte. Vier Minuten später passierte es dann. Nach einer Ecke von rechts schlich sich Blumenthals Abwehrchef und Spielertrainer Michel Kiat nach vorn, nahm den Ball volley mit rechts und wuchtete das Spielgerät zum 2:1-Sieg ins linke Eck. Peters reckte und streckte sich, war aber machtlos. „So ein Tor macht man nur mit extrem viel Sebstvertrauen“, sagte Arambasic und gratulierte Kiat kurz nach dem Abpfiff fair zum letztlich verdienten Sieg.

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