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„Totos“ anrennender TuS verzweifelt: Sulinger müssen sich mit 0:0 abfinden

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Von: Fabian Terwey

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Sturmlauf: Jona Hardt (r.) und der TuS Sulingen schnüren die Gäste aus Godshorn beim 0:0 in ihrer Hälfte ein.
Sturmlauf: Jona Hardt (r.) und der TuS Sulingen schnüren die Gäste aus Godshorn beim 0:0 in ihrer Hälfte ein. © terwey

Jona Hardt ließ sich auf die Knie fallen und vergrub sein Gesicht tief im Rasen: Der umtriebige Verteidiger des Fußball-Landesligisten TuS Sulingen trauerte beim 0:0-Heimremis gegen den Tabellenzweiten TSV Godshorn der letzten Torchance hinterher. In der Nachspielzeit des Abstiegsrundenduells hatte der 25-jährige Linksfuß noch einmal alles in seinen Abschluss gelegt, doch sein Volleyschuss aus dem Sechzehnereck strich vor den rund 50 Zuschauern in den blauen Frühlingshimmel. Das erlösende Tor, es wollte an diesem Tag einfach nicht fallen.

Sulingen – „Schade. Es war unser drittes Heimspiel in der Abstiegsrunde und wieder kein Sieg. Es fühlt sich an wie eine Niederlage“, sagte Lennart Greifenberg nach dem zweiten Heimremis enttäuscht. Sulingens 21-jährige Schaltzentrale hatte etliche Chancen mitinitiiert, doch entweder schoss der Ball am Tor vorbei oder Godshorns Keeper Fabian Röseler fuhr seine Krakenarme aus, um die Sulinger Gelegenheit zu vereiteln.

Spieler des Spiels: Jona Hardt

Erst als Innen- dann als Linksverteidiger unterwegs, gewann der lautstarke Antreiber Zweikampf um Zweikampf und kurbelte obendrein das Powerplay mit an.

„Es war ein 0:0 der besseren Sorte. Wir hätten den Sieg heute verdient gehabt“, befand TuS-Trainer Thorolf Meyer nach dem Powerplay in der zweiten Hälfte. Gäste-Coach Niklas Mohs sah es beim Handshake mit seinem Kollegen ähnlich: „Das Ergebnis ist schmeichelhaft für uns. Es standen uns einige Leute nicht zu Verfügung. So mussten wir hinten mit unserer Altherrenriege spielen. Die Jungs da waren alle über 30. Wir wurden zum Schluss schön auseinandergezogen. Zum Glück hatten wir heute einen guten Torwart.“

Gäste-Torwart dominiert im Strafraum

Röseler pflückte Sulingens Standards in den Strafraum aus der Luft, packte stets zu, bevor TuS-Tormaschine Chris Brüggemann zuschlagen konnte, kratzte einen präzisen 20-Meter-Schuss von Malte Wulferding aus dem Winkel (76.), hechtete rechtzeitig vorm heranstürmenden Greifenberg dem Ball entgegen (87.), blockte den strammen Abschluss von Pascal Löhmann aus fünf Metern (90.) und stieß mit dem Abpfiff aus: „Wenigstens ein Punkt.“

TuS Sulingen - TSV Godshorn 0:0

Sulingen: D. Schröder - Wulferding, Hibbeler, Hardt, Niemeier (74. F. Klare), Greifenberg, Neuse, Fehse, Löhmann, Schmidt (62. T. Klare), Brüggemann. Schiedsrichter: Daniel Harting (Eintracht Afferde).

Dabei war sich Sulingens Trainer während des Spiels „sicher, dass wir noch einen machen. Wir sind ein ums andere Mal angelaufen. Hut ab vor meinem Team. Leider hat der Gegner aber immer noch ein Bein dazwischenbekommen. Bei uns fehlte teilweise der letzte Pass.“ Insbesondere beim Herausspielen der Chancen in der ersten Halbzeit „waren wir zu unkonzentriert“. Greifenberg beobachtete im ersten Durchgang Trägheit im letzten Drittel: „In der zweiten Halbzeit haben wir aber richtig gedrückt. Bei der Wärme war es dann auch eine Energieleistung von uns.“

Der eingeschnürte Gegner kam kaum vors Tor

„Toto“ Meyers Matchplan war es, mit seinem Team „spierische Lösungen zu finden und bei den Temperaturen mit Ballbesitzfußball möglichst wenig hinter dem Ball herzulaufen“. Das ging auf. Der eingeschnürte Gegner kam kaum vors Tor. „Sie hatten – glaube ich – nur einen Schuss und haben sich am Ende über den Punkt gefreut“, meinte Greifenberg.

Mit nun acht Zählern bleibt Sulingen überm Strich. Bereits am Sonntag hat der TuS das nächste Heimspiel – gegen den VfL Bückeburg. Greifenberg und Co. sind dann endlich auf den ersten Dreier zu Hause aus.

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