Freiwillig ersatzgeschwächt: TuS Sulingen unterliegt dem Vorletzten aus Harsum 0:1

Total dominiert, aber blamiert

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Sulingens Sebastian Elvers verfehlte gestern gleich zwei Mal aus nur sechs Metern das Tor. ·

Sulingen - Der TuS Sulingen hat sich gestern im Tabellenkeller der Fußball-Landesliga sicher keine Freunde gemacht. Der Viertplatzierte trat gegen den SC Harsum freiwillig ersatzgeschwächt an und verzichtete auch auf Auswechslungen, um niemanden für die abstiegsbedrohte Reserve in der 1. Kreisklasse festzuspielen. Der Tabellenvorletzte aus Harsum nutzte die Gunst der Stunde und gewann überraschend mit 1:0 (0:0) beim TuS.

Walter Brinkmann war zwar über das Ergebnis alles andere als erfreut, doch der Coach wehrte sich gegen den Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung. „Wir hatten immer noch elf gute Fußballer auf dem Platz“, hob Brinkmann hervor und sah den Grund für die Niederlage ganz woanders: „Dominanz allein reicht im Fußball nicht, du musst auch effektiv sein. Wir waren total dominant, aber überhaupt nicht effektiv.“

In der ersten Halbzeit hätten die Gastgeber schon alles klar machen müssen. Vor allem Sebastian Elvers. Nach 16 Minuten schoss er aus sechs Metern am Tor vorbei. Zehn Zeigerumdrehungen später drosch Elvers die Kugel aus ähnlicher Position über die Latte. „Die müssen beide drin sein“, haderte Brinkmann. Dazwischen hatten Mehmet Koc und Salam Garaf eine gute Konterchance verdaddelt (20.). Und danach vergaben auch Richard Sikut (40.) und Malte Wulferding (44.) hundertprozentige Torchancen.

Und Harsum? Die eigentlich chancenlosen Gäste witterten plötzlich ihre Chance und spielten nach der Pause auf Sieg. Mit Erfolg! Benjamin Celnik vollendete einen feinen Konter zum 1:0 (83.). „Das war super herausgespielt, besser kann man das nicht machen“, gestand Brinkmann. Der TuS-Coach hatte kurz zuvor noch eine Tausendprozentige seiner Mannschaft gesehen, doch Koc war an Keeper Daniel Stolte gescheitert (75.). Der Torjäger wird den Sulingern übrigens nach seiner fünften Gelben Karte nächste Woche fehlen.

Damit wird es für Brinkmann noch schwieriger, das Projekt „Zweite Mannschaft retten“ durchzuziehen. „Wir werden das schon hinbekommen und eine ordentliche Mannschaft auf den Platz bekommen“, meinte der Coach mit Blick auf die nächste Partie am Sonntag beim OSV Hannover. Immerhin ist für den Gegner die Saison genauso gelaufen wie für den TuS. · kni

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