Torwart Dominik Overmeyer – Bassums Retter in Steimbke / Merdon sieht keine Schwächen

„Kalt ist mir nicht geworden…“

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Stark im Rauslaufen – und auf Linie: Dominik Overmeyer (re.) spielt beim TSV Bassum eine starke Saison.

Kreis-Diepholz - Von Cord Krüger. BassumKreis-Diepholz - Von Cord Krüger. Schon in der Halbzeitpause dieser einseitigen Parte beim Bezirksliga-Spitzenreiter SV BE Steimbke hatte sich Dominik Overmeyer festgelegt: „Er sagte nur: Die kriegen heute keinen mehr rein!“, erinnerte sich Trainer Andreas Merdon gestern mit wohligem Schauer an die klaren Worte seines Torwarts. Doch der Schlussmann des TSV Bassum behielt Recht, ließ auch nach dem Seitenwechsel mit starken Paraden und Rettungstaten im Rauslaufen keinen Gegentreffer mehr zu und avancierte zum Matchwinner beim 1:0 (0:0)-Sieg auf Kunstrasen.

„Stimmt, das habe ich gesagt“, plaudert Overmeyer aus der Kabine: „Obwohl Steimbke wohl 80 Prozent Ballbesitz hatte. Aber es lief extrem gut. Wir haben das als Mannschaft richtig cool gemacht – mit zwei Viererketten.“ Dennoch musste der Keeper oft eingreifen. „Kalt ist mir nicht geworden“, schildert er die Abwehrschlacht: „Runter, wieder aufspringen – auch das kann Kraft kosten.“

Spätestens jetzt sah er ein, was ihm seine Trainer Andreas Merdon und Jürgen Schäfer regelmäßig einschärfen: „Auch als Torwart braucht man Kondition. Aber im Training bin ich nicht so der Fleißigste.“ Merdon umschreibt es anders: „Bei den Laufeinheiten ist Dominik ein fauler Sack.“ Doch er verzeiht es dem 20-Jährigen, denn in jedem Spiel sieht er einen „extrem ehrgeizigen Torwart, einen Verrückten im positiven Sinn. Und in dieser Saison erkenne ich bei ihm keinen Schwachpunkt. Er ist stark im Eins-gegen-Eins und zeigt Reflexe, die keiner erwartet.“

Ein Glück für den TSV, dass ihm dieses Eigengewächs nicht von der Fahne gegangen ist. Vor knapp einem Jahr hatte sich der Berufsschüler noch mit Abwanderungsgedanken getragen. Seit seinem vierten Lebensjahr gab es für ihn nur das Bassumer Trikot – in allen Jugendteams und schließlich bei den Herren. Doch in der Vorsaison lief es bei den Lindenstädtern nicht rund, „und ich hatte fast schon beim TSV Bramstedt zugesagt. Aber die Jungs aus der Mannschaft haben mich umgestimmt.“ Die sind ihm wichtig, denn „wir sind befreundet, viele kenne ich schon länger durch meinen Bruder Tobias.“ Der ist Betreuer der Ersten, „noch etwas, was ich richtig cool finde.“

Also blieb Overmeyer – auch, weil „die Jungs“ argumentierten, „dass man in die Kreisliga ja immer noch gehen kann“. Bassum hätte es in der Vorsaison fast erwischt, doch Interimscoach Schäfer führte sie erfolgreich durch die Relegation. Eine Nervenprobe, für den Torwart aber gleichzeitig ein gutes Erlebnis.“ Und nach dem 1:0 in Landesbergen legte er sich als einer der ersten Wackelkandidaten fest: „Ich bleibe Bassumer!“ Vor der neuen Saison versicherten ihm Schäfer und Merdon, dass er ihre Nummer eins sei. Das gab Dominik Overmeyer noch mehr Sicherheit. Nun rechnet er damit, dass dieses 1:0 in Steimbke für weitere Erfolgserlebnisse sorgt: „Dieser Sieg gibt uns einen Schub – ganz bestimmt.“

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