SG Diepholz will Offensivschwäche beheben / Im Training klappt’s – im Spiel nicht

Torschütze gesucht

Diepholz - Von Arne FlüggeDas Prinzip des Fußballspielens ist eigentlich schnell erklärt: Das Runde muss ins Eckige – hat schon Weltmeistercoach Sepp Herberger gesagt. „Nur, wenn das immer so einfach wäre“, seufzt Marco Hegerfeld. Und der Trainer von Fußball-Landesligist SG Diepholz weiß, wovon der spricht.

Sechs Tore hat seine Mannschaft in den ersten sieben Spielen erst erzielt, nur vier in den letzten sechs Begegnungen. In Diepholz herrscht Flaute. Doch ein Patentrezept, den Sturm endlich wieder mit frischem Wind zu versorgen, hat auch Hegerfeld nicht. Er setzt auf Geduld und das Prinzip Hoffnung. Auf die Frage, wie man das Problem abstellen kann, sagt er: „In dem man nächstes Mal die Tore macht. Wir können doch jetzt nicht sagen: ,Wir hören auf‘. Wir müssen dranbleiben, uns noch mehr konzentrieren und trainieren, trainieren und trainieren.“

Das hat der Coach mit seiner Mannschaft in den vergangenen Tagen auch getan. „Im Training sitzen die Dinger, auch schier Unmögliche. Und im Spiel geht’s dann plötzlich nicht“, beklagt Hegerfeld die durchaus verzwickte Lage, aus der sich sein Team auch mit dem nötigen Quäntchen Glück befreien muss: „Das müssen wir erzwingen. Vielleicht sitzt ja demnächst mal der erste Schuss, und wir kommen in einen Lauf.“

Demnächst – das soll schon am Sonntag sein, wenn die SG Diepholz um 15.00 Uhr zum Auswärtsspiel beim TuS Wettbergen antritt. Als „eine Mannschaft auf Augenhöhe“ bezeichnet Hegerfeld den Tabellenzehnten, der vier Punkte und vier Plätze vor den Diepholzern rangiert. „Von Platz sieben abwärts kann jeder jeden schlagen“, schätzt Hegerfeld.

Das hatten er und seine Mannschaft zuletzt bei der 0:1-Heimpleite gegen Schlusslicht Halvestorf selbst schmerzlich erfahren müssen. „Das tat weh“, erzählt der 37-Jährige und räumt ein, dass diese Niederlage auch auf die Laune in der Mannschaft gedrückt hat. „Die Stimmung ist angespannt. Das ist nach so einer Ernüchterung doch normal. Wir brauchen jetzt endlich das Erfolgserlebnis, das uns mehr Selbstvertrauen gibt. Und dann wird auch die Stimmung wieder besser, es wird mehr miteinander geredet.“ Derzeit, so Hegerfeld, „murmelt doch jeder nur vor sich hin, weil er mit sich allein zu sehr beschäftigt ist, jeder überlegt, was er falsch macht.“

Von dem ersehnten Erfolgserlebnis erhofft sich der Diepholzer Trainer den Brustlöser. „Denn im Endeffekt“, so Hegerfeld, „hat zu den Erfolgserlebnissen nie ganz viel gefehlt.“ Nur das Runde will halt nicht ins Eckige . . .

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