Zehn Treffer in drei Spielen

Kevin Nienstermann steht für den Weyher Aufschwung

Kevin Nienstermann hat allein in den letzten drei Spielen zehn Treffer für den SC Weyhe erzielt. - Foto: Töbelmann

Weyhe - Von Daniel Wiechert. Wenn Kevin Nienstermann auf seinen persönlichen Höhenflug angesprochen wird, reagiert er abgebrüht, betont lieber das große Ganze statt sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen. „Der Trainer stellt uns einfach gut ein“, sagt der Goalgetter des Bremer Bezirksligisten SC Weyhe dann. Oder: „Die Trainingsbeteiligung ist besser. Das macht sich dann auch auf dem Platz bemerkbar.“ Nienstermann, der allein in den vergangenen drei Spielen zehnmal geknipst hat, denkt an die Gemeinschaft. Das kommt nicht von ungefähr.

Seit jeher ist der 21-Jährige engagiert, er lebt für den Sport. Das beweist seine Vita. 2014 hat er an der KGS Leeste das sogenannte Sport-Abitur abgelegt, im Anschluss machte er ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) beim TuS Sudweyhe. Als Erster. „Das hat mir super viel Spaß gemacht“, sagt Nienstermann: „Das war genau mein Jahr.“ Und er schob in den 365 Tagen so einiges an. Neben der Arbeit im Kindergarten und einigen Ballsport-AG‘s in der Grundschule trieb er auch eigene Projekte voran. Zum Beispiel den Winterspielplatz in der Turnhalle der Ganztagsgrundschule in Sudweyhe. Zu dieser Zeit war fest eingeplant, dass ein Sportwissenschaftsstudium folgen sollte, allerdings entschied er sich dann doch für eine Ausbildung zum Groß- und Einzelhandelskaufmann in Stuhr. „Ich wollte dann doch erstmal etwas Handfestes machen. Ich bin ja erst 21 Jahre, könnte also danach auch noch studieren.“

Und was Nienstermann macht, das will er richtig machen. Wie auch sein Weyher Trainer Julian Kreienhoop bestätigt. Sein Torjäger strebe immer nach Perfektion: „Und wenn es dann mal nicht so läuft, hadert er manchmal zu viel mit sich selbst.“

Da ist es gut, mit Kreienhoop einen Ruhepol zu haben. „Julian hat uns zu Saisonbeginn, als wir sechs Spiele verloren hatten, beruhigt“, erklärt Nienstermann: „Er hat uns verständlich gemacht, dass wir uns nicht verrückt machen brauchen. Und es bald wieder laufen wird.“ Er behielt Recht. Der Knackpunkt sei der 5:2-Erfolg gegen Hippokrates gewesen, berichtet der 21-Jährige: „Da haben wir gemerkt: Wir können es.“ Seitdem herrsche eine Wohlfühlatmosphäre: „Die Stimmung ist extrem positiv. Man hört auf dem Platz kein negatives Wort. Wir machen uns gegenseitig Mut.“

Auch abseits des grünen Rechtecks sei das Betriebsklima intakt. „Wir sind alle Kumpel“, betont Nienstermann: „Wir unternehmen viel zusammen.“ Als nächstes stehe ein Freimarktbesuch an. Dieses Miteinander verhinderte auch, dass der 1,92 Meter große Stürmer, der in der A-Jugend noch als Sechser und Innenverteidiger gespielt hat, im Sommer den Abflug machte. Der TSV Melchiorshausen war besonders interessiert. Und Nienstermann betont auch, „dass jeder wohl gerne mal in der Bremen-Liga spielen würde“. Allerdings hätten die Weyher Verantwortungsträger ihm und auch seinem Zwillingsbruder Marvin klar gemacht, „dass sie uns schon jetzt als Führungsspieler sehen“. Das habe imponiert.

Und im Moment gibt es sowieso keinen Grund zum Meckern. Weyhe gewann auch dank Nienstermanns Tore die letzten drei Spiele, steht auf dem siebten Platz. „Es läuft super“, sagt auch Nienstermann und spricht dann doch noch über seinen eigenen Lauf: „Ich Moment habe ich einfach das Gefühl dafür, wann ich abschließen muss.“

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