Für Oberligist HSG Barnstorf/Diepholz zählt nur ein Sieg

Torjägerduell: Linné gegen Misere

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Trifft aus allen Lagen: Linksaußen Lukas Misere ist für den TuS Rotenburg im Angriff eine Bank.

Diepholz - Von Matthias Borchardt. Die Handball-Weltmeisterschaft der Männer gehört der Vergangenheit an, jetzt geht’s wieder um Liga-Punkte. Im ersten Heimspiel des neuen Jahres empfängt Oberligist HSG Barnstorf/Diepholz morgen Abend um 20.30 Uhr in der Diepholzer Mühlenkamphalle den Tabellensiebten TuS Rotenburg. Nach dem 34:34 im Kellerduell beim SV Beckdorf wollen die Gastgeber die Begegnung unbedingt gewinnen.

Barnstorfs Torhüter Frederik Hohnstedt hat die jüngste Auswärtspartie noch nicht abgehakt: „34 Gegentore sind viel zu viel. Gegen Beckdorf hatten wir viele individuelle Abwehrfehler im Spiel, vor allem in der ersten Halbzeit, da sind nur einfache Tore gefallen. Die Fehler gilt es, gegen Rotenburg abzustellen.“ Der 24-Jährige blickt voraus: „Wir müssen eine Schippe mehr Grundaggressivität mit einer guten Rückzugsphase drauflegen, dann werden wir Rotenburg mit Hauptakteur Lukas Misere unter 25 Toren halten. Das wird der Schlüssel zum Sieg sein. Im Angriff mache ich mir keine Sorgen, hier haben wir uns in den vergangenen Wochen sehr positiv entwickelt.“

Apropos Lukas Misere: Der 23-Jährige steht im Blickpunkt, denn der Linksaußen ist mit 100/24 „Buden“ zweitbester Torschütze der Oberliga. Übertroffen wird er nur durch den Barnstorfer Jan Linné, der mit 109/30 Treffern das Tableau anführt. Keine Frage: Es ist auch das Duell der beiden besten Torjäger. Das Hinspiel gewannen die heimstarken (12:2 Punkte) Rotenburger mit 24:22. Sowohl Lukas Misere als auch Jan Linné trafen jeweils sechsmal ins Schwarze. Barnstorfs Trainer Dag Rieken lobt seinen Linkshänder: „Jan spielt eine bombastische Serie, ist in seinen Leistungen am konstantesten und gibt auch im Training immer 100 Prozent.“

In der vergangenen Saison gewann der Tabellenneunte daheim mit 32:26. Überragender Akteur damals war Kamil Chylinski mit 15/4 Toren. Aufgrund eines Kreuzbandrisses fällt der wurfstarke Pole die komplette Serie aus, der 25-Jährige absolviert ein Aufbautraining.

Rieken nennt seine Marschroute: „Wir wollen daheim mit aller Macht gewinnen, haben aus dem Hinspiel noch eine Rechnung offen.“ Der 49-Jährige weiß, dass sich die Hausherren im Vergleich zur Auswärtspartie in Beckdorf in der Defensive steigern müssen: „Die Zuordnung stimmte da nicht.“ So stand bei den bisherigen Übungseinheiten in dieser Woche verstärktes Abwehrtraining auf dem Programm. Der B-Lizenz-Inhaber hält aber an der einstudierten 3:2:1-Formation fest.

Spielt eine Klasse-Saison: Linkshänder Jan Linné (r.) ist bei der HSG Barnstorf/Diepholz nicht wegzudenken. Er führt mit 109/30 „Buden“ die Oberliga-Torschützenliste an.

Personell fehlt am Freitag auf alle Fälle Stefan Beljic (Adduktorenzerrung). Ob Linksaußen Lars von Kamp nach längerer Verletzungspause (lädierter Fuß) erstmals wieder zum Aufgebot gehört, entscheidet sich kurzfristig. Angeschlagen sind Kevin Heemann (dicker Knöchel), Cedric Quader (Achillessehnenbeschwerden) und Saulius Liutikas (erkältet). Rieken kann sich vorstellen, dass er in der zweiten Reihe mit Jakub Anuszewski, Piet Gerke und Linné beginnen lässt.

Bei den Gästen geht aber nicht nur Gefahr von Lukas Misere aus, sondern auch von Rechtsaußen Luka Bruns (38 Tore erzielt) sowie den Rückraumakteuren Sören Heyber (48) und Jens Koch (35). Rieken sagt über den Gegner: „Die Rotenburger haben eine homogene Truppe, die mit viel Dampf kommt. Wir dürfen den Spielern nur wenig Raum lassen.“

Rotenburgs Coach Nils-Oliver Muche erwartet „ein heißes Spiel. Wir werden nur eine Chance haben, wenn die Jungs glühen, Spaß haben am Spiel und sich diszipliniert an die vorgegebene Marschroute halten. Die Leistung aus den letzten Spielen wird nicht reichen.“

Der Druck bei den Barnstorfern ist größer, denn sie dürfen sich bei 11:17 Punkten keinen Ausrutscher erlauben. Ihnen hilft nur ein Sieg, dazu braucht das Team auch die Unterstützung der Fans.

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