Torjäger erzielt Dreierpack beim 3:2-Erfolg über Mörsen

Wiesner Lahausens Pokalheld

So sehen Kreispokalsieger aus: Die Kicker des TSV Weyhe-Lahausen freuten sich riesig nach dem 3:2-Erfolg über den SV Mörsen-Scharrendorf. Einen besseren Abschied hätte es für Trainer Thorsten Eppler (hockend – links) nicht geben können. Beese

Neuenkirchen - Der TSV Weyhe-Lahausen ist Kreispokalsieger 2018 im NFV-Kreis Diepholz. In einem nach der Pause sehr unterhaltsamen Fußballspiel besiegten die Schützlinge des scheidenden Trainers Thorsten Eppler den SV Mörsen-Scharrendorf mit 3:2 (1:0). Für Eppler, der nach der Partie die obligatorische Bierdusche seiner Spieler über sich ergehen lassen musste, ein Abschied wie gemalt. „Besser geht’s nicht“, freute sich der Coach. Beide Teams fahren nun auf Abschlussfahrt nach „Malle“.

„Zur dritten Halbzeit wird’s aber nicht kommen“, so der frustrierte SVMS-Abwehrchef Bartosz Drozdowski, der zur Verwunderung der Zuschauer in der Pause gegen Serdar Uludasdemir ausgewechselt wurde.

Eine Stunde vor dem abschließenden Finale hatte es in Neuenkirchen so ausgesehen, als ob das Endspiel vor einer Geisterkulisse stattfinden müsste, doch offensichtlich ahnten die Besucher, dass das Beste nach dem Seitenwechsel kommen würde, als sich die Zuschauerzahl doch der 500er-Marke näherte. In Hälfte eins hatte das Spiel kaum Höhepunkte, die Lahauser standen tief und ließen Mörsen kommen, waren aber offensiv unauffällig.

Die Elf von Coach Friedhelm Famulla war optisch überlegen, doch Mörsen fehlten die Ideen im Spiel, wohl auch, weil Spielmacher Storven Bockhorn im Angriff und nicht im Mittelfeld agieren musste, wo er auf sich allein gestellt war, weil Sturmpartner Christian Horstmann wie auch das Mittelfeld Totalausfälle waren. Die beiden einzigen Chancen hatte Lahausen. Nach einem Befreiungsschlag von Jannis Berendt schob Christian-Paul Wiesner den Ball zum 1:0 ins lange Eck (36.). Fast wäre Moritz Anton das 2:0 gelungen, doch seinen Kopfball parierte Keeper Marcel Bavendiek, der Nachschuss von Tobias Marquardt ging über die Latte (45.).

Bierdusche für Lahausens Trainer Thorsten Eppler. 

Nach dem Seitenwechsel der Schock für Mörsen: Nach einem Patzer von Kay-Simon Sommerfeld parierte Bavendiek glänzend gegen Wiesner, den Nachschuss versenkte der Lahauser Torjäger aber unhaltbar (47.). Spät hatte Mörsens Trainer die Schwachstelle der Lahauser erkannt: die rechte Abwehrseite. Durch die Einwechslung von Serdar Uludasdemir änderte sich das. Immer wieder zog der Goalgetter an Marcel Mellendorf vorbei und sorgte für Gefahr. Beim 1:2 war es aber Storven Bockhorn, der einen abgeblockten Schuss über die Torlinie beförderte (55.). Nur vier Minuten später entlud sich die Energie von Christoph Harms in einem 25-Meter-Schuss, der wie ein Strahl im linken Eck einschlug. Doch als Mörsen Oberwasser bekam, rächte sich die Auswechslung von Drozdowski. Als ob die Grün-Schwarzen noch nie von „Kirsche“ Wiesner gehört hätten, stand dieser zweimal nach Hereingaben von Jannis Behrendt frei am kurzen Pfosten. Nachdem Bavendiek beim ersten Mal mit einer Glanzparade abgewehrt hatte (58.), war er fünf Minuten später bei einer identischen Szene machtlos (63.). „Unmöglich, wie kann da die Zuordnung zweimal nicht stimmen“, schimpften nach dem Abpfiff Drozdowski und Teamkollege Mirsad Stubbla.

Lahausen versäumte es nun, den Sack zuzumachen, weil Bavendiek einen Sahnetag erwischt hatte. Und so hatte die Eppler-Truppe Glück, als ein Kopfball von Harms (88.) von der Unterkante der Latte auf die Torlinie und zurück ins Feld prallte sowie in der siebenminütigen Nachspielzeit, als Uludasdemir sieben Meter vor dem Tor den Ball nicht traf (90.+2) und wenig später an Lahausens Keeper Finn Luca Wiechmann scheiterte (90.+5). Den Nachschuss setzte Harms dann über die Querlatte. 

ees

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