Verteidiger geht bei Neuenkirchens Befreiungsschlag voran

Schoof bringt Ex-Kollegen zum Verzweifeln

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An der TVN-Defensive um Torben Schoof gab es für den FC Sulingen kein Vorbeikommen. Der Aufsteiger hat nun fünf Zähler Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz.

Neuenkirchen - Von Daniel Wiechert. Eins vorweg: Torben Schoof ist vor dem Spiel beim FC Sulingen in die richtige Kabine gestapft. In die der Gäste. Sich dort auf das Bezirksliga-Spiel vorzubereiten, sei allerdings „schon merkwürdig“ gewesen, gibt der 35-jährige Innenverteidiger des TV Neuenkirchen zu.

Sechseinhalb Jahre im FC-Trikot lassen sich eben nicht so einfach abschütteln: „Als Gegner beim FC aufzulaufen, war ein komisches Gefühl. Ich kenne die Spieler ja alle – und auch alle Fans, die da waren.“ Als der Anpfiff ertönte, war es jedoch vorbei mit den Sentimentalitäten. Im Abstiegskampf ist dafür kein Platz.

Der TVN-Verteidiger schmiss sich in jeden Zweikampf, ließ die Sulinger Offensivabteilung nicht zur Entfaltung kommen. „Ich glaube schon, dass es ein Vorteil ist, dass ich die Spielweisen von Svend Kafemann und den anderen aus vielen gemeinsamen Trainingseinheiten kenne“, sagt Schoof: „Wenngleich ich auch glaube, dass Svend nach seiner langen Verletzung noch nicht bei 100 Prozent ist.“

Gut möglich. Das schmälert aber nicht die Leistung der Neuenkirchener Defensive. Angeführt von den Ex-Sulingern Schoof und Benjamin Barth hielt diese die Null. Und weil vorne Carsten Hildebrandt (43.) und Timo Lües (79.) trafen, feierte der Aufsteiger den ersten Saisonsieg im Kalenderjahr 2016. „Die Stimmung nach dem Spiel war schon super“, berichtet der 35-jährige Schoof mit norddeutscher Nüchternheit: „Es war zu merken, dass wir eine längere Durststrecke beendet hatten.“

Einen Wermutstropfen gab es aber. Schoof war bereits in der 20. Minute im Rasen hängengeblieben, verdrehte sich das linke Knie. Beim Röntgen war am Sonntagabend nichts zu erkennen, heute steht eine MRT-Untersuchung an. „Ich hoffe, dass es nur eine Dehnung ist“, sagt Schoof, der bisher von größeren Verletzungen verschont geblieben ist.

Eine lange Zwangspause wäre auch für Dirk Meyer ein Schuss vor den Bug: „Torben bringt immer seine Leistung“, betont Neuenkirchens Trainer, der eine Eloge auf seinen Verteidiger anstimmt: „Er gibt immer alles für die Truppe, er lässt sich nie etwas zu schulden kommen. Er ist jemand, auf den man sich sportlich wie menschlich zu 100 Prozent verlassen kann.“

Man merkt: Zwischen Schoof und Meyer stimmt die Chemie. Als der jetzige TVN-Trainer im Herbst 2014 als Coach beim FC Sulingen geschasst worden war, kündigte Schoof aus Solidarität seinen Abgang aus Sulingen an.

Dieser Abschied mit Makel habe in der Spielvorbereitung allerdings keine Rolle gespielt. „Wir sind im Vorfeld bewusst nicht auf darauf eingegangen“, verrät Meyer: „Wir wollten das Thema gegenüber der Truppe flachhalten. Vielmehr war es wichtig, dass die Jungs wieder die Birne freikriegen.“

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