Tora-Event des SKIP Syke ein voller Erfolg / Privatstunden schon am Tag zuvor

100 Kinder sind begeistert von WM-Star Noah Bitsch

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Noah Bitsch wurde nicht müde, die vielen Übungen selbst vorzumachen und hatte sichtlich Spaß dabei.

Syke - Von Gerd Töbelmann. Dieser Mann hat wirklich eine Engelsgeduld. Noah Bitsch, gerade zweifacher Medaillengewinner bei der WM in Bremen geworden, wiederholte seine Anweisungen, Korrekturen, Aufmunterungen wieder und wieder – und seine Schüler hörten ausmerksam zu. Bereits zum siebten Mal stand die Olympiahalle in Syke ganz im Zeichen des Karatesports, denn der Verein SKIP Syke hatte zu seinemTora-Event eingeladen – und fast 100 Kinder und Jugendliche im Alter von fünf bis 14 Jahren kamen.

Bei dem Tora-Event handelt es sich um diverse Trainingseinheiten, die die Syker immer am Samstag vor dem 2. Advent anbieten. Und dies nicht nur ihren eigenen Mitgliedern, sondern jedem, der gegen eine schmale Gebühr von nur neun Euro für drei Einheiten Lust auf professionelle Unterweisung hat. Sykes Trainer Björn Strote war froh darüber, „dass Sportler aus Groß-Buchholz, Seelze, Verden, Wolfsburg oder auch Göttingen den Weg nach Syke gefunden haben.“

Und es sollte sich lohnen, denn nicht jeden Tag wird man von einem Meister seines Faches in dieser Ausprägung trainiert. Noah Bitsch, gerade einmal 25 Jahre alt, machte einen tollen Job. Der Thüringer, im Hauptberuf Sportsoldat in Mainz, reiste bereits am Freitagabend an und gab sozusagen ein Privattraining für die SKIP-Mitglieder. „Wir hätten nicht gedacht, dass er das macht. Schließlich haben wir ihn nur für den Samstag gebucht“, staunte Sykes Pressewart Andreas Müller nicht schlecht.

Bitsch jedenfalls gab sich alle Mühe und hatte zwischen den einzelnen Übungen im Kumite (Kampf gegen einen realen Gegner) auch noch Zeit, etwas über sich und seine sportlichen Ziele zu plaudern. Karate wurde dem 25-jährigen Nationalmannschafts-Karateka schon in die Wiege gelegt, denn sein Vater zum Beispiel ist Jugend-Bundestrainer. „So bin ich ganz früh zum Karate gekommen und gebe auch schon seit acht Jahren selbst Training“, sagte Bitsch, der solche Events wie nun in Syke etwa acht bis zehn Mal im Jahr abhält. Und dafür natürlich auch eine Aufwandsentschädigung erhält. Über Zahlen mochte Strote nicht reden, sagte aber, „dass wir wohl mit einer schwarzen Null davonkommen werden. Wenn nicht, gleicht der Verein eben das Minus aus. Schließlich müssen wir noch zwei weitere Trainer bezahlen. Aber ich kann sagen, dass sich der Aufwand allemal gelohnt hat. Alle Teilnehmer waren mit Feuereifer bei der Sache und wollen im nächsten Jahr wiederkommen.“

Bitsch jedenfalls wurde nicht müde, mit seiner sympathischen Art die Kids zu unterrichten. „Das macht mir echt Riesenspaß. Wenn ich einmal mit dem Wettkampf-Karate aufhöre, werde ich auf alle Fälle weiter Training geben“, so der WM-Dritte im Einzel und Silbermedaillengewinner mit dem Team.

Aber noch genießt die eigene Karriere Vorrang. Und da steht in zwei Jahren die WM im österreichischen Linz an. Alle Kinder, die in Syke dabei waren, werden ihm mit Sicherheit die Daumen drücken, dass es dann vielleicht zu Gold reicht.

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