Brinkum im Pokal-Halbfinale gegen Meister Bremer SV / Gelsdorf: „Offene Partie“

Tor-Phantom Bi-Ria: „Unmöglich zu verteidigen“

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Im letzten Aufeinandertreffen mit dem Bremer SV war Bremens Ole Laabs (li.) der überragende Mann. Morgen wollen Marcel Dörgeloh (Mitte) und Brinkum das nicht zulassen. ·

Brinkum - Dennis Offermann steht eine kurze Nacht bevor. Denn gegen 5.45 Uhr wird er gebannt auf sein Smartphone schauen – in Erwartung einer SMS seines Co-Trainers Jörg Bender. Da Offermann derzeit in Hawaii weilt, endet das morgige Bremer Pokal-Halbfinale seines Brinkumer SV gegen den Bremer SV (Anstoß: 15.00 Uhr) für ihn in 12 000 Kilometer Entfernung zur Unzeit.

„Ich stehe im Kontakt mit Dennis – natürlich wollen wir ihm ermöglichen, in dieser Saison auch noch ein Pokalspiel live zu erleben“, sagt Bender. Dafür muss ein Brinkumer Sieg her, kein leichtes Unterfangen. Schließlich reist die „Macht vom Panzenberg“, wie es auf der Homepage des Bremer SV heißt, als frischgebackener Meister an.

Die Liga-Dominanz der Gäste wird am schon fast irrwitzigen Torverhältnis von 112:17 deutlich. Doch in den direkten Duellen hat der Brinkumer SV bewiesen, dass sie gegen den Meister über 90 Minuten Schritt halten können – 0:1, 2:2, 3:1, 0:1 lauten die Liga-Ergebnisse der vergangenen zwei Jahre aus Brinkumer Sicht. „Die Ergebnisstruktur zeigt für mich, dass es eine völlig offene Partie ist“, sagt Klaus Gelsdorf, Trainer beim Bremer SV. Überhaupt zieht Gelsdorf, bis 2010 noch Brinkumer Coach, den Hut vor der Entwicklung seines Ex-Clubs: „Es ist absolut klasse, was dort für eine Arbeit mit jungen Spielern verrichtet wird.“

Damit spricht Gelsdorf unterschwellig auch ein Plus seines Teams an – die Abgezocktheit. „Ihr Kader ist extrem erfahren“, sagt Bender: „Dort sitzen Spieler auf der Bank, die in jedem anderen Liga-Team zur Stamm-Elf gehören würden.“ Gelsdorf stimmt zu: „Unser Kader ist über Jahre gewachsen und zuletzt auch ausgeglichener geworden. Fuhren wir letztes Jahr teilweise noch auf den Felgen, können wir jetzt Ausfälle kompensieren.“

Ein Akteur sticht beim Bremer SV aber heraus: Iman Bi-Ria. Der Deutsch-Iraner hat sagenhafte 48 Saison-Tore auf dem Konto, war auch der Siegtorschütze beim letzten Duell mit dem Brinkumer SV. „Den siehst du 89 Minuten nicht, und dann schießt er das entscheidende Tor“, sagt Bender: „Das macht es fast unmöglich, ihn zu verteidigen.“ Nachlässigkeiten – wie zuletzt teilweise beim 6:3-Sieg gegen den OT Bremen  – dürfe sich sein Team auf keinen Fall erlauben. „Dort waren wir fahrlässig, hatten zu viele Flüchtigkeitsfehler im Spiel“, sagt Bender. Auch deshalb wird Innenverteidiger Tom Witte zurück ins Team rutschen, kündigt Brinkums Co-Trainer an. Überhaupt stimme die Konzentration seiner Mannschaft auf den Pokal-Kracher: „Zuletzt wurde sich auch mal angeschrien, wenn ein Trainingsspiel verloren gegangen ist. Genau so muss das sein.“ Diese Aggressivität verkörpert auch Keeper Niklas Frank. Ein Grund, weshalb er morgen den Vorzug gegenüber seines Konkurrenten Mathis Peters bekommt: „Wenn es zum Elfmeterschießen kommen sollte, ist er in der Lage, mindestens zwei zu halten“, erklärt Bender einen weiteren Grund. · wie

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