Werder schlägt Fulda 3:1

Gerassimenkos Topspins zermürben Fuldas Filus

Die Gerassimenko-Faust: Der Punkt des Kasachen gegen Fuldas Topspieler Ruwen Filus war nicht unbedingt erwartet worden.
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Die Gerassimenko-Faust: Der Punkt des Kasachen gegen Fuldas Topspieler Ruwen Filus war nicht unbedingt erwartet worden.

Nach dem 0:3 vom Freitag in Düsseldorf präsentierte sich Tischtennis-Bundesligist SV Werder Bremen am Sonntag viel besser und bezwang den TTC Fulda-Maberzell mit 3:1.

  • Gerassimenko landet Überraschungssieg
  • Mattias Falck punktet doppelt
  • Tischtennis-Bundesligist Werder Bremen hat Playoff-Plätze aufgegeben

Bremen - „Ich weiß gar nicht, wie das kommt: Viele sagen von außen, dass ich nicht gut gegen Abwehrspieler aussehe. Stimmt aber gar nicht. Ich spiele eigentlich ganz gern gegen solche Leute“, sagte Kirill Gerassimenko gestern. Und den Beweis dafür lieferte er gleich mit, denn der Kasache in Diensten des Tischtennis-Bundesligisten SV Werder Bremen setzte sich glatt in drei Sätzen gegen den viel höher eingestuften Abwehr-Strategen Ruwen Filus (32) vom TTC Fulda-Maberzell durch. Nach zwei weiteren Punkten von Vize-Weltmeister Mattias Falck und einer Niederlage von Hunor Szöcs setzte sich Werder am Ende mit 3:1 durch.

Nach dem 0:3 vom Freitag gegen Düsseldorf (siehe Extra-Text) machen sich die Bremer aber keine großen Hoffnungen mehr, mindestens Platz vier für die Playoffs noch zu erreichen. „Ich denke, dass das nicht mehr klappen wird, denn da stehen ja noch viele Teams vor uns, die wir noch überholen müssten. Und so viele Spiele gibt es ja nicht mehr“, meinte Werders Coach Cristian Tamas.

Die Bremer verdrängten Fulda vom neunten Platz, aber der Rückstand zu Rang vier beträgt acht Spiele vor dem Saisonende schon satte sechs Punkte. Auch Gerassimenko glaubt nicht mehr an die Playoffs: „Der Rückstand ist wohl zu groß. Wir wollen jetzt noch möglichst viele Punkte einfahren, um in der Tabelle noch etwas nach oben zu kommen.“

Stenogramm

Bundesliga Herren, SV Werder Bremen - TTC Fulda-Maberzell 3:1: Mattias Falck - Fan Bo Meng 11:4, 11:5, 11:8; Kirill Gerassimenko - Ruwen Filus 11:9, 11:6, 11:9; Hunor Szöcs - Quadri Aruna 8:11, 12:14, 7:11; Falck - Filus 11:8, 11:7, 14:12.

Vielleicht lag der gestrige Sieg auch daran, dass sich Tamas seine Jungs in Düsseldorf noch in der Kabine etwas zur Brust genommen hatte: „Wir hatten da eine offene Diskussion und ich bin froh, dass die Spieler heute besser aufgetreten sind.“

Das galt auch für Vize-Weltmeister Mattias Falck. Der Schwede ging noch am Freitag gegen seinen Landsmann Kristian Karlsson in drei Sätzen unter, zeigte gestern aber wieder seine Qualitäten. Gegen Fuldas Fan Bo Meng (20), der Deutscher ist, aber dessen Eltern aus China stammen, war Falck von Beginn an hellwach. Offenbar war ihm die Hinspiel-Schlappe noch in unguter Erinnerung. Werders Ass fertigte Meng in nur 15 Minuten mit 11:4, 11:5 und 11:8 ab

Gerassimenko sorgt für Vorentscheidung

Für eine Vorentscheidung sorgte danach Gerassimenko: Der 24-Jährige schien bei seinen harten Topspins immun gegen die Rückhand-„Säge“ von Ruwen Filus zu sein. Filus ist einer der wenigen Abwehr-Cracks in der Bundesliga und stand immerhin bei der WM-Team-Silbermedaille 2018 im deutschen Kader. Aber was der Weltranglisten-18. auch versuchte – Gerassimenko hatte bei seinem Dreisatzsieg immer die bessere Antwort parat. Und da soll jetzt noch jemand sagen, dass Werders Nummer zwei Abwehrspieler nicht liegen . . .

So klar die beiden ersten Partien an Werder gingen – so klar verlor Hunor Szöcs an Position drei gegen den Nigerianer Quadri Aruna. Fuldas Weltranglisten-20. ist aber als mehrfacher Afrika-Meister kein unbeschriebenes Blatt. Schließlich warf er die deutsche Legende Timo Boll 2016 in Rio mit 4:2 Sätzen aus dem olympischen Einzel-Wettbewerb.

Falck hat Glück mit einigen Netzrollern

Aber danach machte Falck mit seinem zweiten Sieg den Sack zu. Gegen Filus vergab er im dritten Satz zwar drei Matchbälle, gewann den Durchgang aber noch mit 14:12, wobei der Schwede auch viel Dusel mit einigen Netzrollern hatte.

„Wir haben uns heute gegenüber dem Düsseldorf-Spiel klar gesteigert. Dass wir die Playoffs aber wohl nicht mehr erreichen können, ist natürlich sehr schade“, erklärte Falck.

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