Trainer Thinius lobt den Youngster / Union 60 ein unangenehmer Gegner

Kai Tönsmeyer – der Brinkumer Rohdiamant

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Torgefährliches Offensivtalent: Kai Tönsmeyer (links) vom Bremen-Ligisten Brinkumer SV. ·

Brinkum - Frank Thinius mag es eigentlich gar nicht so gerne, wenn junge Spieler aus seiner Mannschaft in der Öffentlichkeit hochgejubelt werden. Der Trainer von Fußball-Bremen-Ligist Brinkumer SV hat dabei die Befürchtung, sein Rohdiamant könnte aus der Fassung springen, ehe er überhaupt geschliffen ist. Bei Kai Tönsmeyer ist das ähnlich, gleichwohl kommt Thinius derzeit nicht umhin, den Youngster selbst einmal zu loben.

„Kai ist als junger Spieler aus der A-Jugend gekommen und hat sich bei uns sehr gut entwickelt“, sagt Thinius vor dem Heimspiel der Brinkumer am Sonntag (14.00) gegen den FC Union 60. Tönsmeyer spielt eine starke Saison auf der rechten offensiven Mittelfeldseite, ist torgefährlich und darüber hinaus ein exzellenter Vorbereiter. „Er macht das richtig gut, spielt sehr mannschaftsdienlich. Wenn er die Buden nicht selbst macht, sieht er immer den besser postierten Mitspieler“, sagt Thinius über den 20-Jährigen. Zuletzt im Auswärtsspiel in Blumenthal traf der junge Brinkumer Offensivspieler gleich drei Mal. Und obwohl BSV-Trainer Thinius angesichts seines auch qualitativ breiten Kaders gern einmal in die Rotationskiste greift, will und kann er momentan auf Kai Tönsmeyer nicht verzichten: „Der Bursche ist gesetzt.“

Der Fall Tönsmeyer bestärkt Thinius darin, „dass wir mit unserer Philosophie, junge Spieler zu integrieren und weiterzuentwickeln, auf dem richtigen Weg sind.“

Auf dem befindet sich auch der Brinkumer SV in der Bremen-Liga. Das Team hat sich an das Spitzentrio herangepirscht, ist in Schlagweite. „Jetzt müssen wir gegen Union natürlich nachlegen“, fordert Thinius, der am Sonntag personell aus dem Vollen schöpfen kann.

Im FC Union 60 wartet auf die Gastgeber aber eine sehr unangenehme Aufgabe. „Ich habe sie zwei Mal beobachtet, wir müssen sehr viel Geduld haben“, glaubt der Brinkumer Coach. Nach schwachem Saisonstart haben sich die Bremer mittlerweile wieder gefangen, haben weiterhin aufsteigende Tendenz und belegen Rang acht – den letzten Qualifikationsplatz für den Hallencup. „Und sie werden alles daransetzen, sich für diesen Wettbewerb zu qualifizieren“, glaubt BSV-Coach Thinius.

Auf der anderen Seite wollen die Brinkumer das Spitzentrio nicht aus den Augen verlieren. Und dafür muss ein Sieg her. „Wenn wir unser Spiel durchbringen, bin ich auch guter Dinge, dass wir die drei Punkte holen“, gibt sich Thinius zuversichtlich.

Zwei Brinkumer werden dabei besonders motiviert sein. Inouss Boure-Toure und Lennart Kotschelnik wechselten zu Saisonbeginn von Union nach Brinkum. Während Boure-Toure nach einer langen Verletzung bereits einige Einsätze hatte, war Kotschelnik wegen seines Studiums in Solingen noch gar nicht dabei. „Er ist zurück und diese Woche wieder ins Training bei uns eingestiegen. Unser Spätstarter also“, sagt sein Trainer Frank Thinius. · flü

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