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Tobias Plümer (Fußball)

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Tobias Plümer glänzt nicht nur im Tor des Bezirksligisten FC Sulingen, sondern engagiert sich auch über den Fußball hinaus.

Sulingen - Von Carsten Drösemeyer. Was wäre der Fußball-Bezirksligist FC Sulingen ohne Tobias Plümer? Auf alle Fälle um einen ganz besonderen Menschen ärmer: Vielen wird wohl noch seine selbstlose Knochenmarkspende in angenehmer Erinnerung geblieben sein, mit der er im März ein Leben rettete.

Für den 33-Jährigen indes eine Selbstverständlichkeit: „Ich fand es einfach richtig und zum Glück hat es wohl auch etwas gebracht. Zumindest hat der Patient die ersten kritischen Monate überstanden. Mein Knochenmark wurde angenommen, was mich sehr glücklich macht.“

Alleine diese Episode zeigt schon, aus welchem Holz der Inhaber eines Geschäfts für Büromöbel geschnitzt ist. Aber Plümer ist nicht nur ein toller Mensch, sondern auch ein erstklassiger Schlussmann. Schon in seinen zehn Jahren beim SV Lessen (2003-2013) galt er als absolute Führungspersönlichkeit und trug erheblich zum Aufstieg in die Bezirksliga bei. Für einen kleinen Dorfverein wie Lessen natürlich ein unfassbarer Erfolg. Den postwendenden Abstieg konnte der glühende Werder-Fan nicht verhindern.

2013 war es allerdings für den Sulinger Zeit, um ein neues Kapitel aufzuschlagen. Obwohl der FC in Patrick Kühn über eine erstklassige Nummer eins verfügte, stellte sich Plümer dem Konkurrenzkampf und hat seinen Entschluss seitdem „nie bereut. Ich brauchte einfach eine neue Herausforderung und wollte mich nach der tollen Zeit in Lessen wieder neu behaupten.“ Keine Frage, sowohl für Plümer als auch den FC eine absolute Win-Win-Situation. Zusammen mit Kühn bildet er seit fünf Jahren im Wechselspiel ein kongeniales Duo. Beide wechseln sich regelmäßig im FC-Kasten ab und verstehen sich bei aller sportlichen Konkurrenz menschlich prächtig. „Es passt prima mit Paddy“, bestätigt Plümer: „Er ist ein toller Typ und wir unterstützen und pushen uns gegenseitig zu Höchstleistungen.“

Was sicherlich den momentanen Höhenflug des FC besser erklärt. Denn: Nach dem Abstieg vor drei Jahren lagen die Sulestädter eigentlich am Boden, rappelten sich aber wieder auf. Schon in der vergangenen Spielzeit überraschte der FC als Neuling mit einem guten siebten Platz. Momentan liegen die Sulinger nur zwei Pünktchen hinter Klassenprimus TuS Sulingen II zurück und stehen zudem im Viertelfinale des Bezirkspokals. Laut FC-Coach Stefan Rosenthal nicht zuletzt ein Verdienst seines bärenstarken „Schnappers“: „Tobi ist für uns ein absoluter Glücksfall. Zusammen mit Patrick Kühn gibt er der Abwehr Halt.“

„Thaler“ ist jedoch keineswegs nur von den sportlichen Qualitäten Plümers überzeugt: „Tobi gehört als „Co“ zum Trainerstab. Seine Meinung ist mir unheimlich wichtig. Auch privat übrigens. Er ist für mich zu einem richtig guten Freund geworden.“

Dabei verlief das erste Aufeinandertreffen gar nicht so positiv, wie sich Rosenthal lachend erinnert: „Da habe ich selbst noch aktiv gespielt und bin mit ihm als Schiedsrichter aneinander geraten. Von Freundschaft konnte da noch keine Rede sein.“

Man merkt: Plümer ist ein im positiven Sinn Fußballverrückter. Nur selbst zu kicken, reichte ihm nie. Seit fast 20 Jahren ist der 33-Jährige zudem noch als Unparteiischer aktiv, brachte es dabei bis in die Landesliga und als Linienrichter sogar in die Oberliga. „Ich mochte den Job als Schiedsrichter schon immer. Gerade die Kommunikation mit Spielern“, lächelt Plümer. Okay, bis auf das damalige Streitgespräch mit Rosenthal vielleicht. Aber das ist ja Schnee von gestern. Streit passt ohnehin nicht zum sympathischen Selbstständigen. Eigentlich mag jeder den Hünen. Irgendwie logisch: Schließlich ist Tobias Plümer ein ganz besonderer Sportler mit einem feinen Charakter.

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